Liz Mohn, stellevertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung steht in einem weiß-schwarzen Hosenanzug im Foyer der Stiftung.

Menschlichkeit gewinnt

Liz Mohn, die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung, fordert mehr Verantwortung von Unternehmern – und einen kritischen Blick auf die wichtigsten Herausforderungen in unserer Gesellschaft.

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Den Monitor Lehrerbildung gibt es seit 2012. Er bietet Zahlen, Daten und Fakten zur ersten Phase der Lehrerausbildung an deutschen Hochschulen. Das Video zeigt, wie die Daten erhoben werden und die Datenbank genutzt werden kann.

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Vortrag

Der litauische Finanzminister Vilius Šapoka hielt im SAFE Policy Center der Goethe-Universität Frankfurt einen Vortrag zum Thema "Geschwindigkeit und Sicherheit im europäischen Finanzsektor: Wie findet man eine Balance?" Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Europaprogramm der Bertelsmann Stiftung und dem litauischen Honorarkonsulat in Hessen statt.

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Bildergalerie der Veranstaltung

Europa steht kurz vor einer "Staffelübergabe": In rund vier Wochen wählen wir ein neues Europaparlament. Doch wie steht es um Europa? Ist die EU Herausforderungen wie Klimawandel, Digitalisierung oder Sicherheitskonflikten gewachsen? Im Dialog mit Expertinnen und unseren Gästen aus dem Publikum haben wir diese und weitere Fragen mit Katarina Barley diskutiert.

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Qualifizierung für Lehrkräfte mit Fluchtgeschichte

Das Programm „Lehrkräfte Plus“ bereitet zugewanderte Lehrkräfte darauf vor, wieder in ihrem Beruf arbeiten zu können. Rufaida Alsayed Mahmoud hat teilgenommen. Für sie war das Programm der Universität Bielefeld ein Wendepunkt in ihrem Leben.

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Die Qualität von Demokratie und Regierungsführung hat sich in vielen europäischen Staaten verschlechtert. Dies zeigen die SGI Ergebnisse deutlich. Welche Staaten sind besonders betroffen und warum? Und was heißt das für die Europawahl? Mit Expertenstatements von Wolfgang Merkel (Direktor für Demokratie und Demokratisierung, Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) und Shada Islam (Direktorin für Europa und Geopolitik, friends of europe).

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Andrea Nahles und Annegret Kramp-Karrenbauer waren am 27. März 2019 die Gäste des ersten "Polittalks aus der Hauptstadt", den wir gemeinsam mit dem Inforadio des rbb und der Süddeutschen Zeitung ins Leben gerufen haben. Trotz vieler Übereinstimmungen der beiden Politikerinnen machte die Diskussion klar, dass die Zukunft von Demokratie und Volksparteien keine leichte wird.

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Projekt-Trailer

Eines steht fest: Musik berührt und bewegt jeden Menschen und kann sogar ganze Organisationen in Bewegung versetzen. Ziel des Projektes MIKA ist es, die musikalischen Interessen von Kindern zu stärken und das große Potenzial der Musik für die unterschiedlichen Bildungsbereiche - ob Sprache, Bewegung oder soziales Miteinander und mehr - zu nutzen und auszubauen.

Infos zum Text

Infos zum Text

Von Liz Mohn für change – das Magazin der Bertelsmann Stiftung. Ausgabe 2/2016.

Die Welt ist in Bewegung geraten – wir leben in einer Zeitenwende! So lassen sich wohl am besten die Umwälzungen und Entwicklungen umschreiben. Nicht nur, dass wir von vielen Kriegen und Konflikten betroffen sind, die wir vor Jahren nicht für möglich gehalten hätten. Auch die Ausdehnung der internationalen Handelsbeziehungen wirft neue Fragen nach der Ausgestaltung der Arbeits- und auch Lebensbedingungen von Milliarden von Menschen auf. Dazu stellt die globale und digitale Vernetzung mit all ihren Chancen und Risiken unsere Gesellschaften und Wirtschaftssysteme vor große Herausforderungen und wird die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen verändern. Noch können wir nicht abschätzen, ob und wie viele Arbeitsplätze betroffen sind. Szenarien, die vom Verschwinden der Hälfte der Berufe in den nächsten zehn Jahren ausgehen, sind ein Alarmsignal.

Viele Menschen reagieren auf die Umbrüche mit Unsicherheit und Zukunftsängsten. Das jedoch sind Gefühle, die den Weg für innovative Lösungen und den Blick für Perspektiven verstellen. Wie kann es also gelingen, Zukunft so zu gestalten, dass sie Innovation und Teilhabe und damit Beschäftigung und Wohlstand in einer globalisierten Welt ermöglicht? „Wir müssen mehr Köpfe ans Denken bringen“ – diese Überzeugung meines Mannes Reinhard Mohn ist aktueller denn je. Denn es braucht die Kräfte aller gesellschaftlichen Gruppen, um den gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen zu begegnen. Dazu braucht es Unternehmenskulturen, die durch die Delegation von Verantwortung sowie Mitsprache und Teilhabe an Arbeits-, Kommunikations- und Entscheidungsprozessen Menschen Sinnerfüllung und Eigenverantwortung in der Arbeit ermöglichen. Vor allen Dingen braucht es aber ein gemeinsames Ziel, auf das sich die beteiligten Interessenvertretungen verständigen und mit dem sie sich identifizieren.

Ein verantwortungsvolles Unternehmertum kann und soll einen wirkungsvollen Beitrag leisten, um gesellschaftlichen Fortschritt mitzugestalten. Viele Beispiele zeigen, dass Unternehmer Wirtschaft und Gesellschaft zusammen denken. Entweder mit innovativen Produkten und Dienstleistungen, die Menschen helfen, ihren Alltag besser zu gestalten. Oder indem sie mit ihren spezifischen unternehmerischen Kompetenzen und Ressourcen zu gesellschaftlichen Veränderungen beitragen. Oder einfach, indem sie Menschen durch Innovation und Wachstum Beschäftigung und Wohlstand und vielleicht in unruhigen Zeiten auch so etwas wie eine „Heimat“ bieten.

Wie wichtig dies ist, wird aktuell an vielfältigen Initiativen der Wirtschaft deutlich, den Menschen, die vor Krieg und Vertreibung geflüchtet sind, eine Perspektive zu bieten. Ob es uns gelingt, sie in unsere Gesellschaft zu integrieren, hängt entscheidend davon ab, ob sie eine Ausbildung machen können und einen Arbeitsplatz finden. Hier haben Unternehmen eine Schlüsselrolle, und die Fülle an bereits realisierten betrieblichen Integrationsprojekten zeigt, dass viele bereit sind, diese Rolle auszufüllen.

Aber auch in anderen Bereichen leisten Unternehmen ihren Beitrag für das Gemeinwohl. Denken wir nur an die vielen mittelständischen Unternehmen, die sich für Bildung und Ausbildung engagieren, für mehr Teilhabe benachteiligter Menschen oder für gute Bedingungen für Familien. Wir brauchen diese Kultur der Verantwortung, denn sie ist wichtig für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Diese mit Engagement und neuen Ideen mitzugestalten, ist gelebtes Unternehmertum.

Der Reinhard Mohn Preis 2016 soll hierzu wichtige Impulse geben. Denn bei aller globaler Wettbewerbsorientierung sollte auch für die Wirtschaft und das Unternehmen die Forderung Reinhard Mohns ein Leitmotiv bleiben: Menschlichkeit gewinnt!