Liz Mohn, stellevertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung steht in einem weiß-schwarzen Hosenanzug im Foyer der Stiftung.

Menschlichkeit gewinnt

Liz Mohn, die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung, fordert mehr Verantwortung von Unternehmern – und einen kritischen Blick auf die wichtigsten Herausforderungen in unserer Gesellschaft.

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Infografik

Wie kommen Schüler künftig zur Schule? Wie sieht der Unterricht der Zukunft aus? Und in welcher Arbeitswelt üben die Eltern bald ihren Beruf aus? Infografik zu zwei Studien vom 11.4.2017.

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Österreich setzt bei der Digitalisierung in vielerlei Hinsicht Maßstäbe. Die Hauptstadt Wien gilt als eine der Vorreiterstädte in Europa. Die Bürgerinnen und Bürger Wiens werden in den Digitalisierungsprozess und in die Stadtplanung einbezogen.

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40 Jahre Bertelsmann Stiftung

Unser CSR-Experte Jakob Christof Kunzlmann verrät anlässlich unseres 40-jährigen Jubiläums, wie die Bertelsmann Stiftung Wirtschaft und Gesellschaft zusammendenkt.

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40 Jahre Bertelsmann Stiftung

Unser Bildungsexperte Dirk Zorn verrät anlässlich unseres 40-jährigen Jubiläums, in welcher Rolle die Stiftung in seinem Bereich auftritt.

O-Ton

Das Ergebnis der Landtagswahl in NRW war nicht nur ein Machtwechsel. Die Abstimmung im bevölkerungsreichsten deutschen Bundesland brachte auch eine überraschende Erkenntnis mit sich, wie unser Demokratie-Experte Robert Vehrkamp berichtet.

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Ziad Majed is the author of the Syria chapter in a publication "Escaping the Escape – Towards solutions to the humanitarian migration crisis" (Bertelsmann Stiftung, 2017). In this interview, he explains the root causes of flight and migration in/from Syria and makes proposals how to best deal with these causes.

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Zakariya El Zaidy is the author of the Libya chapter in a publication "Escaping the Escape – Towards solutions to the humanitarian migration crisis" (Bertelsmann Stiftung, 2017). In this interview, he explains the root causes of flight and migration in/from Libya and makes proposals how to best deal with these causes.

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Mariam Safi is the author of the Afghanistan chapter in a publication "Escaping the Escape – Towards solutions to the humanitarian migration crisis" (Bertelsmann Stiftung, 2017). In this interview, she explains the root causes of flight and migration in/from Afghanistan and makes proposals how to best deal with these causes.

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Shola Omotola is the author of the Nigeria chapter in a publication "Escaping the Escape – Towards solutions to the humanitarian migration crisis" (Bertelsmann Stiftung, 2017). In this interview, he explains the root causes of flight and migration in/from Nigeria and makes proposals how to best deal with these causes.

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Abdulkader S. Mohammad is the author of the Eritrea chapter in a publication "Escaping the Escape – Towards solutions to the humanitarian migration crisis" (Bertelsmann Stiftung, 2017). In this interview, he explains the root causes of flight and migration in/from Eritrea and makes proposals how to best deal with these causes.

Infos zum Text

Infos zum Text

Von Liz Mohn für change – das Magazin der Bertelsmann Stiftung. Ausgabe 2/2016.

Die Welt ist in Bewegung geraten – wir leben in einer Zeitenwende! So lassen sich wohl am besten die Umwälzungen und Entwicklungen umschreiben. Nicht nur, dass wir von vielen Kriegen und Konflikten betroffen sind, die wir vor Jahren nicht für möglich gehalten hätten. Auch die Ausdehnung der internationalen Handelsbeziehungen wirft neue Fragen nach der Ausgestaltung der Arbeits- und auch Lebensbedingungen von Milliarden von Menschen auf. Dazu stellt die globale und digitale Vernetzung mit all ihren Chancen und Risiken unsere Gesellschaften und Wirtschaftssysteme vor große Herausforderungen und wird die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen verändern. Noch können wir nicht abschätzen, ob und wie viele Arbeitsplätze betroffen sind. Szenarien, die vom Verschwinden der Hälfte der Berufe in den nächsten zehn Jahren ausgehen, sind ein Alarmsignal.

Viele Menschen reagieren auf die Umbrüche mit Unsicherheit und Zukunftsängsten. Das jedoch sind Gefühle, die den Weg für innovative Lösungen und den Blick für Perspektiven verstellen. Wie kann es also gelingen, Zukunft so zu gestalten, dass sie Innovation und Teilhabe und damit Beschäftigung und Wohlstand in einer globalisierten Welt ermöglicht? „Wir müssen mehr Köpfe ans Denken bringen“ – diese Überzeugung meines Mannes Reinhard Mohn ist aktueller denn je. Denn es braucht die Kräfte aller gesellschaftlichen Gruppen, um den gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen zu begegnen. Dazu braucht es Unternehmenskulturen, die durch die Delegation von Verantwortung sowie Mitsprache und Teilhabe an Arbeits-, Kommunikations- und Entscheidungsprozessen Menschen Sinnerfüllung und Eigenverantwortung in der Arbeit ermöglichen. Vor allen Dingen braucht es aber ein gemeinsames Ziel, auf das sich die beteiligten Interessenvertretungen verständigen und mit dem sie sich identifizieren.

Ein verantwortungsvolles Unternehmertum kann und soll einen wirkungsvollen Beitrag leisten, um gesellschaftlichen Fortschritt mitzugestalten. Viele Beispiele zeigen, dass Unternehmer Wirtschaft und Gesellschaft zusammen denken. Entweder mit innovativen Produkten und Dienstleistungen, die Menschen helfen, ihren Alltag besser zu gestalten. Oder indem sie mit ihren spezifischen unternehmerischen Kompetenzen und Ressourcen zu gesellschaftlichen Veränderungen beitragen. Oder einfach, indem sie Menschen durch Innovation und Wachstum Beschäftigung und Wohlstand und vielleicht in unruhigen Zeiten auch so etwas wie eine „Heimat“ bieten.

Wie wichtig dies ist, wird aktuell an vielfältigen Initiativen der Wirtschaft deutlich, den Menschen, die vor Krieg und Vertreibung geflüchtet sind, eine Perspektive zu bieten. Ob es uns gelingt, sie in unsere Gesellschaft zu integrieren, hängt entscheidend davon ab, ob sie eine Ausbildung machen können und einen Arbeitsplatz finden. Hier haben Unternehmen eine Schlüsselrolle, und die Fülle an bereits realisierten betrieblichen Integrationsprojekten zeigt, dass viele bereit sind, diese Rolle auszufüllen.

Aber auch in anderen Bereichen leisten Unternehmen ihren Beitrag für das Gemeinwohl. Denken wir nur an die vielen mittelständischen Unternehmen, die sich für Bildung und Ausbildung engagieren, für mehr Teilhabe benachteiligter Menschen oder für gute Bedingungen für Familien. Wir brauchen diese Kultur der Verantwortung, denn sie ist wichtig für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Diese mit Engagement und neuen Ideen mitzugestalten, ist gelebtes Unternehmertum.

Der Reinhard Mohn Preis 2016 soll hierzu wichtige Impulse geben. Denn bei aller globaler Wettbewerbsorientierung sollte auch für die Wirtschaft und das Unternehmen die Forderung Reinhard Mohns ein Leitmotiv bleiben: Menschlichkeit gewinnt!