Es ist der Umriss eines Mannes zu sehen, der mit dem Rücken zum Betrachter vor einem PC sitzt.
Donny Harder Jr / Flickr - CC BY-NC 2.0, https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/

Die Diskussion um die Digitalisierung der Arbeit nimmt in Deutschland an Fahrt auf. Wir wollen diese Debatte mit der Sonderpublikation „2050: Die Zukunft der Arbeit“ weiter vorantreiben. Hierfür haben wir einen Teil einer global angelegten Studie der weltweit agierenden Denkfabrik Millennium Project ausgewertet.

Unter dem Motto „Wir wissen nicht genau, was kommt, aber wir können es gestalten“ stellen die Autoren Cornelia Daheim und Ole Wintermann dabei die Ergebnisse der weltweiten Expertenbefragung vor. Die Befragten sehen im Jahr 2050 unter anderem ein überfordertes Bildungssystem, einen globalen Anstieg der Arbeitslosigkeit und nationale Lösungsversuche der Politik, die ins Leere laufen.

„Wir sind der Meinung, dass die deutsche Debatte um die Digitalisierung zu sehr an der nationalen Nabelschnur hängt.“

Ole Wintermann, Senior Project Manager der Bertelsmann Stiftung

Doch nicht nur die Rahmenbedingungen der Arbeitswelt sind in einem solchen Szenario völlig verändert – auch die Berufe haben sich stark gewandelt: 2050 könnte es Übersetzer für Mensch-Maschine/Maschine-Mensch-Schnittstellen geben, Innenausstatter für virtuelle Räume oder Freizeit-Gestalter. Denn: Auch eine “superintelligente” Technologie braucht den Menschen und ein Wertesystem, innerhalb dessen sie entscheidet.

Schüler auf veränderten Arbeitsmarkt vorbereiten

Chancen zur aktiven Gestaltung dieser neuen Arbeits- und Unternehmenskultur sehen die Autoren bei den Entscheidern des Bildungssystems und den Arbeitgebern. Sie, so Dalheim und Wintermann, sollten Schüler stärker auf einen veränderten Arbeitsmarkt vorbereiten und selbst hinsichtlich der Digitalkompetenz mit ihren Beschäftigten gleichziehen. Das Wichtigste sei jedoch, die Zukunft der Arbeit als eine globale Veränderung zu betrachten, der auf rein nationaler Ebene nicht begegnet werden kann.

Ziel dieser Publikation ist es nicht, Lösungsvorschläge zu bieten. Vielmehr sollen Chancen, Risiken und Themen des digitalen Wandels identifiziert werden. Vor dem Hintergrund der vorgestellten Perspektiven sollen Interessierte und Entscheider debattieren und handeln können, damit Deutschland nicht zum digitalen Entwicklungsland wird. Beteiligen auch Sie sich auf Facebook und Twitter (@arbeiten40) oder lesen Sie einfach mit unter #zukunftderarbeit.

Die vollständige Publikation „2050: Zukunft der Arbeit. Ergebnisse einer internationalen Delphie-Studie des Millennium Project.“ finden Sie in der rechten Spalte.

Arbeit 4.0

Eine zivilgesellschaftliche Stimme zur Zukunft der Arbeit

Wie werden wir in Zukunft arbeiten? Das fragt sich u.a. das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS). Die zivilgesellschaftlich orientierte Proklamation "Zukunft der Arbeit" nimmt dazu Stellung. weiterlesen

Digital-Index

Arbeitnehmer wollen stärker digital arbeiten als ihre Arbeitgeber

Die Digitalisierung der Arbeit könnte in Deutschland deutlich weiter sein, wenn Arbeitgeber den Wünschen ihrer Angestellten stärker nachkommen würden. Dies ist ein Ergebnis des Digitalindex 2015. weiterlesen

Barcamp

Arbeiten 4.0: Im Mittelstand gibt es großen digitalen Nachholbedarf

Auf Einladung der Bertelsmann Stiftung tauschten sich am 3. Juni in Berlin 160 Experten und Blogger während eines elfstündigen BarCamps zu Fragen nach der Zukunft der Arbeit in einer digitalen Welt aus. weiterlesen

Studie

Technologischer Wandel setzt den Arbeitsmarkt unter Druck

Digitalisierung und Globalisierung wirken sich aus: Hoch-, geringqualifizierte und atpyische Jobs nehmen zu, der Rest stagniert. weiterlesen