Liz Mohn, stellevertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung steht in einem weiß-schwarzen Hosenanzug im Foyer der Stiftung.

Menschlichkeit gewinnt

Liz Mohn, die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung, fordert mehr Verantwortung von Unternehmern – und einen kritischen Blick auf die wichtigsten Herausforderungen in unserer Gesellschaft.

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Alle Kids sind VIPs

Prominenter Besuch in Gütersloh: Sänger Andreas Bourani war am 20. Februar 2015 als Botschafter des Integrationswettbewerbs "Alle Kids sind VIPs" zu Gast in der Bertelsmann Stiftung. Liz Mohn empfing ihn dort zusammen mit Jugendlichen aus Wittmund, die mit dem Videoprojekt "Mobbing" den Publikumspreis des Wettbewerbs gewonnen hatten.

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Interview

Gespräch mit Prof. Dr. Ortwin Renn vom Institut für Sozialwissenschaften der Universität Stuttgart über gesetzliche Regelungen beim Thema Bürgerbeteiligung.

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Fachtagung

Zu den Faktoren, die ein gesundes Aufwachsen von Kindern fördern, gehören die Beziehung zu Eltern und Freunden, aber auch die Teilnahme an Freizeitaktivitäten, gesundes und regelmäßiges Essen und ein ungestörter Schlaf. Was daraus für die örtliche Prävention folgt, diskutieren Experten und Fachkräfte der Bereiche Jugend, Gesundheit und Schule bei unserer Tagung "RUNDUM GESUND - gesunde Lebenswelten gemeinsam gestalten" am 19. Februar 2015 in Bielefeld.

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Interview

Günter Tebbe, Berater der Bertelsmann Stiftung, erläutert eines der Themen des Kommunalkongresses 2015: Die European Public Sector Accounting Standards – Rechnungslegung für Steuerung und Controlling öffentlicher Haushalte innerhalb der EU.

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Portrait

Friedenswahrer, Chefdiplomat, Weltpolitiker. In seiner Zeit an der Spitze der Vereinten Nationen gab es nur wenige Tage, an denen Kofi Annan uns nicht in den weltweiten Nachrichten begegnete. Für sein herausragendes Engagement zum Thema nachhaltige Entwicklung und als weltweiter Vorkämpfer und Fürsprecher für generationengerechte Fortschrittsmodelle erhielt der ehemalige UN-Generalsekretär 2013 den Reinhard Mohn Preis der Bertelsmann Stiftung. Der Film wurde auf dem Festakt der Preisverleihung am 7. November 2013 gezeigt und stellt das herausragende Engagement Kofi Annans dar.

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Interview

Anlässlich der Veranstaltung "Flexibler Renteneintritt nach skandinavischem Vorbild – Vom Ausland lernen" am 01. Dezember 2014 im Deutschen Bundestag in Berlin stellt Dr. Annika Sundén, Chefökonomin der "Swedish International Development Cooperation Agency", Ansätze und Erfahrungen mit der Flexibilisierung der Übergänge vom Erwerbsleben in die Rente aus Schweden vor.

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Interview

Anlässlich der Veranstaltung "Flexibler Renteneintritt nach skandinavischem Vorbild – Vom Ausland lernen" am 1. Dezember 2014 im Deutschen Bundestag in Berlin stellt Dr. Tarmo Valkonen, Forschungsdirektor des "Research Institute of the Finnish Economy", Ansätze und Erfahrungen mit der Flexibilisierung der Übergänge vom Erwerbsleben in die Rente aus Finnland vor.

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Das Projekt "Effekt hoch n" des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen und der Bertelsmann Stiftung widmet sich seit 2008 dem Wissensaufbau zum Thema Soziale Wirkung verbreiten. Der Film zeigt Eindrücke von der Abschluss-Konferenz am 10. Februar 2015 im dbb forum Berlin.

Infos zum Text

Infos zum Text

Von Liz Mohn für change – das Magazin der Bertelsmann Stiftung. Ausgabe 2/2016.

