Liz Mohn, stellevertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung steht in einem weiß-schwarzen Hosenanzug im Foyer der Stiftung.

Menschlichkeit gewinnt

Liz Mohn, die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung, fordert mehr Verantwortung von Unternehmern – und einen kritischen Blick auf die wichtigsten Herausforderungen in unserer Gesellschaft.

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In our Europa briefings, the Bertelsmann Stiftung and the Jacques Delors Institut – Berlin explain key terms at the centre of the current debate on the future of Europe and the euro. Katharina Gnath, our expert on European economic governance, gives you an overview of our new series.

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Am 28. September 2017 trafen sich 70 VertreterInnen Engagierter Städte zum 2. Barcamp des Programms Engagierte Stadt.

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In gut 2 Minuten macht der Kurz-Film Lust auf mehr Transparenz in Bürgerbeteiligungsprojekten und zeigt, dass der offene Umgang mit Informationen Glaubwürdigkeit erzeugt, Missverständnissen vorbeugt und Misstrauen reduziert.

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Bart Somers, Bürgermeister der Stadt Mechelen (Belgien) wurde für seinen erfolgreichen Umgang mit den Herausforderungen, die das Zusammenleben in Vielfalt im städtischen Kontext mit sich bringt, mit dem World Mayor Prize 2016 ausgezeichnet. Hier erläutert der „beste Bürgermeister der Welt“ seine Strategie.

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Während der Recherche guter Praxis für den Reinhard Mohn Preis 2018 „Vielfalt leben – Gesellschaft gestalten“ haben wir in Belgien das Projekt Samen Inburgeren kennengelernt. Die Stadt Mechelen verfolgt hiermit das Ziel, interkulturelle Beziehungen zu erleichtern und zu fördern. Das Video (nur in niederländischer Sprache verfügbar) gibt einen Einblick, wie mit Hilfe von Samen Inburgeren in Mechelen Vielfalt zusammen gelebt wird.

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Wo kann ein Unternehmen Verantwortung übernehmen? Wie sollte es um mögliche neue Mitarbeiter werben? Das und mehr wollten wir von Teilnehmern einer Regionalkonferenz wissen, die wir am 19. Oktober in Wolfsburg veranstalteten.

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Infografik

Straßen und Schulen bröckeln und es fehlen bezahlbarer Wohnraum und schnelle Internetleitungen – und das, obwohl die Konjunktur in Deutschland brummt. Entsprechend laut sind die Rufe nach höheren öffentlichen Investitionen. Doch in welche Bereiche sollte der Staat investieren und was bringt es? Eine Infografik zur Studie vom 07.11.2017.

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Menschen mit Migrationshintergrund haben in Deutschland noch immer deutlich schlechtere Bildungs- und Berufschancen. Doch viele Neuankömmlinge bringen wertvolle Vorerfahrungen und Qualifikationen mit. Um diese schneller erkennen und nutzen zu können, haben wir mit verschiedenen Partnern Kompetenzkarten für die Migrationsberatung entwickelt. Für die Eingrenzung des beruflichen Feldes und konkreten Berufes, in dem bereits Vorerfahrungen vorliegen, werden wir im November 2017 darüber hinaus Berufekarten veröffentlichen.

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Straßen und Schulen bröckeln und es fehlen bezahlbarer Wohnraum und schnelle Internetleitungen – und das, obwohl die Konjunktur in Deutschland brummt. Entsprechend laut sind die Rufe nach höheren öffentlichen Investitionen. Doch in welche Bereiche sollte der Staat investieren und was bringt es?

O-Ton

In Deutschland leben rund 21 Prozent aller Kinder über Jahre in Armut. Was die Politik dagegen tun muss, erklärt unsere Expertin Anette Stein.

Infos zum Text

Infos zum Text

Von Liz Mohn für change – das Magazin der Bertelsmann Stiftung. Ausgabe 2/2016.

