Liz Mohn, stellevertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung steht in einem weiß-schwarzen Hosenanzug im Foyer der Stiftung.

Menschlichkeit gewinnt

Liz Mohn, die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung, fordert mehr Verantwortung von Unternehmern – und einen kritischen Blick auf die wichtigsten Herausforderungen in unserer Gesellschaft.

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Der Film informiert über die generationenübergreifenden, inklusiven Aktivitäten der Mobilen Musikwerkstatt sowie über das Potenzial, das sie für pädagogische Einrichtungen und Prozesse besitzt. Der Film ist bei Einsätzen in Kitas, einer Grundschule und einem Seniorenheim im Oktober 2016 entstanden.

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Abiturienten, Schulabbrecher, Inklusion, Ganztag und Co.: Wie steht's um die Schulsysteme unserer Bundesländer? Unser Vorstand und Bildungsexperte Jörg Dräger fasst zentrale Ergebnisse des "Chancenspiegel 2017" zusammen.

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Wie sieht die Berufswelt von Deutschen und Franzosen künftig aus, welche Erwartungen haben sie daran und was kann die Politik tun, um die richtigen Weichen zu stellen? Darüber diskutierten wir am 21. Februar in Berlin unter anderem mit den deutschen und französischen Arbeitsministerinnen Andrea Nahles und Myriam El Khomri sowie mit Reiner Hoffmann, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB).

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Was verstehen die Deutschen und Franzosen unter "Arbeiten 4.0"? Wie sieht ihre Berufswelt künftig aus und welche Erwartungen haben sie daran? Wir haben uns am Rande der deutsch-französischen Jobmesse "Connecti" in Berlin umgehört.

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World leaders are gathering in New York for the General Assembly at the United Nations in September 2016 – one year after committing to the historic Sustainable Development Goals (SDGs). The SDG Index by the Bertelsmann Stiftung and the SDSN measures progress towards the goals and shows best practices across countries. Sam George (Bertelsmann Foundation) interviews Jeffrey Sachs (Director, SDSN), Aart De Geus (Chairman and CEO, Bertelsmann Stiftung) and Christian Kroll (Scientific Director of SDG Index jointly with Guido Schmidt-Traub, SDSN) during the launch of the SDG Index in New York.

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Die Digitalisierung ist ein Megatrend unserer Zeit und verändert unsere Arbeitswelt grundlegend. Welche Chancen und Herausforderungen stecken in Arbeiten 4.0 und wie entwickeln sich unsere Berufe in Zukunft? Um diese Fragen drehte sich unser vierter Deutsch-Französischer Dialog am 21. Februar in Berlin.

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Was bringt immer mehr Menschen dazu, ihre Heimat zu verlassen? Wie lassen sich die Fluchtursachen wirkungsvoll bekämpfen? Was müssen wir tun, um Flüchtlinge in Europa gut zu integrieren? Ausgewählte Autoren unsres Sammelbands "Escaping the Escape - Wege aus der Flucht" geben Antworten.

Infos zum Text

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Von Liz Mohn für change – das Magazin der Bertelsmann Stiftung. Ausgabe 2/2016.

Die Welt ist in Bewegung geraten – wir leben in einer Zeitenwende! So lassen sich wohl am besten die Umwälzungen und Entwicklungen umschreiben. Nicht nur, dass wir von vielen Kriegen und Konflikten betroffen sind, die wir vor Jahren nicht für möglich gehalten hätten. Auch die Ausdehnung der internationalen Handelsbeziehungen wirft neue Fragen nach der Ausgestaltung der Arbeits- und auch Lebensbedingungen von Milliarden von Menschen auf. Dazu stellt die globale und digitale Vernetzung mit all ihren Chancen und Risiken unsere Gesellschaften und Wirtschaftssysteme vor große Herausforderungen und wird die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen verändern. Noch können wir nicht abschätzen, ob und wie viele Arbeitsplätze betroffen sind. Szenarien, die vom Verschwinden der Hälfte der Berufe in den nächsten zehn Jahren ausgehen, sind ein Alarmsignal.

Viele Menschen reagieren auf die Umbrüche mit Unsicherheit und Zukunftsängsten. Das jedoch sind Gefühle, die den Weg für innovative Lösungen und den Blick für Perspektiven verstellen. Wie kann es also gelingen, Zukunft so zu gestalten, dass sie Innovation und Teilhabe und damit Beschäftigung und Wohlstand in einer globalisierten Welt ermöglicht? „Wir müssen mehr Köpfe ans Denken bringen“ – diese Überzeugung meines Mannes Reinhard Mohn ist aktueller denn je. Denn es braucht die Kräfte aller gesellschaftlichen Gruppen, um den gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen zu begegnen. Dazu braucht es Unternehmenskulturen, die durch die Delegation von Verantwortung sowie Mitsprache und Teilhabe an Arbeits-, Kommunikations- und Entscheidungsprozessen Menschen Sinnerfüllung und Eigenverantwortung in der Arbeit ermöglichen. Vor allen Dingen braucht es aber ein gemeinsames Ziel, auf das sich die beteiligten Interessenvertretungen verständigen und mit dem sie sich identifizieren.

Ein verantwortungsvolles Unternehmertum kann und soll einen wirkungsvollen Beitrag leisten, um gesellschaftlichen Fortschritt mitzugestalten. Viele Beispiele zeigen, dass Unternehmer Wirtschaft und Gesellschaft zusammen denken. Entweder mit innovativen Produkten und Dienstleistungen, die Menschen helfen, ihren Alltag besser zu gestalten. Oder indem sie mit ihren spezifischen unternehmerischen Kompetenzen und Ressourcen zu gesellschaftlichen Veränderungen beitragen. Oder einfach, indem sie Menschen durch Innovation und Wachstum Beschäftigung und Wohlstand und vielleicht in unruhigen Zeiten auch so etwas wie eine „Heimat“ bieten.

Wie wichtig dies ist, wird aktuell an vielfältigen Initiativen der Wirtschaft deutlich, den Menschen, die vor Krieg und Vertreibung geflüchtet sind, eine Perspektive zu bieten. Ob es uns gelingt, sie in unsere Gesellschaft zu integrieren, hängt entscheidend davon ab, ob sie eine Ausbildung machen können und einen Arbeitsplatz finden. Hier haben Unternehmen eine Schlüsselrolle, und die Fülle an bereits realisierten betrieblichen Integrationsprojekten zeigt, dass viele bereit sind, diese Rolle auszufüllen.

Aber auch in anderen Bereichen leisten Unternehmen ihren Beitrag für das Gemeinwohl. Denken wir nur an die vielen mittelständischen Unternehmen, die sich für Bildung und Ausbildung engagieren, für mehr Teilhabe benachteiligter Menschen oder für gute Bedingungen für Familien. Wir brauchen diese Kultur der Verantwortung, denn sie ist wichtig für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Diese mit Engagement und neuen Ideen mitzugestalten, ist gelebtes Unternehmertum.

Der Reinhard Mohn Preis 2016 soll hierzu wichtige Impulse geben. Denn bei aller globaler Wettbewerbsorientierung sollte auch für die Wirtschaft und das Unternehmen die Forderung Reinhard Mohns ein Leitmotiv bleiben: Menschlichkeit gewinnt!