Liz Mohn, stellevertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung steht in einem weiß-schwarzen Hosenanzug im Foyer der Stiftung.

Menschlichkeit gewinnt

Liz Mohn, die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung, fordert mehr Verantwortung von Unternehmern – und einen kritischen Blick auf die wichtigsten Herausforderungen in unserer Gesellschaft.

Play

Integration durch Bildung

In zehn Rechercheländern wurden herausragende Programme zum Thema "Integration durch Bildung" identifiziert. Die Arbeitskommission hat diese Vorschläge intensiv diskutiert und schließlich vier Best Practices für den Carl Bertelsmann-Preis nominiert.

Play

Preisträger

Cord Wöhlke, Geschäftsführer von "Budnikowsky", ist einer der Botschafter, die mit der Bertelsmann Stiftung für gesellschaftliches Engagement mittelständischer Betriebe werben. Der Film zeigt das soziale Engagement des Hamburger Drogeriemarktunternehmens, das sich insbesondere für Kinder und Jugendliche einsetzt. Speziell eingegangen wird auf ein Projekt der Budnianer-Hilfe im Stadtteil Hamburg/Schnelsen.

Play

Preisträger

Verantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen, ist angesichts des grundlegenden Reformdruckes in Deutschland ein Thema, das jeden Einzelnen angeht. Vor allem Unternehmen als die wesentlichen Akteure des Wirtschaftssystems sind gefordert, gesellschaftliche Verantwortung als Teil ihres ökonomischen Handelns zu verstehen.

Play

Preisträger

Madeleine Früh, Geschäftsführerin der Max Früh GmbH & Co KG in Achern (Baden), ist eine der Botschafterinnen, mit der die Bertelsmann Stiftung für gesellschaftliches Engagement mittelständischer Betriebe wirbt. In dem Film schildert sie die Beweggründe für das soziale Engagement des Bauunternehmers, dem insbesondere die Ausbildung für die nächste Generation am Herzen liegt.

Play

Preisverleihung

Auf der Veranstaltung "Erfolgsgeschichten - Unternehmen für die Region" zeichnete Liz Mohn, stellvertretende Vorsitzende der Bertelsmann Stiftung, zehn mittelständische und familiengeführte Unternehmen aus, deren gesellschaftliches Engagement besonders überzeugen konnte. Sie wurden aus über 700 Bewerbungen der Initiative "Unternehmen für die Region" ausgewählt. Direkt vor Ort zeigten die Europa-Miniköche, die Snacks für die Teilnehmer zubereiteten, sowie die Schüler des Tanzprojektes "Zielpunkt", was sie in den Unternehmensprojekten gelernt haben. 2008 wird der Schwerpunkt auf die gezielte Förderung von Unternehmensengagement in Pilotregionen gelegt.

Play

Eindrücke vom Kommunalkongress 2007 der Bertelsmann Stiftung. Während der Veranstaltung, die unter dem Motto "Finanzpolitik neu denken" stand, diskutieren 270 Teilnehmer über bessere Konzepte, mehr Transparenz und ein zukunftgerichtetes Denken - gerade auch in Bezug auf die Generationengerechtigkeit. Hauptredner war Bundesfinanzminister Peer Steinbrück.

Play

Interreligiöse Verständigung

Wie kann interreligiöse Verständigung gelingen und wie verhindert werden, dass sich politische Konflikte religiös aufladen? Über diese Fragen diskutierten auf dem Salzburger Trilog 35 Persönlichkeiten verschiedener Weltreligionen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Kultur.

Play

Gesellschaftliches Engagement

Die britische Citizenship Foundation erhielt den mit 100.000 Euro dotierten Carl Bertelsmann-Preis 2007 als Anerkennung für ihre vorbildlichen Programme zur Verankerung von gesellschaftlichem Engagement als Bildungsziel. Ein Sonderpreis von 50.000 Euro ging an den baden-württembergischen Bildungsplan TOP SE (Themenorientiertes Projekt Soziales Engagement) für Realschulen.

Infos zum Text

Infos zum Text

Von Liz Mohn für change – das Magazin der Bertelsmann Stiftung. Ausgabe 2/2016.

