Liz Mohn, stellevertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung steht in einem weiß-schwarzen Hosenanzug im Foyer der Stiftung.

Menschlichkeit gewinnt

Liz Mohn, die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung, fordert mehr Verantwortung von Unternehmern – und einen kritischen Blick auf die wichtigsten Herausforderungen in unserer Gesellschaft.

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Drei Fragen an ...

Referentin im Team "Gesundheit und Pflege" im Verbraucherzentrale Bundesverband.

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Drei Fragen an ...

Prof. Dr. Friedrich Köhler, Leiter des Zentrums für kardiovaskuläre Telemedizin an der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Forschungsprojekts "Gesundheitsregion der Zukunft Nordbrandenburg – Fontane".

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Drei Fragen an ...

Prof. Dr. Elske Ammenwerth, Leiterin des Instituts für Medizinische Informatik der UMIT – Private Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik GmbH in Hall, Tirol.

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Conference

The European Single Market is unique in the modern world of trade. With its 28 member states and an internal GDP of nearly 18 billion USD it represents the single biggest free trading zone in the world, ahead of both the USA and China.

To discuss the possibilities and challenges of tapping into this market's vast potential for Europe, the Bertelsmann Stiftung, together with the European Commission organised a conference on the topic on 2 July 2015 in Brussels.

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Alle Kids sind VIPs

Prominenter Besuch beim Projekt "Gesichter meiner Stadt" in Osnabrück: Moderatorin und Model Rebecca Mir traf am 25. April 2015 als Botschafterin des Jugendintegrationswettbewerbs "Alle Kids sind VIPs" junge Projektmacher und besichtigte ihre Ausstellung im "Coffee Perfect".

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Wie lebt es sich in der vernetzten Stadt?

Das Wissenschaftsjahr 2015 steht im Zeichen der Zukunftsstadt. Wie kann man eine solche Zukunftsstadt gestalten? In zahlreichen Formaten wird diese Frage diskutiert: hier im "Dialog an Deck" der MS Wissenschaft.

Camera

Bildergalerie

Analyse von mehr als 10.000 Zahnarztbewertungen: Hohe Gesamtzufriedenheit, aber Verbesserungsmöglichkeiten bei Kostentransparenz und Kommunikation

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Video

Der renommierte indische Autor Pankaj Mishra war am 20. Mai 2015 auf Einladung der Bertelsmann Stiftung in Berlin zu Gast. Hier sprach er auf dem Dach der Repräsentanz der Bertelsmann Stiftung mit Murali Nair, Projektmanager im Programm "Deutschland und Asien" über den Aufstieg Asiens und die damit verbundenen Herausforderungen.

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Der renommierte indische Autor Pankaj Mishra hielt am 20. Mai 2015 in der Repräsentanz der Bertelsmann Stiftung in Berlin einen Vortrag zum Thema "How Asia's Rise is Changing the West and What it Means for Germany".

Infos zum Text

Infos zum Text

Von Liz Mohn für change – das Magazin der Bertelsmann Stiftung. Ausgabe 2/2016.

Die Welt ist in Bewegung geraten – wir leben in einer Zeitenwende! So lassen sich wohl am besten die Umwälzungen und Entwicklungen umschreiben. Nicht nur, dass wir von vielen Kriegen und Konflikten betroffen sind, die wir vor Jahren nicht für möglich gehalten hätten. Auch die Ausdehnung der internationalen Handelsbeziehungen wirft neue Fragen nach der Ausgestaltung der Arbeits- und auch Lebensbedingungen von Milliarden von Menschen auf. Dazu stellt die globale und digitale Vernetzung mit all ihren Chancen und Risiken unsere Gesellschaften und Wirtschaftssysteme vor große Herausforderungen und wird die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen verändern. Noch können wir nicht abschätzen, ob und wie viele Arbeitsplätze betroffen sind. Szenarien, die vom Verschwinden der Hälfte der Berufe in den nächsten zehn Jahren ausgehen, sind ein Alarmsignal.

Viele Menschen reagieren auf die Umbrüche mit Unsicherheit und Zukunftsängsten. Das jedoch sind Gefühle, die den Weg für innovative Lösungen und den Blick für Perspektiven verstellen. Wie kann es also gelingen, Zukunft so zu gestalten, dass sie Innovation und Teilhabe und damit Beschäftigung und Wohlstand in einer globalisierten Welt ermöglicht? „Wir müssen mehr Köpfe ans Denken bringen“ – diese Überzeugung meines Mannes Reinhard Mohn ist aktueller denn je. Denn es braucht die Kräfte aller gesellschaftlichen Gruppen, um den gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen zu begegnen. Dazu braucht es Unternehmenskulturen, die durch die Delegation von Verantwortung sowie Mitsprache und Teilhabe an Arbeits-, Kommunikations- und Entscheidungsprozessen Menschen Sinnerfüllung und Eigenverantwortung in der Arbeit ermöglichen. Vor allen Dingen braucht es aber ein gemeinsames Ziel, auf das sich die beteiligten Interessenvertretungen verständigen und mit dem sie sich identifizieren.

Ein verantwortungsvolles Unternehmertum kann und soll einen wirkungsvollen Beitrag leisten, um gesellschaftlichen Fortschritt mitzugestalten. Viele Beispiele zeigen, dass Unternehmer Wirtschaft und Gesellschaft zusammen denken. Entweder mit innovativen Produkten und Dienstleistungen, die Menschen helfen, ihren Alltag besser zu gestalten. Oder indem sie mit ihren spezifischen unternehmerischen Kompetenzen und Ressourcen zu gesellschaftlichen Veränderungen beitragen. Oder einfach, indem sie Menschen durch Innovation und Wachstum Beschäftigung und Wohlstand und vielleicht in unruhigen Zeiten auch so etwas wie eine „Heimat“ bieten.

Wie wichtig dies ist, wird aktuell an vielfältigen Initiativen der Wirtschaft deutlich, den Menschen, die vor Krieg und Vertreibung geflüchtet sind, eine Perspektive zu bieten. Ob es uns gelingt, sie in unsere Gesellschaft zu integrieren, hängt entscheidend davon ab, ob sie eine Ausbildung machen können und einen Arbeitsplatz finden. Hier haben Unternehmen eine Schlüsselrolle, und die Fülle an bereits realisierten betrieblichen Integrationsprojekten zeigt, dass viele bereit sind, diese Rolle auszufüllen.

Aber auch in anderen Bereichen leisten Unternehmen ihren Beitrag für das Gemeinwohl. Denken wir nur an die vielen mittelständischen Unternehmen, die sich für Bildung und Ausbildung engagieren, für mehr Teilhabe benachteiligter Menschen oder für gute Bedingungen für Familien. Wir brauchen diese Kultur der Verantwortung, denn sie ist wichtig für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Diese mit Engagement und neuen Ideen mitzugestalten, ist gelebtes Unternehmertum.

Der Reinhard Mohn Preis 2016 soll hierzu wichtige Impulse geben. Denn bei aller globaler Wettbewerbsorientierung sollte auch für die Wirtschaft und das Unternehmen die Forderung Reinhard Mohns ein Leitmotiv bleiben: Menschlichkeit gewinnt!