Liz Mohn, stellevertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung steht in einem weiß-schwarzen Hosenanzug im Foyer der Stiftung.

Menschlichkeit gewinnt

Liz Mohn, die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung, fordert mehr Verantwortung von Unternehmern – und einen kritischen Blick auf die wichtigsten Herausforderungen in unserer Gesellschaft.

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Interview

Singen und aktives Musizieren ist von kultur- und gemeinschaftsstiftendem Wert. Das Projekt "MIKA - Musik im Kita-Alltag" setzt sich deshalb für eine ganz besondere und selbstverständliche Rolle der Musik in KiTas ein. Allerdings haben pädagogische Fachkräfte wenig Zeit und oft Scheu vor dem Musizieren mit Kindern. Das MIKA-Konzept wirkt dem entgegen.

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Video

Singen und aktives Musizieren ist von kultur- und gemeinschaftsstiftendem Wert. Das Projekt "MIKA - Musik um KiTa-Alltag" setzt sich deshalb für eine ganz besondere und selbstverständliche Rolle der Musik in KiTas ein. Der Kurzfilm zeigt Eindrücke einer Weiterbildung für pädagogische Fachkräfte.

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Dokumentation

Aufzeichnung der Veranstaltung "Open Educational Ressources (OER) in Hochschule und Weiterbildung", die am 04. Mai 2015 in Berlin stattfand.

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Jahresbilanz

2014 haben wir rund 78 Millionen Euro für gemeinnützige Projekte ausgegeben. Zukünftig wird sich die Stiftung verstärkt an den weltweiten Megatrends soziale Ungleichheit, Digitalisierung, demographischer Wandel und Globalisierung orientieren.

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Animation

Chancen und Wohlergehen von Kindern sollten im Mittelpunkt der (Familien-)Politik stehen. Warum ein solcher Paradigmenwechsel in der Familienpolitik notwendig ist und wie die Vision einer kindorientierten Familienpolitik aussieht, zeigt der Film in wenigen Minuten.

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In Deutschland sind 19,7 Prozent aller Kinder armutsgefährdet. Bei diesen 2,1 Millionen Kindern zeigen sich in zahlreichen Situationen deutliche Unterschiede zu Kindern, die in gesicherten Lebensverhältnissen leben, wie eine repräsentative Umfrage des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ergab. Ergänzt werden die Ergebnisse durch vertiefende Interviews, die Armutsforscherinnen der Universität Frankfurt mit Eltern und Fachkräften geführt haben. Demnach kann das staatliche Unterstützungssystem Armut nur unzureichend auffangen.

Camera

Bildergalerie

Wie kann Migration gerecht gestaltet werden? Diese Frage stand beim Reinhard Mohn Symposium am 6. Mai in Berlin im Zentrum. Weltweit führende Experten, hochrangige Regierungsmitglieder und Unternehmer, Vertreter der Zivilgesellschaft und von internationalen Organisationen kamen zur Diskussion zusammen.

Camera

Infografik

Der Rahmen für faire Migration ist in den Herkunftsländern eine kohärente Entwicklungsstrategie, die Auswanderer schützt. In Deutschland braucht es eine kohärente Einwanderungsstrategie, an der Sozialpartner und Zivilgesellschaft mitwirken.

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Video

Der globale Wettbewerb um Fachkräfte ist in vollem Gange. Die damit verbundene Migration eröffnet große Möglichkeiten für Herkunftsländer, Einwanderungsländer und Zuwanderer - wenn sie fair gestaltet wird. Unser Film führt in die Chancen und Herausforderungen von Migration ein.

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Interview

In Folge des demographischen Wandels werden einige Städte und Gemeinden wachsen, andere dagegen schrumpfen. Beide stehen vor der Herausforderung, diese Veränderungen zu gestalten. Insbesondere stellt sich die Frage, wie der Erhalt und der Betrieb der kommunalen Infrastruktur gelingen können. Carsten Große Starmann, Senior Project Manager von "Kommunen gestalten den demographischen Wandel" der Bertelsmann Stiftung, dazu im Interview.

Infos zum Text

Infos zum Text

Von Liz Mohn für change – das Magazin der Bertelsmann Stiftung. Ausgabe 2/2016.

