Liz Mohn, stellevertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung steht in einem weiß-schwarzen Hosenanzug im Foyer der Stiftung.

Menschlichkeit gewinnt

Liz Mohn, die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung, fordert mehr Verantwortung von Unternehmern – und einen kritischen Blick auf die wichtigsten Herausforderungen in unserer Gesellschaft.

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Das Camp Q 2021 – fand zum Thema „Business Unusual: neu denken, anders führen, nachhaltig wirtschaften“ statt. Nur durch kooperative, soziale Normen entstehen High Performance-Organisationen.
Und dabei schafft Disziplin die notwendigen Freiräume – verraten Anna-Maria Braun, CEO, B. Braun SE und Ernst Fehr, Professor für experimentelle Wirtschaftsforschung, Universität Zürich.
Hier zeigen wir die komplette Aufzeichnung.

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Das Camp Q 2021 – fand zum Thema „Business Unusual: neu denken, anders führen, nachhaltig wirtschaften“ statt. „Never accept the first NO” – sagt Cawa Younosi, Head of People Germany, SAP SE und rät Menschen sich durch Konzern-Bürokraten nicht gleich entmutigen zu lassen.
Hier zeigen wir die komplette Aufzeichnung.

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Das Camp Q 2021 – fand zum Thema „Business Unusual: neu denken, anders führen, nachhaltig wirtschaften“ statt. Wie kommt das Neue in die Welt …? In dem wir alle einmal die Regeln einhalten.
Wie er das meint, verrät Stefan Kühl Professor für Soziologie Universität Bielefeld und Seniorberater Metaplan Quickborn.

Hier zeigen wir die komplette Aufzeichnung.

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In Deutschland sind Migrant:innen bei innovativen, d.h. Forschung und Entwicklung betreibenden Gründungen deutlich unterrepräsentiert. Welche gezielten Maßnahmen können dieses Potenzial heben und damit zahlreiche Vorteile für das Gründungsgeschehen und die Entwicklung in besonders kritischen Bereichen der deutschen Wirtschaft mit sich bringen?

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Bei der Behandlung von leichten und mittelschweren Depressionen setzt Dr. med. Elif Cindik-Herbrüggen, Ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, begleitend ein Online-Programm ein. Ihre Patient:innen können damit zum Beispiel daheim Techniken erlernen, die helfen, den Alltag zu bewältigen.

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Die EU gibt ein Drittel ihres Geldes für strukturschwache Regionen aus. Kommt dies bei den Bürger:innen an? Unsere Studie zeigt: geförderte Gemeinden wachsen tatsächlich stärker. Dies können wir für eine Pilotregion aus deutschen, polnischen und tschechischen Gemeinden durch Satellitenbilder nachzeichnen. So ungreifbar für viele die Beschlüsse in Brüssel oftmals sein mögen – die EU wirkt vor Ort.

Camera

Galerie

Satellitenbilder ausgewählter Gemeinden in Deutschland, Polen und Tschechien vor und nach EU-Förderung

Infos zum Text

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Von Liz Mohn für change – das Magazin der Bertelsmann Stiftung. Ausgabe 2/2016.

Die Welt ist in Bewegung geraten – wir leben in einer Zeitenwende! So lassen sich wohl am besten die Umwälzungen und Entwicklungen umschreiben. Nicht nur, dass wir von vielen Kriegen und Konflikten betroffen sind, die wir vor Jahren nicht für möglich gehalten hätten. Auch die Ausdehnung der internationalen Handelsbeziehungen wirft neue Fragen nach der Ausgestaltung der Arbeits- und auch Lebensbedingungen von Milliarden von Menschen auf. Dazu stellt die globale und digitale Vernetzung mit all ihren Chancen und Risiken unsere Gesellschaften und Wirtschaftssysteme vor große Herausforderungen und wird die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen verändern. Noch können wir nicht abschätzen, ob und wie viele Arbeitsplätze betroffen sind. Szenarien, die vom Verschwinden der Hälfte der Berufe in den nächsten zehn Jahren ausgehen, sind ein Alarmsignal.

Viele Menschen reagieren auf die Umbrüche mit Unsicherheit und Zukunftsängsten. Das jedoch sind Gefühle, die den Weg für innovative Lösungen und den Blick für Perspektiven verstellen. Wie kann es also gelingen, Zukunft so zu gestalten, dass sie Innovation und Teilhabe und damit Beschäftigung und Wohlstand in einer globalisierten Welt ermöglicht? „Wir müssen mehr Köpfe ans Denken bringen“ – diese Überzeugung meines Mannes Reinhard Mohn ist aktueller denn je. Denn es braucht die Kräfte aller gesellschaftlichen Gruppen, um den gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen zu begegnen. Dazu braucht es Unternehmenskulturen, die durch die Delegation von Verantwortung sowie Mitsprache und Teilhabe an Arbeits-, Kommunikations- und Entscheidungsprozessen Menschen Sinnerfüllung und Eigenverantwortung in der Arbeit ermöglichen. Vor allen Dingen braucht es aber ein gemeinsames Ziel, auf das sich die beteiligten Interessenvertretungen verständigen und mit dem sie sich identifizieren.

Ein verantwortungsvolles Unternehmertum kann und soll einen wirkungsvollen Beitrag leisten, um gesellschaftlichen Fortschritt mitzugestalten. Viele Beispiele zeigen, dass Unternehmer Wirtschaft und Gesellschaft zusammen denken. Entweder mit innovativen Produkten und Dienstleistungen, die Menschen helfen, ihren Alltag besser zu gestalten. Oder indem sie mit ihren spezifischen unternehmerischen Kompetenzen und Ressourcen zu gesellschaftlichen Veränderungen beitragen. Oder einfach, indem sie Menschen durch Innovation und Wachstum Beschäftigung und Wohlstand und vielleicht in unruhigen Zeiten auch so etwas wie eine „Heimat“ bieten.

Wie wichtig dies ist, wird aktuell an vielfältigen Initiativen der Wirtschaft deutlich, den Menschen, die vor Krieg und Vertreibung geflüchtet sind, eine Perspektive zu bieten. Ob es uns gelingt, sie in unsere Gesellschaft zu integrieren, hängt entscheidend davon ab, ob sie eine Ausbildung machen können und einen Arbeitsplatz finden. Hier haben Unternehmen eine Schlüsselrolle, und die Fülle an bereits realisierten betrieblichen Integrationsprojekten zeigt, dass viele bereit sind, diese Rolle auszufüllen.

Aber auch in anderen Bereichen leisten Unternehmen ihren Beitrag für das Gemeinwohl. Denken wir nur an die vielen mittelständischen Unternehmen, die sich für Bildung und Ausbildung engagieren, für mehr Teilhabe benachteiligter Menschen oder für gute Bedingungen für Familien. Wir brauchen diese Kultur der Verantwortung, denn sie ist wichtig für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Diese mit Engagement und neuen Ideen mitzugestalten, ist gelebtes Unternehmertum.

Der Reinhard Mohn Preis 2016 soll hierzu wichtige Impulse geben. Denn bei aller globaler Wettbewerbsorientierung sollte auch für die Wirtschaft und das Unternehmen die Forderung Reinhard Mohns ein Leitmotiv bleiben: Menschlichkeit gewinnt!