Nahaufnahme einer Glühbirne

Circular Economy ist machbar!

Wenn in Deutschland von Circular Economy gesprochen wird, denken viele spontan an Plastik, Recycling und den Gelben Punkt. Doch es ist ein Mythos, dass es sich bei zirkulärer Wirtschaft nur um Fragen der Abfallwirtschaft handelt. Mit diesem Mythos und weiteren räumt ein neues Buch auf.

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Armando García Schmidt
Senior Project Manager
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Birgit Wintermann
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Das neue Buch „Mythen der Circular Economy“ ist für alle Interessierte, Skeptiker:innen aber auch Fürsprecher:innen der Circular Economy geschrieben worden. Autoren und Autorinnen aus Wissenschaft und Praxis klären mit dem Buch darüber auf, was es mit dem Konzept der Circular Economy auf sich hat und wo heute schon Ansätze zirkulären Wirtschaftens zeigen, was für ein großes Potenzial in dieser neuen Form des Wirtschaftens für eine nachhaltige Zukunft liegt.

Die Circular Economy ist für mich die Chance, den unumkehrbaren Rohstoffmangel aufzuhalten und drängende soziale Fragen zu beantworten. Es ist notwendig, Pfadabhängigkeiten aufzubrechen, Wirtschaft und Gesellschaft neu zu denken.

Jan Quaing (Mitherausgeber, Deutsche Bundesstiftung Umwelt)

Warum ist dabei von „Mythen“ die Rede? Wenn Neues entsteht oder Veränderung stattfindet, dann entstehen schnell Mythen. Kern dieser Mythen ist die Aussage: Das Neue ist nicht realisierbar, Wege der Veränderungen nicht gangbar. Fazit: Finger weg davon! So geschieht es auch heute in der Diskussion über Ansätze zirkulären Wirtschaftens oft. Allgemein heißt es dann etwa: „Langlebige Produkte sind schlecht für das Geschäft“. Branchenspezifisch wird zugespitzt: „Eine Ressourcenwende im Bauwesen lässt sich nicht umsetzen.“

Dass diese und weitere Mythen widerlegbar sind, zeigen die Herausgebenden Alexa Böckel (Leuphana Universität Lüneburg, Technische Universität Dresden), Jan Quaing (Deutsche Bundesstiftung Umwelt), Ilka Weissbrod (Technische Universität Dresden, Leuphana Universität Lüneburg) und Julia Böhm (Prosperkolleg Bottrop) gemeinsam mit den mehr als 30 Autoren und Autorinnen des Buches in wissenschaftlichen und gleichzeitig praxisorientierten Texten. In verständlicher Sprache führen Unternehmensgründer:innen und Wissenschaftler:innen in die Circular Economy ein und erklären, was im aktuellen Diskurs unter das Konzept fällt. Die Take Aways am Ende jedes Kapitels und Handlungsempfehlungen ermöglichen ein zielgerichtetes Lesen, das in die Umsetzung führt.

Echte Transformation kann nur gelingen, wenn sie aus einem breiten und offenen Diskurs entsteht. Der entsteht dann, wenn man auf gesicherter Grundlage miteinander spricht und nicht erdachte Narrative oder Mythen den Diskurs vergiften.

Armando García Schmidt und Birgit Wintermann (Bertelsmann Stiftung)

Das Buch „Mythen der Circular Economy“ wird der deutschen Diskussion über das Konzept zirkulären Wirtschaftens und die Ressourcenwende einen wichtigen – und dringend notwendigen – Impuls geben. Die Bertelsmann Stiftung hat das Projekt gemeinsam mit anderen Institutionen ermöglicht.

Die digitale Version und weitere Informationen sind hier verfügbar.

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