Gerade einmal jede siebte Kita in Deutschland weist 100 Prozent der wissenschaftlich empfohlenen Personalbesetzung auf, um eine gute frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung für alle Kinder in der jeweiligen Einrichtung zu gewährleisten. Ein knappes Viertel der Kitas verfügt über 80 bis unter 100 Prozent, 41 Prozent der Einrichtungen erreichen einen Wert zwischen mehr als 60 und 80 Prozent. Etwa jede fünfte Kita hat 60 Prozent oder weniger der empfohlenen Personalkapazitäten zur Verfügung. Hierbei zeigen sich große Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland: Während im Westen nur 11 Prozent der Kitas über eine personelle Ausstattung von 60 Prozent oder weniger als der fachlich empfohlene Wert verfügen, sind es im Osten 65 Prozent. Umgekehrt erreichen 16 Prozent der westdeutschen Kitas die bestmögliche Personalbesetzung, während das nur 2 Prozent der ostdeutschen Kitas gelingt.
Dementsprechend unterscheiden sich die Werte auf Ebene der Bundesländer: Die höchsten Anteile von Kitas, deren Personalausstattung den wissenschaftlichen Empfehlungen entspricht, weisen Baden-Württemberg (36 Prozent), Bremen (32 Prozent) und Niedersachsen (20 Prozent) auf. Die anteilig meisten Kitas, in denen 60 Prozent oder weniger der eigentlich benötigten Fachkräfte vorhanden sind, gibt es in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen (jeweils 84 Prozent) sowie in Sachsen-Anhalt (76 Prozent). Das geht aus den von der Bertelsmann Stiftung in Auftrag gegebenen Berechnungen des Österreichischen Instituts für Familienforschung (ÖIF) hervor.