Die Welt ist in Bewegung geraten – wir leben in einer Zeitenwende! So lassen sich wohl am besten die Umwälzungen und Entwicklungen umschreiben. Nicht nur, dass wir von vielen Kriegen und Konflikten betroffen sind, die wir vor Jahren nicht für möglich gehalten hätten. Auch die Ausdehnung der internationalen Handelsbeziehungen wirft neue Fragen nach der Ausgestaltung der Arbeits- und auch Lebensbedingungen von Milliarden von Menschen auf. Dazu stellt die globale und digitale Vernetzung mit all ihren Chancen und Risiken unsere Gesellschaften und Wirtschaftssysteme vor große Herausforderungen und wird die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen verändern. Noch können wir nicht abschätzen, ob und wie viele Arbeitsplätze betroffen sind. Szenarien, die vom Verschwinden der Hälfte der Berufe in den nächsten zehn Jahren ausgehen, sind ein Alarmsignal.

Viele Menschen reagieren auf die Umbrüche mit Unsicherheit und Zukunftsängsten. Das jedoch sind Gefühle, die den Weg für innovative Lösungen und den Blick für Perspektiven verstellen. Wie kann es also gelingen, Zukunft so zu gestalten, dass sie Innovation und Teilhabe und damit Beschäftigung und Wohlstand in einer globalisierten Welt ermöglicht? „Wir müssen mehr Köpfe ans Denken bringen“ – diese Überzeugung meines Mannes Reinhard Mohn ist aktueller denn je. Denn es braucht die Kräfte aller gesellschaftlichen Gruppen, um den gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen zu begegnen. Dazu braucht es Unternehmenskulturen, die durch die Delegation von Verantwortung sowie Mitsprache und Teilhabe an Arbeits-, Kommunikations- und Entscheidungsprozessen Menschen Sinnerfüllung und Eigenverantwortung in der Arbeit ermöglichen. Vor allen Dingen braucht es aber ein gemeinsames Ziel, auf das sich die beteiligten Interessenvertretungen verständigen und mit dem sie sich identifizieren.

Ein verantwortungsvolles Unternehmertum kann und soll einen wirkungsvollen Beitrag leisten, um gesellschaftlichen Fortschritt mitzugestalten. Viele Beispiele zeigen, dass Unternehmer Wirtschaft und Gesellschaft zusammen denken. Entweder mit innovativen Produkten und Dienstleistungen, die Menschen helfen, ihren Alltag besser zu gestalten. Oder indem sie mit ihren spezifischen unternehmerischen Kompetenzen und Ressourcen zu gesellschaftlichen Veränderungen beitragen. Oder einfach, indem sie Menschen durch Innovation und Wachstum Beschäftigung und Wohlstand und vielleicht in unruhigen Zeiten auch so etwas wie eine „Heimat“ bieten.

Wie wichtig dies ist, wird aktuell an vielfältigen Initiativen der Wirtschaft deutlich, den Menschen, die vor Krieg und Vertreibung geflüchtet sind, eine Perspektive zu bieten. Ob es uns gelingt, sie in unsere Gesellschaft zu integrieren, hängt entscheidend davon ab, ob sie eine Ausbildung machen können und einen Arbeitsplatz finden. Hier haben Unternehmen eine Schlüsselrolle, und die Fülle an bereits realisierten betrieblichen Integrationsprojekten zeigt, dass viele bereit sind, diese Rolle auszufüllen.

Aber auch in anderen Bereichen leisten Unternehmen ihren Beitrag für das Gemeinwohl. Denken wir nur an die vielen mittelständischen Unternehmen, die sich für Bildung und Ausbildung engagieren, für mehr Teilhabe benachteiligter Menschen oder für gute Bedingungen für Familien. Wir brauchen diese Kultur der Verantwortung, denn sie ist wichtig für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Diese mit Engagement und neuen Ideen mitzugestalten, ist gelebtes Unternehmertum.

Der Reinhard Mohn Preis 2016 soll hierzu wichtige Impulse geben. Denn bei aller globaler Wettbewerbsorientierung sollte auch für die Wirtschaft und das Unternehmen die Forderung Reinhard Mohns ein Leitmotiv bleiben: Menschlichkeit gewinnt!