Eine Hand hält einen Stift, der auf mehrere Grafiken zeigt.

Abbau der Kassenkredite hält an

Kassenkredite sind der wichtigste Krisenindikator der Kommunen. Angesichts der finanziellen Belastungen stand ein starker Anstieg im Raum.

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Dr. Kirsten Witte
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Die Kassenkredite stehen seit vielen Jahren im Fokus der Debatten um kommunale Haushaltsnöte. Nach Überwindung der globalen Finanzkrise wurden die Kassenkredite deutlich abgebaut; nicht zuletzt über Umschuldungen der Länder. In der Corona-Krise wurde ein abrupter Wiederanstieg befürchtet, der die Erfolge der Vorjahre zunichte machte.

Die Analyse zeigt, dass diese Befürchtungen nicht eintraten und die umfangreichen Hilfsmaßnahmen von Bund und Ländern einen Wiederanstieg der Kassenkredite verhinderten. Der Abbau der Kassenkredite setzte sich im Jahr 2020 fort.

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Dieses positive Bild bestätigte sich am Beispiel NRWs auch mit Blick auf die besonders gefährdeten, finanzschwachen Kommunen. 

Gleichwohl fällt die Belastung aus Kassenkrediten im Ländervergleich sehr unterschiedlich aus und damit auch die Anfälligkeit der Haushalte in den kommenden Jahren. Einige Länder, wie Hessen und Niedersachsen, haben die Bestände im Fünfjahresvergleich deutlich reduzieren können. Problematische Werte liegen nur noch in drei Ländern vor.

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Download - "Kassenkredite"

Cover Kommunaler Finanzreport 2021 - Kassenkredite

Dr. Florian Boettcher, Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen; Prof. Dr. Ronny Freier, Prof. Dr. René Geißler, Technische Hochschule Wildau

Kassenkredite sind der wichtigste Krisenindikator der Kommunen. Angesichts der finanziellen Belastungen stand ein starker Anstieg im Raum.