Bertelsmann Stiftung (Hrsg.)

Prof. Dr. Dieter Euler, Prof. Dr. Eckart Severing

Heterogenität in der Berufsbildung - Vielfalt gestalten

  • 1. Auflage 2020, 52 Seiten (PDF)
  • DOI 10.11586/2020016
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Der Umgang mit Heterogenität wird heute als eine der wesentlichen Herausforderungen in der Berufsbildung gesehen. Das liegt unter anderem an der Integration von neuen, bislang weniger berücksichtigten Zielgruppen wie beispielsweise Jugendlichen mit schlechteren Schulabschlüssen oder mit Migrationshintergrund. Vielfalt sollte allerdings auch als Chance begriffen und konstruktiv bzw. gestaltend aufgenommen werden.
Ziele dieser Gestaltung von Heterogenität sollten dabei sowohl die Förderung von Humanressourcen als auch die gesellschaftliche und soziale Integration der jungen Menschen sein. Um diese Ziele in der beruflichen Bildung zu erreichen, werden von den Autoren der Broschüre „Heterogenität in der Berufsbildung – Vielfalt gestalten“, Dieter Euler und Eckart Severing, vor allem bestimmte Heterogenitätsdimensionen als relevant angesehen und hier dargestellt. Dazu zählen ein Migrationshintergrund, Fluchterfahrungen, Behinderungen oder unterschiedliche Bildungsabschlüsse. Diese Dimensionen können dabei sowohl miteinander verknüpft sein als auch Bezüge zu weiteren Merkmalen aufweisen.

Mögliche Gestaltungsansätze werden in drei Ebenen unterschieden:
• individuelle Förderung und didaktisch-methodische Gestaltung (Mikro-Ebene),
• curriculare Gestaltung (Meso-Ebene) und
• Gestaltung von institutionell-politischen Rahmenbedingungen (Makro-Ebene)

Dabei werden die Optionen beispielhaft illustriert und notwendige Reformen des Berufsbildungssystems adressiert.