Das große Interesse und die hohe Beteiligung an der Veranstaltung zeigten: Die Frage, wie Unternehmen zur Stärkung der Demokratie beitragen können, trifft einen Nerv. Nach der Präsentation der Studienergebnisse durch Matthias Diermeier, Institut der deutschen Wirtschaft, und Rebekka Vollmer, Bertelsmann Stiftung, diskutierten Andreas Pinkwart, neuer Vorstand der Bertelsmann Stiftung, Tanja Gönner, Hauptgeschäftsführerin des BDI, und Sepp Müller, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, auf dem Podium über die Rolle von Unternehmen in einer unter Druck stehenden Demokratie. Moderiert wurde die Diskussion von Dominik Hierlemann.
Die Studie zeigt: Unternehmen in Deutschland stehen klar hinter der Demokratie – als Grundlage erfolgreichen Wirtschaftens und als Wert an sich. 93 Prozent bewerten Demokratie als wichtig für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Zugleich sehen mehr als 90 Prozent im Vertrauensverlust in demokratische Institutionen eine reale Gefahr für die Demokratie. Auch Polarisierung und wirtschaftliche Schwäche werden als zentrale Risiken wahrgenommen. Viele Unternehmen sind bereit, Verantwortung zu übernehmen: Fast 60 Prozent halten ein Engagement für Demokratie sogar dann für wichtig, wenn es mit wirtschaftlichen Nachteilen verbunden sein sollte. Gleichzeitig macht die Studie deutlich: Zwischen Haltung und Handeln besteht eine Lücke. Viele Aktivitäten bleiben bislang innerhalb des eigenen Betriebs. Dass Unternehmen noch nichts oder noch nicht mehr für die Demokratie tun, liegt weniger an der Sorge vor Boykotten oder Konflikten mit Kunden oder der Belegschaft. Entscheidend sind vielmehr begrenzte Ressourcen und die Frage, welches Engagement tatsächlich wirksam ist.