Die Welt ist in Bewegung geraten – wir leben in einer Zeitenwende! So lassen sich wohl am besten die Umwälzungen und Entwicklungen umschreiben. Nicht nur, dass wir von vielen Kriegen und Konflikten betroffen sind, die wir vor Jahren nicht für möglich gehalten hätten. Auch die Ausdehnung der internationalen Handelsbeziehungen wirft neue Fragen nach der Ausgestaltung der Arbeits- und auch Lebensbedingungen von Milliarden von Menschen auf. Dazu stellt die globale und digitale Vernetzung mit all ihren Chancen und Risiken unsere Gesellschaften und Wirtschaftssysteme vor große Herausforderungen und wird die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen verändern. Noch können wir nicht abschätzen, ob und wie viele Arbeitsplätze betroffen sind. Szenarien, die vom Verschwinden der Hälfte der Berufe in den nächsten zehn Jahren ausgehen, sind ein Alarmsignal.

Viele Menschen reagieren auf die Umbrüche mit Unsicherheit und Zukunftsängsten. Das jedoch sind Gefühle, die den Weg für innovative Lösungen und den Blick für Perspektiven verstellen. Wie kann es also gelingen, Zukunft so zu gestalten, dass sie Innovation und Teilhabe und damit Beschäftigung und Wohlstand in einer globalisierten Welt ermöglicht? „Wir müssen mehr Köpfe ans Denken bringen“ – diese Überzeugung meines Mannes Reinhard Mohn ist aktueller denn je. Denn es braucht die Kräfte aller gesellschaftlichen Gruppen, um den gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen zu begegnen. Dazu braucht es Unternehmenskulturen, die durch die Delegation von Verantwortung sowie Mitsprache und Teilhabe an Arbeits-, Kommunikations- und Entscheidungsprozessen Menschen Sinnerfüllung und Eigenverantwortung in der Arbeit ermöglichen. Vor allen Dingen braucht es aber ein gemeinsames Ziel, auf das sich die beteiligten Interessenvertretungen verständigen und mit dem sie sich identifizieren.

Ein verantwortungsvolles Unternehmertum kann und soll einen wirkungsvollen Beitrag leisten, um gesellschaftlichen Fortschritt mitzugestalten. Viele Beispiele zeigen, dass Unternehmer Wirtschaft und Gesellschaft zusammen denken. Entweder mit innovativen Produkten und Dienstleistungen, die Menschen helfen, ihren Alltag besser zu gestalten. Oder indem sie mit ihren spezifischen unternehmerischen Kompetenzen und Ressourcen zu gesellschaftlichen Veränderungen beitragen. Oder einfach, indem sie Menschen durch Innovation und Wachstum Beschäftigung und Wohlstand und vielleicht in unruhigen Zeiten auch so etwas wie eine „Heimat“ bieten.

Wie wichtig dies ist, wird aktuell an vielfältigen Initiativen der Wirtschaft deutlich, den Menschen, die vor Krieg und Vertreibung geflüchtet sind, eine Perspektive zu bieten. Ob es uns gelingt, sie in unsere Gesellschaft zu integrieren, hängt entscheidend davon ab, ob sie eine Ausbildung machen können und einen Arbeitsplatz finden. Hier haben Unternehmen eine Schlüsselrolle, und die Fülle an bereits realisierten betrieblichen Integrationsprojekten zeigt, dass viele bereit sind, diese Rolle auszufüllen.

Aber auch in anderen Bereichen leisten Unternehmen ihren Beitrag für das Gemeinwohl. Denken wir nur an die vielen mittelständischen Unternehmen, die sich für Bildung und Ausbildung engagieren, für mehr Teilhabe benachteiligter Menschen oder für gute Bedingungen für Familien. Wir brauchen diese Kultur der Verantwortung, denn sie ist wichtig für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Diese mit Engagement und neuen Ideen mitzugestalten, ist gelebtes Unternehmertum.

Der Reinhard Mohn Preis 2016 soll hierzu wichtige Impulse geben. Denn bei aller globaler Wettbewerbsorientierung sollte auch für die Wirtschaft und das Unternehmen die Forderung Reinhard Mohns ein Leitmotiv bleiben: Menschlichkeit gewinnt!