Liz Mohn, stellevertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung steht in einem weiß-schwarzen Hosenanzug im Foyer der Stiftung.

Menschlichkeit gewinnt

Liz Mohn, die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung, fordert mehr Verantwortung von Unternehmern – und einen kritischen Blick auf die wichtigsten Herausforderungen in unserer Gesellschaft.

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Älter werden – aktiv bleiben

Dr. Johannes Meier, Mitglied des Vorstands der Bertelsmann Stiftung, mahnte in seiner Eröffnungsrede einen gesellschaftlichen Paradigmenwechsel an, hin zu längeren und differenzierteren Tätigkeitsbiographien, mit einem positiven Leitbild des aktiven Alterns und der Mitverantwortung der Generationen.

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Älter werden – aktiv bleiben

Liz Mohn, stellvertretende Vorsitzende der Bertelsmann Stiftung, würdigte die Republik Finnland insbesondere für die gute politische Gesamtsteuerung, das gemeinsame Wirken von Regierung, Gewerkschaften und Arbeitgebern sowie die erfolgreiche Zusammenarbeit aller beteiligten Ministerien bei der Reform.

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Älter werden – aktiv bleiben

Vladimir Špidla, EU-Kommissar für Beschäftigung, soziale Angelegenheiten und Chancengleichheit, lobte in seiner Festrede zur Verleihung des Carl Bertelsmann-Preises 2006 das ausgezeichnete finnische Nationalprogramm für ältere Arbeitnehmer als innovatives Konzept, das beispielhaft sei, weil es die Probleme umfassend und nicht nur von einer Seite angehe.

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Älter werden – aktiv bleiben

Esko Aho, ehemaliger finnischer Ministerpräsident und Präsident der Finnischen Nationalen Stiftung für Forschung und Entwicklung (Sitra), bedankte sich für den Carl Bertelsmann-Preis und würdigte die Rolle der Bertelsmann Stiftung.

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Carl Bertelsmann-Preis 2006

Podcast der Bertelsmann Stiftung zum finnischen Nationalprogramm "Älter werdende Arbeitnehmer", das mit dem Carl Bertelsmann-Preis 2006 ausgezeichnet wurde.

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Carl Bertelsmann-Preis 2006

Im kleinen Saal der Gütersloher Stadthalle diskutierten am 14. September im Rahmen des Carl Bertelsmann-Preises, moderiert von Peter Kloeppel, RTL-Moderator, junge Abgeordnete des Deutschen Bundestages jenseits eingefahrener Diskussionslinien des politischen Tagesgeschäftes.

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LERNKONZEPTE

Der sinnvolle Einsatz digitaler Medien in Lernsettings hängt maßgeblich davon ab, welches Lernkonzept Lehrende verfolgen. Grundsätzlich lässt sich jedes Lernkonzept mit digitalen Medien anreichern. Es gibt jedoch Szenarien, in denen sich die Potentiale digitalen Lernens besser entfalten können, als in anderen. Es geht also nicht allein darum, digitale Medien als zusätzliche Option in den Unterricht zu integrieren. Vielversprechender ist es, das eigene Lernkonzept kritisch zu hinterfragen und zu entwickeln.

Infos zum Text

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Von Liz Mohn für change – das Magazin der Bertelsmann Stiftung. Ausgabe 2/2016.

Die Welt ist in Bewegung geraten – wir leben in einer Zeitenwende! So lassen sich wohl am besten die Umwälzungen und Entwicklungen umschreiben. Nicht nur, dass wir von vielen Kriegen und Konflikten betroffen sind, die wir vor Jahren nicht für möglich gehalten hätten. Auch die Ausdehnung der internationalen Handelsbeziehungen wirft neue Fragen nach der Ausgestaltung der Arbeits- und auch Lebensbedingungen von Milliarden von Menschen auf. Dazu stellt die globale und digitale Vernetzung mit all ihren Chancen und Risiken unsere Gesellschaften und Wirtschaftssysteme vor große Herausforderungen und wird die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen verändern. Noch können wir nicht abschätzen, ob und wie viele Arbeitsplätze betroffen sind. Szenarien, die vom Verschwinden der Hälfte der Berufe in den nächsten zehn Jahren ausgehen, sind ein Alarmsignal.

Viele Menschen reagieren auf die Umbrüche mit Unsicherheit und Zukunftsängsten. Das jedoch sind Gefühle, die den Weg für innovative Lösungen und den Blick für Perspektiven verstellen. Wie kann es also gelingen, Zukunft so zu gestalten, dass sie Innovation und Teilhabe und damit Beschäftigung und Wohlstand in einer globalisierten Welt ermöglicht? „Wir müssen mehr Köpfe ans Denken bringen“ – diese Überzeugung meines Mannes Reinhard Mohn ist aktueller denn je. Denn es braucht die Kräfte aller gesellschaftlichen Gruppen, um den gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen zu begegnen. Dazu braucht es Unternehmenskulturen, die durch die Delegation von Verantwortung sowie Mitsprache und Teilhabe an Arbeits-, Kommunikations- und Entscheidungsprozessen Menschen Sinnerfüllung und Eigenverantwortung in der Arbeit ermöglichen. Vor allen Dingen braucht es aber ein gemeinsames Ziel, auf das sich die beteiligten Interessenvertretungen verständigen und mit dem sie sich identifizieren.

Ein verantwortungsvolles Unternehmertum kann und soll einen wirkungsvollen Beitrag leisten, um gesellschaftlichen Fortschritt mitzugestalten. Viele Beispiele zeigen, dass Unternehmer Wirtschaft und Gesellschaft zusammen denken. Entweder mit innovativen Produkten und Dienstleistungen, die Menschen helfen, ihren Alltag besser zu gestalten. Oder indem sie mit ihren spezifischen unternehmerischen Kompetenzen und Ressourcen zu gesellschaftlichen Veränderungen beitragen. Oder einfach, indem sie Menschen durch Innovation und Wachstum Beschäftigung und Wohlstand und vielleicht in unruhigen Zeiten auch so etwas wie eine „Heimat“ bieten.

Wie wichtig dies ist, wird aktuell an vielfältigen Initiativen der Wirtschaft deutlich, den Menschen, die vor Krieg und Vertreibung geflüchtet sind, eine Perspektive zu bieten. Ob es uns gelingt, sie in unsere Gesellschaft zu integrieren, hängt entscheidend davon ab, ob sie eine Ausbildung machen können und einen Arbeitsplatz finden. Hier haben Unternehmen eine Schlüsselrolle, und die Fülle an bereits realisierten betrieblichen Integrationsprojekten zeigt, dass viele bereit sind, diese Rolle auszufüllen.

Aber auch in anderen Bereichen leisten Unternehmen ihren Beitrag für das Gemeinwohl. Denken wir nur an die vielen mittelständischen Unternehmen, die sich für Bildung und Ausbildung engagieren, für mehr Teilhabe benachteiligter Menschen oder für gute Bedingungen für Familien. Wir brauchen diese Kultur der Verantwortung, denn sie ist wichtig für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Diese mit Engagement und neuen Ideen mitzugestalten, ist gelebtes Unternehmertum.

Der Reinhard Mohn Preis 2016 soll hierzu wichtige Impulse geben. Denn bei aller globaler Wettbewerbsorientierung sollte auch für die Wirtschaft und das Unternehmen die Forderung Reinhard Mohns ein Leitmotiv bleiben: Menschlichkeit gewinnt!