In Deutschland ist für fast die Hälfte der jungen Menschen eine Ausbildung die beliebteste nachschulische Bildungsoption. Doch von den 20- bis 34-Jährigen ist aktuell fast jeder fünfte junge Mensch ohne Berufsabschluss. Gleichzeitig finden viele kleine und mittelständige Unternehmen (KMU) zu wenige passende Bewerber:innen, während viele Jugendliche am klassischen Bewerbungsverfahren scheitern oder regionale Chancen nicht wahrnehmen.
Passung von Fähigkeiten und Anforderungen
Die aktuelle Passungsproblematik zwischen Unternehmen und potenziellen Auszubildenden umfasst verschiedene Faktoren. Beispielsweise erreichen Unternehmen die jugendliche Zielgruppe häufig nicht adäquat. Auch unterscheiden sich die Erwartungen von Unternehmensvertreter:innen und Jugendlichen an Arbeit und Arbeitsalltag – etwa hinsichtlich Arbeitshaltung, Verbindlichkeit und Abstimmung. Gleichzeitig steigt der Bedarf an überfachlichen Kompetenzen (sogenannten Future Skills) wie Eigeninitiative, Problemlösen und kreatives Denken.
Das Kernproblem liegt damit weniger in der Zahl der Bewerbungen als in der Passung von Fähigkeiten und Anforderungen. Genau hier setzt das Projekt an: Regionale Unternehmen geben eine reale Alltagsherausforderung als Challenge an die Schülerteams und diese entwickeln in zehn Wochen eine Lösung für „ihr“ Unternehmen. Es verbessert dadurch Sichtbarkeit und Passung und fördert gezielt entsprechende Kompetenzen.


