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Konferenzbericht: Global Economic Symposium 2015

Unter dem Motto "Values to Guide Economies" trafen sich beim diesjährigen Global Economic Symposium (GES) 450 Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft, Medien, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, um gemeinsame Antworten auf die größten gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit zu finden. Getreu dem Leitgedanken des GES "Finding Solutions. Together." stand bei dem jährlich vom renommierten Institut für Weltwirtschaft organisierten Forum auch diesmal im Atlantic Hotel in Kiel die Suche nach Lösungen im Zentrum der Debatten. Die Bertelsmann Stiftung war als Knowledge Partner mit mehreren Beiträgen aktiv dabei.

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Werte für die Weltwirtschaft

Den Anfang machte am ersten Konferenztag eine Studienvorstellung im Plenum, moderiert vom Vorstandsvorsitzenden der Bertelsmann Stiftung Aart De Geus. Christian Kroll stellte die BSt-Studie zu den Sustainable Development Goals vor. Auf dem Podium in der anschließenden Diskussion beurteilten Peter Bakker, Präsident des World Business Council for Sustainable Development, und Barbara Unmüßig, Vorsitzende der Heinrich Böll Stiftung, die Arbeit der Stiftung als sehr wertvoll. So habe die BSt den neuen UN-Zielen wichtiges Gehör verschafft. Es läge nun an Akteuren aus der Zivilgesellschaft, insbesondere Stiftungen und Wissenschaftlern, über die kommenden 15 Jahre die Regierungschefs an die Einhaltung der in New York unterzeichneten Erklärung zu erinnern und tragfähige Lösungen auf Basis der in der BSt-Studie identifizierten Vorreiter zu erarbeiten.

Video: Global Economic Symposium 2015: Sustainable Development Goals

In einer Session am zweiten Tag zur Frage "Equality and Growth in Europe: From Antagonism to Symbiosis? diskutierten Experten auf Einladung der Stiftung über das Spannungsverhältnis zwischen Wachstum und Geleichheit. Die Grundlage für die Diskussion bildete die kurz vor der Erscheinung stehende Studie "Social Justice in the EU 2015" von Daniel Schraad-Tischler. Aart De Gues debattierte hier mit Sir John Hills, Professor an der London School of Economics, Thomas Mirow, Chairperson of the Supervisory Board der HSH Nordbank sowie Prof. Frank Vandenbroucke, ehemaliger belgischer Außen- und später Arbeitsminister. Dabei wurde deutlich, dass die Bekämpfung von Ungleichheit nicht nur moralisch wertvoll ist, sondern auch ein positiver Wirtschaftsfaktor sein kann. Vor allem aber wirkt sich wachsende Ungleichtheit negativ auf die Teilhabechancen in der Gesellschaft aus und erschwert somit den sozialen Aufstieg für benachteiligte Kinder und Jugendliche.

Das Global Economic Dynamics Projekt orrganisierte am dritten Konferenztag eine Session zum Thema Mega Regional Trade Agreemants und ihre ökonomischen wie politischen Auswirkungen auf die internatioale Welthandelsordnung. Diskussionsteilnehmer waren der ehemalige WTO Chef Pascal Lamy, Prof. Bernhard Hoekmann vom European University Institute in Florenz, WTI Direktor Prof. Joseph Francois, die Zeit Journalistein Petra Pinzler sowie unserer Kollege und Director des Programmes Nachhaltig Wirtschaten Andreas Esche. Im Zentrum der Debatte stand die Frage wie moderner Freihandle und entsprechende Freihandelsabommen, die sich vro allem auf nicht tarifäre Bereiche konzentrieren, bilateral und multilateral organisiert und kommuniziert werden müssen.