Liz Mohn, stellevertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung steht in einem weiß-schwarzen Hosenanzug im Foyer der Stiftung.

Menschlichkeit gewinnt

Liz Mohn, die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung, fordert mehr Verantwortung von Unternehmern – und einen kritischen Blick auf die wichtigsten Herausforderungen in unserer Gesellschaft.

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Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat am 14. September 2023 in Berlin ein entschlossenes und gemeinsames Handeln gegen das Erstarken demokratiefeindlicher Kräfte gefordert. Auf der gemeinsamen Veranstaltung der Bertelsmann Stiftung und der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW) hielt der Minister eine Rede zur "Zeitenwende im deutschen Regierungssystem".

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eupinions ist eine unabhängige Plattform für die öffentliche Meinung in der Europäischen Union. Wir erheben, analysieren und kommentieren, was die europäische Öffentlichkeit über aktuelle politische Themen und Megatrends denkt. Dieser kurze Film zeigt, was wir machen, wie wir dabei vorgehen und wo unsere Ergebnisse zu finden sind.

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Die Kommunen in Deutschland haben im vergangenen Jahr einen Überschuss erwirtschaftet. Allerdings bleiben die Städte und Gemeinden abhängig von Konjunktur und Bundespolitik und die regionalen Unterschiede sind groß. Viele Kommunen werden daher Schwierigkeiten haben, die Wende zu mehr Nachhaltigkeit vor Ort umzusetzen.
Unsere Kommunalexpertin Kirsten Witte erläutert die Ergebnisse des aktuellen Kommunalen Finanzreports 2023.

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Die aktuellen Preisträger:innen der NEUEN STIMMEN präsentierten sich am 3. September 2023 dem Publikum eines der ältesten und bedeutendsten klassischen Musikfestivals Deutschlands – des Internationalen Beethovenfests Bonn. Ihr Auftritt ist ein Auftakt für eine engere und größere Zusammenarbeit zwischen dem Liz Mohn Center und dem Beethovenfest.

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Wir leben in einer zerrissenen Welt, die vor großen politischen, wirtschaftlichen, demografischen und ökologischen Herausforderungen steht. Umso wichtiger ist es, Menschen zu verbinden und Brücken der Verständigung über Kulturen und Grenzen hinweg zu bauen.

Das ist das Ziel des 22. Salzburger Trilogs, zu dem Liz Mohn, Initiatorin der Veranstaltung, und Wolfgang Schüssel, ehemaliger Bundeskanzler der Republik Österreich 33 Persönlichkeiten aus 17 Ländern in die Mozartstadt einluden.
Im Mittelpunkt stand die Frage, in welchen Bereichen es vor dem Hintergrund der internationalen Herausforderungen wieder zu mehr sachbezogenem Dialog kommen kann.

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Jugendliche blicken insgesamt deutlich zuversichtlicher in die Zukunft als noch während der Corona-Pandemie. Das gilt aber nicht für alle: Rund ein Viertel der jungen Menschen zwischen 14 und 25 Jahren schätzen ihre Aussichten auf eine Ausbildung momentan schlecht ein.

Clemens Wieland, Experte für berufliche Bildung der Bertelsmann Stiftung, erläutert die Ergebnisse der aktuellen Umfrage "Ausbildungsperspektiven nach Corona" und zeigt Handlungsperspektiven auf.

Infos zum Text

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Von Liz Mohn für change – das Magazin der Bertelsmann Stiftung. Ausgabe 2/2016.

Die Welt ist in Bewegung geraten – wir leben in einer Zeitenwende! So lassen sich wohl am besten die Umwälzungen und Entwicklungen umschreiben. Nicht nur, dass wir von vielen Kriegen und Konflikten betroffen sind, die wir vor Jahren nicht für möglich gehalten hätten. Auch die Ausdehnung der internationalen Handelsbeziehungen wirft neue Fragen nach der Ausgestaltung der Arbeits- und auch Lebensbedingungen von Milliarden von Menschen auf. Dazu stellt die globale und digitale Vernetzung mit all ihren Chancen und Risiken unsere Gesellschaften und Wirtschaftssysteme vor große Herausforderungen und wird die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen verändern. Noch können wir nicht abschätzen, ob und wie viele Arbeitsplätze betroffen sind. Szenarien, die vom Verschwinden der Hälfte der Berufe in den nächsten zehn Jahren ausgehen, sind ein Alarmsignal.

Viele Menschen reagieren auf die Umbrüche mit Unsicherheit und Zukunftsängsten. Das jedoch sind Gefühle, die den Weg für innovative Lösungen und den Blick für Perspektiven verstellen. Wie kann es also gelingen, Zukunft so zu gestalten, dass sie Innovation und Teilhabe und damit Beschäftigung und Wohlstand in einer globalisierten Welt ermöglicht? „Wir müssen mehr Köpfe ans Denken bringen“ – diese Überzeugung meines Mannes Reinhard Mohn ist aktueller denn je. Denn es braucht die Kräfte aller gesellschaftlichen Gruppen, um den gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen zu begegnen. Dazu braucht es Unternehmenskulturen, die durch die Delegation von Verantwortung sowie Mitsprache und Teilhabe an Arbeits-, Kommunikations- und Entscheidungsprozessen Menschen Sinnerfüllung und Eigenverantwortung in der Arbeit ermöglichen. Vor allen Dingen braucht es aber ein gemeinsames Ziel, auf das sich die beteiligten Interessenvertretungen verständigen und mit dem sie sich identifizieren.

Ein verantwortungsvolles Unternehmertum kann und soll einen wirkungsvollen Beitrag leisten, um gesellschaftlichen Fortschritt mitzugestalten. Viele Beispiele zeigen, dass Unternehmer Wirtschaft und Gesellschaft zusammen denken. Entweder mit innovativen Produkten und Dienstleistungen, die Menschen helfen, ihren Alltag besser zu gestalten. Oder indem sie mit ihren spezifischen unternehmerischen Kompetenzen und Ressourcen zu gesellschaftlichen Veränderungen beitragen. Oder einfach, indem sie Menschen durch Innovation und Wachstum Beschäftigung und Wohlstand und vielleicht in unruhigen Zeiten auch so etwas wie eine „Heimat“ bieten.

Wie wichtig dies ist, wird aktuell an vielfältigen Initiativen der Wirtschaft deutlich, den Menschen, die vor Krieg und Vertreibung geflüchtet sind, eine Perspektive zu bieten. Ob es uns gelingt, sie in unsere Gesellschaft zu integrieren, hängt entscheidend davon ab, ob sie eine Ausbildung machen können und einen Arbeitsplatz finden. Hier haben Unternehmen eine Schlüsselrolle, und die Fülle an bereits realisierten betrieblichen Integrationsprojekten zeigt, dass viele bereit sind, diese Rolle auszufüllen.

Aber auch in anderen Bereichen leisten Unternehmen ihren Beitrag für das Gemeinwohl. Denken wir nur an die vielen mittelständischen Unternehmen, die sich für Bildung und Ausbildung engagieren, für mehr Teilhabe benachteiligter Menschen oder für gute Bedingungen für Familien. Wir brauchen diese Kultur der Verantwortung, denn sie ist wichtig für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Diese mit Engagement und neuen Ideen mitzugestalten, ist gelebtes Unternehmertum.

Der Reinhard Mohn Preis 2016 soll hierzu wichtige Impulse geben. Denn bei aller globaler Wettbewerbsorientierung sollte auch für die Wirtschaft und das Unternehmen die Forderung Reinhard Mohns ein Leitmotiv bleiben: Menschlichkeit gewinnt!