Liz Mohn, stellevertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung steht in einem weiß-schwarzen Hosenanzug im Foyer der Stiftung.

Menschlichkeit gewinnt

Liz Mohn, die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung, fordert mehr Verantwortung von Unternehmern – und einen kritischen Blick auf die wichtigsten Herausforderungen in unserer Gesellschaft.

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Ein Blick auf drei dynamische Beispiele demokratischer Reform, sozioökonomischer Entwicklung und erfolgreicher politischer Steuerung aus der Sicht des Transformationsindex der Bertelsmann Stiftung (BTI): die liberianische Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf über Antikorruptionspolitik, der Aktivist Budiman Sudjatmiko über die Reform demokratischer Institutionen in Indonesien und der Ökonom Renato G. Flôres Jr. über den Aufstieg der Mittelschicht in Brasilien.

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Kitas sind zentrale Bildungsorte – doch ihre personelle Ausstattung unterscheidet sich in Deutschland stark. Während die Kitas in einigen Bundesländern einen Großteil des fachlich empfohlenen Personals erreichen, müssen andere mit deutlich zu wenig Fachkräften auskommen. Das hat direkte Folgen für die Bildungs- und Entwicklungschancen von Kindern – vor allem für diejenigen mit zusätzlichem Förderbedarf.

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Heute brauchen wir mehr denn je Netzwerke, auf die wir uns verlassen können. Die JugendCommunity der Bertelsmann Stiftung ist über zwei Jahre hinweg zu einem solchen Netzwerk geworden. Was sich für die Mitglieder verändert hat, seht ihr hier!

Wilfried Uhr, Mitglied des Vorstandes, sprach allen jungen Menschen Mut zu und appellierte daran, sich im Sinne der Demokratie stark zu machen.

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Ab 2028 führt die EU mit dem sogenannten ETS2 einen einheitlichen CO₂-Preis für den Gebäude- und Verkehrssektor ein. Viele Menschen sorgen sich, dass dadurch ihre Heizkosten stark steigen könnten. In diesem Video ordnet unsere Wirtschaftsexpertin Sara Hagemann die Ergebnisse einer neuen Studie ein.

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Leistung muss sich lohnen – und Solidarität ist genauso wichtig. Der Young Economy Tracker der Bertelsmann Stiftung zeigt, wie 16- bis 25-Jährige in Deutschland über Wirtschaft, Gerechtigkeit und ihre Zukunft denken. Im Interview erklärt Sandra Zillinger, Expertin der Bertelsmann Stiftung für Jugend und Wirtschaft, was an den Ergebnissen bemerkenswert ist und welche Impulse sich daraus für Politik, Bildung und Gesellschaft ergeben.

Infos zum Text

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Von Liz Mohn für change – das Magazin der Bertelsmann Stiftung. Ausgabe 2/2016.

Die Welt ist in Bewegung geraten – wir leben in einer Zeitenwende! So lassen sich wohl am besten die Umwälzungen und Entwicklungen umschreiben. Nicht nur, dass wir von vielen Kriegen und Konflikten betroffen sind, die wir vor Jahren nicht für möglich gehalten hätten. Auch die Ausdehnung der internationalen Handelsbeziehungen wirft neue Fragen nach der Ausgestaltung der Arbeits- und auch Lebensbedingungen von Milliarden von Menschen auf. Dazu stellt die globale und digitale Vernetzung mit all ihren Chancen und Risiken unsere Gesellschaften und Wirtschaftssysteme vor große Herausforderungen und wird die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen verändern. Noch können wir nicht abschätzen, ob und wie viele Arbeitsplätze betroffen sind. Szenarien, die vom Verschwinden der Hälfte der Berufe in den nächsten zehn Jahren ausgehen, sind ein Alarmsignal.

Viele Menschen reagieren auf die Umbrüche mit Unsicherheit und Zukunftsängsten. Das jedoch sind Gefühle, die den Weg für innovative Lösungen und den Blick für Perspektiven verstellen. Wie kann es also gelingen, Zukunft so zu gestalten, dass sie Innovation und Teilhabe und damit Beschäftigung und Wohlstand in einer globalisierten Welt ermöglicht? „Wir müssen mehr Köpfe ans Denken bringen“ – diese Überzeugung meines Mannes Reinhard Mohn ist aktueller denn je. Denn es braucht die Kräfte aller gesellschaftlichen Gruppen, um den gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen zu begegnen. Dazu braucht es Unternehmenskulturen, die durch die Delegation von Verantwortung sowie Mitsprache und Teilhabe an Arbeits-, Kommunikations- und Entscheidungsprozessen Menschen Sinnerfüllung und Eigenverantwortung in der Arbeit ermöglichen. Vor allen Dingen braucht es aber ein gemeinsames Ziel, auf das sich die beteiligten Interessenvertretungen verständigen und mit dem sie sich identifizieren.

Ein verantwortungsvolles Unternehmertum kann und soll einen wirkungsvollen Beitrag leisten, um gesellschaftlichen Fortschritt mitzugestalten. Viele Beispiele zeigen, dass Unternehmer Wirtschaft und Gesellschaft zusammen denken. Entweder mit innovativen Produkten und Dienstleistungen, die Menschen helfen, ihren Alltag besser zu gestalten. Oder indem sie mit ihren spezifischen unternehmerischen Kompetenzen und Ressourcen zu gesellschaftlichen Veränderungen beitragen. Oder einfach, indem sie Menschen durch Innovation und Wachstum Beschäftigung und Wohlstand und vielleicht in unruhigen Zeiten auch so etwas wie eine „Heimat“ bieten.

Wie wichtig dies ist, wird aktuell an vielfältigen Initiativen der Wirtschaft deutlich, den Menschen, die vor Krieg und Vertreibung geflüchtet sind, eine Perspektive zu bieten. Ob es uns gelingt, sie in unsere Gesellschaft zu integrieren, hängt entscheidend davon ab, ob sie eine Ausbildung machen können und einen Arbeitsplatz finden. Hier haben Unternehmen eine Schlüsselrolle, und die Fülle an bereits realisierten betrieblichen Integrationsprojekten zeigt, dass viele bereit sind, diese Rolle auszufüllen.

Aber auch in anderen Bereichen leisten Unternehmen ihren Beitrag für das Gemeinwohl. Denken wir nur an die vielen mittelständischen Unternehmen, die sich für Bildung und Ausbildung engagieren, für mehr Teilhabe benachteiligter Menschen oder für gute Bedingungen für Familien. Wir brauchen diese Kultur der Verantwortung, denn sie ist wichtig für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Diese mit Engagement und neuen Ideen mitzugestalten, ist gelebtes Unternehmertum.

Der Reinhard Mohn Preis 2016 soll hierzu wichtige Impulse geben. Denn bei aller globaler Wettbewerbsorientierung sollte auch für die Wirtschaft und das Unternehmen die Forderung Reinhard Mohns ein Leitmotiv bleiben: Menschlichkeit gewinnt!