Die „Reformagenda Demokratie“ ist ein Projekt der Bertelsmann Stiftung, der Stiftung Wissenschaft und Demokratie und der Konrad-Adenauer-Stiftung durchgeführt mit dem Progressiven Zentrum und dem Institut für Parlamentarismusforschung.
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Reformagenda Demokratie
Das Team
Stiftung Wissenschaft und Demokratie, Konrad-Adenauer-Stiftung, Das Progressive Zentrum, Institut für Parlamentarismusforschung und Bertelsmann Stiftung
Das Vorhaben
Demokratien sind keine statischen Systeme, sondern anpassungsfähig und wandelbar. Gerade diese Fähigkeit zur Veränderung ist eine zentrale Voraussetzung für ihre langfristige Stabilität.
Die „Reformagenda Demokratie“ geht der Frage nach, wie die demokratischen Institutionen auf der Bundesebene in Deutschland unter veränderten gesellschaftlichen Bedingungen weiterentwickelt werden können – und welche Reformen heute sinnvoll und umsetzbar sind.
Dazu bündelt sie wissenschaftliche und politische Expertise, entwickelt konkrete Reformvorschläge und bringt diese in die öffentliche Debatte ein.
Sebastian Pfütze
Konsortiumspartner am 8. Dezember 2026; v.l.n.r.: Andreas Oldenbourg, Carl Schüppel, Kai Unzicker, Daphne Wolter, Dominic Schwickert, Daniel Hellmann, Peter Fischer-Bollin, Astrid Kuhn, Leander Berner, Danny Schindler, Tobias Montag, Finn Heinrich, Paulina Fröhlich
Projektbeschreibung
Eine Stärke der Demokratie liegt darin, sich an veränderte gesellschaftliche, politische und institutionelle Bedingungen anzupassen zu können. Diese Anpassungsfähigkeit ist eine Voraussetzung für ihre dauerhafte Legitimität und Wirksamkeit.
Heute zeigt sich: Die Rahmenbedingungen demokratischer Politik verändern sich spürbar. Neue Anforderungen entstehen durch langfristige Entwicklungen wie Digitalisierung, den Klimawandel und demographische Trends oder geopolitische Verschiebungen. Hinzu kommen Herausforderungen innerhalb der liberalen Demokratie, etwa Polarisierung, Vertrauensverlust und zunehmende Angriffe auf politische Institutionen. Gleichzeitig wachsen die Erwartungen an staatliche Handlungsfähigkeit und politische Gestaltung. Vor diesem Hintergrund richtet die „Reformagenda Demokratie“ den Blick auf die demokratischen Institutionen selbst – also auf die Voraussetzungen, unter denen politische Gestaltung gelingt. Ziel ist es, fundierte und politisch anschlussfähige Reformvorschläge zu entwickeln, die die Legitimität der Demokratie stärken.
Daran arbeitet ein Konsortium aus Stiftungen und Forschungseinrichtungen gemeinsam mit Politik und Wissenschaft. In einem ersten Schritt werden bestehende Herausforderungen und mögliche Legitimitätsdefizite systematisch analysiert. Darauf aufbauend werden konkrete Reformideen identifiziert, weiterentwickelt und miteinander in Beziehung gesetzt. Dabei konzentriert sich das Projekt auf eine ausgewählte Gruppe zentraler Institutionen: erstens das Wahlregime und neue institutionelle Beteiligungsformate; zweitens das parlamentarische Regieren und die Machtbeschränkung; drittens, zentrale intermediäre Organisationen wie Medien und Parteien.
Zeitplan
| Winter 2025 |
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| Frühjahr 2026 |
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| Herbst 2026 |
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| Herbst 2027 |
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Das Sounding-Board
Das Sounding Board begleitet die „Reformagenda Demokratie“ als beratendes Gremium über den gesamten Projektverlauf. Es bringt politische Erfahrung und wissenschaftliche Expertise zusammen und unterstützt das Konsortium dabei, zentrale Annahmen, Zwischenergebnisse und Reformvorschläge kritisch zu reflektieren.
Die Mitglieder des Sounding Boards der Reformagenda Demokratie sind (in alphabetischer Reihenfolge):
- Prof. Dr. Lars Castellucci – MdB (SPD)
- Thomas Hadamek – Ministerialdirigent; Verwaltung des Deutschen Bundestages
- Staatsministerin Elisabeth Kaiser – MdB (SPD)
- Dr. Günter Krings – MdB (CDU)
- Prof. Dr. Sabine Kropp – Professorin für Politikwissenschaft; Freie Universität Berlin
- Dr. Anna Lührmann – MdB (Bündnis 90/Die Grünen)
- Prof. Dr. Tom Mannewitz – Professor für politischen Extremismus und politische Ideengeschichte; Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung
- Prof. Dr. Laura Münkler – Professorin für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie; Universität Bonn
- Sophie Pojar – Wissenschaftliche Mitarbeiterin; Landeskriminalamt Sachsen / Promovendin; TU Dresden, Mitglied im Landesvorstand der CDU Sachsen
- Prof. Dr. Michael Zürn – Direktor der Abteilung Global Governance, Wissenschaftszentrum Berlin
Zu einem späteren Zeitpunkt planen wir zudem Beratungen in Stakeholder Foren, die Perspektiven aus diversen gesellschaftlichen Sektoren zur Bereicherung der Reformvorschläge einbringen.


