Erwerbsbeteiligung von Frauen ab 45

Empirische Evidenz finanzieller zum Einfluss Anreize

Ausgabeart
PDF
Erscheinungstermin
05.03.2026
DOI
10.11586/2026036
Auflage
1. Auflage
Umfang/Format
90 Seiten, PDF

Preis

kostenlos

Beschreibung

Unsere neue Studie zeigt: Grund sind auch finanzielle Fehlanreize durch das Ehegattensplitting. Bliebe vom Zusatzverdienst mehr Netto übrig, würden mehr Frauen erwerbstätig werden oder ihre Erwerbsarbeitszeit ausweiten.

Die wichtigsten Erkenntnisse im Überblick: 

•    Mehr Erwerbsarbeit lohnt sich oft nicht: Rund 50 Prozent der teilzeitbeschäftigten verheirateten Frauen zwischen 45 und 66 Jahren geben an, dass es sich für sie finanziell nicht lohnt, die Arbeitszeit zu erhöhen. Unter den Nichterwerbstätigen in dieser Gruppe sind es immerhin knapp 35 Prozent, für die eine Erwerbstätigkeit aus finanziellen Gründen unattraktiv ist. 

•    Großes Potenzial für mehr Beschäftigung: Eine getrennte Veranlagung von Ehepartnern könnte die Erwerbsquote um knapp 1,5 Prozentpunkte erhöhen und das Arbeitsvolumen um ca. 3 Prozent steigern – unterm Strich entspräche das bis zu 175.000 zusätzlichen Vollzeitstellen.

•    Was zusätzlich hilft: Geteilte Sorgearbeit und gute Arbeitsbedingungen verstärken den Effekt – unter solchen Voraussetzungen steigt der Anteil der Frauen, die sich Vollzeit (39 Stunden) vorstellen können, deutlich.

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