Die Welt ist in Bewegung geraten – wir leben in einer Zeitenwende! So lassen sich wohl am besten die Umwälzungen und Entwicklungen umschreiben. Nicht nur, dass wir von vielen Kriegen und Konflikten betroffen sind, die wir vor Jahren nicht für möglich gehalten hätten. Auch die Ausdehnung der internationalen Handelsbeziehungen wirft neue Fragen nach der Ausgestaltung der Arbeits- und auch Lebensbedingungen von Milliarden von Menschen auf. Dazu stellt die globale und digitale Vernetzung mit all ihren Chancen und Risiken unsere Gesellschaften und Wirtschaftssysteme vor große Herausforderungen und wird die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen verändern. Noch können wir nicht abschätzen, ob und wie viele Arbeitsplätze betroffen sind. Szenarien, die vom Verschwinden der Hälfte der Berufe in den nächsten zehn Jahren ausgehen, sind ein Alarmsignal.

Viele Menschen reagieren auf die Umbrüche mit Unsicherheit und Zukunftsängsten. Das jedoch sind Gefühle, die den Weg für innovative Lösungen und den Blick für Perspektiven verstellen. Wie kann es also gelingen, Zukunft so zu gestalten, dass sie Innovation und Teilhabe und damit Beschäftigung und Wohlstand in einer globalisierten Welt ermöglicht? „Wir müssen mehr Köpfe ans Denken bringen“ – diese Überzeugung meines Mannes Reinhard Mohn ist aktueller denn je. Denn es braucht die Kräfte aller gesellschaftlichen Gruppen, um den gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen zu begegnen. Dazu braucht es Unternehmenskulturen, die durch die Delegation von Verantwortung sowie Mitsprache und Teilhabe an Arbeits-, Kommunikations- und Entscheidungsprozessen Menschen Sinnerfüllung und Eigenverantwortung in der Arbeit ermöglichen. Vor allen Dingen braucht es aber ein gemeinsames Ziel, auf das sich die beteiligten Interessenvertretungen verständigen und mit dem sie sich identifizieren.

Ein verantwortungsvolles Unternehmertum kann und soll einen wirkungsvollen Beitrag leisten, um gesellschaftlichen Fortschritt mitzugestalten. Viele Beispiele zeigen, dass Unternehmer Wirtschaft und Gesellschaft zusammen denken. Entweder mit innovativen Produkten und Dienstleistungen, die Menschen helfen, ihren Alltag besser zu gestalten. Oder indem sie mit ihren spezifischen unternehmerischen Kompetenzen und Ressourcen zu gesellschaftlichen Veränderungen beitragen. Oder einfach, indem sie Menschen durch Innovation und Wachstum Beschäftigung und Wohlstand und vielleicht in unruhigen Zeiten auch so etwas wie eine „Heimat“ bieten.

Wie wichtig dies ist, wird aktuell an vielfältigen Initiativen der Wirtschaft deutlich, den Menschen, die vor Krieg und Vertreibung geflüchtet sind, eine Perspektive zu bieten. Ob es uns gelingt, sie in unsere Gesellschaft zu integrieren, hängt entscheidend davon ab, ob sie eine Ausbildung machen können und einen Arbeitsplatz finden. Hier haben Unternehmen eine Schlüsselrolle, und die Fülle an bereits realisierten betrieblichen Integrationsprojekten zeigt, dass viele bereit sind, diese Rolle auszufüllen.

Aber auch in anderen Bereichen leisten Unternehmen ihren Beitrag für das Gemeinwohl. Denken wir nur an die vielen mittelständischen Unternehmen, die sich für Bildung und Ausbildung engagieren, für mehr Teilhabe benachteiligter Menschen oder für gute Bedingungen für Familien. Wir brauchen diese Kultur der Verantwortung, denn sie ist wichtig für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Diese mit Engagement und neuen Ideen mitzugestalten, ist gelebtes Unternehmertum.

Der Reinhard Mohn Preis 2016 soll hierzu wichtige Impulse geben. Denn bei aller globaler Wettbewerbsorientierung sollte auch für die Wirtschaft und das Unternehmen die Forderung Reinhard Mohns ein Leitmotiv bleiben: Menschlichkeit gewinnt!