Markus A. Weingardt

Friede durch Religion?

Das Spannungsverhältnis zwischen Religion und Politik

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Religion begegnet uns derzeit vor allem in Zusammenhang mit Konflikten - ob es die Anschläge in Paris und Brüssel sind, oder aber die von Daesh verübte Gewalt in Syrien und anderen Teilen der Welt. Alle Weltreligionen erheben aber den Anspruch, Frieden zu stiften und Werte wie Nächstenliebe und Menschlichkeit zu vermitteln. Doch unter welchen Bedingungen kann sich dieses Friedenspotenzial entfalten?

Markus A. Weingardt geht dieser Frage nach. Er untersucht die Ursachen von religiös geprägten Konflikten und zeigt auf, warum Religion sich besonders gut eignet, um Konflikte anzuzetteln: Religiöse Konflikte seien besonders emotional aufgeladen, weil es nicht um Ressourcen, sondern um Werte und damit auch um Kultur und Identität gehe – um all das also, was persönlich und gesellschaftlich wichtig ist. Und das mache religiöse Konflikte besonders gefährlich.

Weingardt verdeutlicht anhand von Beispielen, dass Religion in vielen Fällen auch verbindet und Frieden stiftet. Häufig war und ist Religion sogar Motor für Entwicklung – Reformprozesse gingen oft von religiösen Akteuren aus.