Liz Mohn, stellevertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung steht in einem weiß-schwarzen Hosenanzug im Foyer der Stiftung.

Menschlichkeit gewinnt

Liz Mohn, die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung, fordert mehr Verantwortung von Unternehmern – und einen kritischen Blick auf die wichtigsten Herausforderungen in unserer Gesellschaft.

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Christian Ude, ehemaliger Münchner Oberbürgermeister, hielt auf der zweiten Tagung der "Allianz Vielfältige Demokratie" der Bertelsmann Stiftung am 24. November 2016 in Berlin die Dinner Speech. Auf humorige Art und Weise schilderte er im Zusammenspiel mit Christiane Boschin-Heinz von der Stadt Paderborn seine langjährigen Erfahrungen über den Dialog zwischen Politik und Bürgern.

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Auf humorige Art und Weise schilderte Herr Ude, ehemaliger Münchner Oberbürgermeister, seine langjährigen Erfahrungen über den Dialog zwischen Politik und Bürgern.

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Internationaler Terrorismus, drohender Grexit oder die Flüchtlingsfrage: Weltweit stehen Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft vor komplexen Herausforderungen. Die Frage, welche Führungskräfte zukünftig benötigt werden, um sie erfolgreich zu bewältigen, stand im Mittelpunkt des 14. Salzburger Trilogs am 6. und 7. August 2015.

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Für das Magazin "change" trafen wir Menschen in ganz Deutschland, die Europa prägen – und die Europa prägt. Ohne die EU wäre ihr Leben ganz anders verlaufen. Und sie alle stellen sich jetzt die Fragen: Warum steckt Europa in der Krise? Wie kann man aus dieser Krise gestärkt hervorgehen? Wie kann man Menschen motivieren, sich wieder für die EU zu engagieren, um nicht in nationales Denken abzudriften? Und wie wird Europa unser Leben auch in Zukunft prägen?

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Der Film gibt einen Überblick über die Ziele und die innovative Zusammenarbeit der Partner im Vision Europe Summit. Zudem zeigt er Impressionen und Stimmen von der zweiten Vision Europe Summit Konferenz in Lissabon.

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100 Teilnehmende, 17 Sessions, 1 Ziel: Junge Geflüchtete zwischen 16 und 27 Jahren beim Ankommen in Deutschland unterstützen. Engagierte aus ganz Nordrhein-Westfalen trafen sich in Düsseldorf, diskutierten, teilten Wissen und verabredeten Kooperationen. Eine Veranstaltung von Stiftung Bürgermut und Bertelsmann Stiftung.

Infos zum Text

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Von Liz Mohn für change – das Magazin der Bertelsmann Stiftung. Ausgabe 2/2016.

Die Welt ist in Bewegung geraten – wir leben in einer Zeitenwende! So lassen sich wohl am besten die Umwälzungen und Entwicklungen umschreiben. Nicht nur, dass wir von vielen Kriegen und Konflikten betroffen sind, die wir vor Jahren nicht für möglich gehalten hätten. Auch die Ausdehnung der internationalen Handelsbeziehungen wirft neue Fragen nach der Ausgestaltung der Arbeits- und auch Lebensbedingungen von Milliarden von Menschen auf. Dazu stellt die globale und digitale Vernetzung mit all ihren Chancen und Risiken unsere Gesellschaften und Wirtschaftssysteme vor große Herausforderungen und wird die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen verändern. Noch können wir nicht abschätzen, ob und wie viele Arbeitsplätze betroffen sind. Szenarien, die vom Verschwinden der Hälfte der Berufe in den nächsten zehn Jahren ausgehen, sind ein Alarmsignal.

Viele Menschen reagieren auf die Umbrüche mit Unsicherheit und Zukunftsängsten. Das jedoch sind Gefühle, die den Weg für innovative Lösungen und den Blick für Perspektiven verstellen. Wie kann es also gelingen, Zukunft so zu gestalten, dass sie Innovation und Teilhabe und damit Beschäftigung und Wohlstand in einer globalisierten Welt ermöglicht? „Wir müssen mehr Köpfe ans Denken bringen“ – diese Überzeugung meines Mannes Reinhard Mohn ist aktueller denn je. Denn es braucht die Kräfte aller gesellschaftlichen Gruppen, um den gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen zu begegnen. Dazu braucht es Unternehmenskulturen, die durch die Delegation von Verantwortung sowie Mitsprache und Teilhabe an Arbeits-, Kommunikations- und Entscheidungsprozessen Menschen Sinnerfüllung und Eigenverantwortung in der Arbeit ermöglichen. Vor allen Dingen braucht es aber ein gemeinsames Ziel, auf das sich die beteiligten Interessenvertretungen verständigen und mit dem sie sich identifizieren.

Ein verantwortungsvolles Unternehmertum kann und soll einen wirkungsvollen Beitrag leisten, um gesellschaftlichen Fortschritt mitzugestalten. Viele Beispiele zeigen, dass Unternehmer Wirtschaft und Gesellschaft zusammen denken. Entweder mit innovativen Produkten und Dienstleistungen, die Menschen helfen, ihren Alltag besser zu gestalten. Oder indem sie mit ihren spezifischen unternehmerischen Kompetenzen und Ressourcen zu gesellschaftlichen Veränderungen beitragen. Oder einfach, indem sie Menschen durch Innovation und Wachstum Beschäftigung und Wohlstand und vielleicht in unruhigen Zeiten auch so etwas wie eine „Heimat“ bieten.

Wie wichtig dies ist, wird aktuell an vielfältigen Initiativen der Wirtschaft deutlich, den Menschen, die vor Krieg und Vertreibung geflüchtet sind, eine Perspektive zu bieten. Ob es uns gelingt, sie in unsere Gesellschaft zu integrieren, hängt entscheidend davon ab, ob sie eine Ausbildung machen können und einen Arbeitsplatz finden. Hier haben Unternehmen eine Schlüsselrolle, und die Fülle an bereits realisierten betrieblichen Integrationsprojekten zeigt, dass viele bereit sind, diese Rolle auszufüllen.

Aber auch in anderen Bereichen leisten Unternehmen ihren Beitrag für das Gemeinwohl. Denken wir nur an die vielen mittelständischen Unternehmen, die sich für Bildung und Ausbildung engagieren, für mehr Teilhabe benachteiligter Menschen oder für gute Bedingungen für Familien. Wir brauchen diese Kultur der Verantwortung, denn sie ist wichtig für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Diese mit Engagement und neuen Ideen mitzugestalten, ist gelebtes Unternehmertum.

Der Reinhard Mohn Preis 2016 soll hierzu wichtige Impulse geben. Denn bei aller globaler Wettbewerbsorientierung sollte auch für die Wirtschaft und das Unternehmen die Forderung Reinhard Mohns ein Leitmotiv bleiben: Menschlichkeit gewinnt!