Die Welt ist in Bewegung geraten – wir leben in einer Zeitenwende! So lassen sich wohl am besten die Umwälzungen und Entwicklungen umschreiben. Nicht nur, dass wir von vielen Kriegen und Konflikten betroffen sind, die wir vor Jahren nicht für möglich gehalten hätten. Auch die Ausdehnung der internationalen Handelsbeziehungen wirft neue Fragen nach der Ausgestaltung der Arbeits- und auch Lebensbedingungen von Milliarden von Menschen auf. Dazu stellt die globale und digitale Vernetzung mit all ihren Chancen und Risiken unsere Gesellschaften und Wirtschaftssysteme vor große Herausforderungen und wird die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen verändern. Noch können wir nicht abschätzen, ob und wie viele Arbeitsplätze betroffen sind. Szenarien, die vom Verschwinden der Hälfte der Berufe in den nächsten zehn Jahren ausgehen, sind ein Alarmsignal.

Viele Menschen reagieren auf die Umbrüche mit Unsicherheit und Zukunftsängsten. Das jedoch sind Gefühle, die den Weg für innovative Lösungen und den Blick für Perspektiven verstellen. Wie kann es also gelingen, Zukunft so zu gestalten, dass sie Innovation und Teilhabe und damit Beschäftigung und Wohlstand in einer globalisierten Welt ermöglicht? „Wir müssen mehr Köpfe ans Denken bringen“ – diese Überzeugung meines Mannes Reinhard Mohn ist aktueller denn je. Denn es braucht die Kräfte aller gesellschaftlichen Gruppen, um den gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen zu begegnen. Dazu braucht es Unternehmenskulturen, die durch die Delegation von Verantwortung sowie Mitsprache und Teilhabe an Arbeits-, Kommunikations- und Entscheidungsprozessen Menschen Sinnerfüllung und Eigenverantwortung in der Arbeit ermöglichen. Vor allen Dingen braucht es aber ein gemeinsames Ziel, auf das sich die beteiligten Interessenvertretungen verständigen und mit dem sie sich identifizieren.

Ein verantwortungsvolles Unternehmertum kann und soll einen wirkungsvollen Beitrag leisten, um gesellschaftlichen Fortschritt mitzugestalten. Viele Beispiele zeigen, dass Unternehmer Wirtschaft und Gesellschaft zusammen denken. Entweder mit innovativen Produkten und Dienstleistungen, die Menschen helfen, ihren Alltag besser zu gestalten. Oder indem sie mit ihren spezifischen unternehmerischen Kompetenzen und Ressourcen zu gesellschaftlichen Veränderungen beitragen. Oder einfach, indem sie Menschen durch Innovation und Wachstum Beschäftigung und Wohlstand und vielleicht in unruhigen Zeiten auch so etwas wie eine „Heimat“ bieten.

Wie wichtig dies ist, wird aktuell an vielfältigen Initiativen der Wirtschaft deutlich, den Menschen, die vor Krieg und Vertreibung geflüchtet sind, eine Perspektive zu bieten. Ob es uns gelingt, sie in unsere Gesellschaft zu integrieren, hängt entscheidend davon ab, ob sie eine Ausbildung machen können und einen Arbeitsplatz finden. Hier haben Unternehmen eine Schlüsselrolle, und die Fülle an bereits realisierten betrieblichen Integrationsprojekten zeigt, dass viele bereit sind, diese Rolle auszufüllen.

Aber auch in anderen Bereichen leisten Unternehmen ihren Beitrag für das Gemeinwohl. Denken wir nur an die vielen mittelständischen Unternehmen, die sich für Bildung und Ausbildung engagieren, für mehr Teilhabe benachteiligter Menschen oder für gute Bedingungen für Familien. Wir brauchen diese Kultur der Verantwortung, denn sie ist wichtig für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Diese mit Engagement und neuen Ideen mitzugestalten, ist gelebtes Unternehmertum.

Der Reinhard Mohn Preis 2016 soll hierzu wichtige Impulse geben. Denn bei aller globaler Wettbewerbsorientierung sollte auch für die Wirtschaft und das Unternehmen die Forderung Reinhard Mohns ein Leitmotiv bleiben: Menschlichkeit gewinnt!