Liz Mohn, stellevertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung steht in einem weiß-schwarzen Hosenanzug im Foyer der Stiftung.

Menschlichkeit gewinnt

Liz Mohn, die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung, fordert mehr Verantwortung von Unternehmern – und einen kritischen Blick auf die wichtigsten Herausforderungen in unserer Gesellschaft.

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Innovationen sind einer der wichtigsten Schlüssel zu Wohlstand und zur Lösung der drängenden gesellschaftlichen Probleme unserer Zeit. Deutschland braucht jedoch mehr Innovationskraft, wenn es künftig mit anderen Ländern und Weltregionen Schritt halten will, gerade in wichtigen Zukunftstechnologien.

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"Jung, weiblich, Ampel – wie neu wird Deutschland?" Diese Frage diskutierten am Dienstag, den 16. November 2021, beim vierten "#Polittalk aus der Hauptstadt" Vertreterinnen der Jugend-Organisationen von SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP: Jessica Rosenthal, Deborah Düring und Franziska Brandmann. Den Polittalk veranstalten wir gemeinsam mit dem Inforadio des rbb und der Süddeutschen Zeitung.

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Infografik

Deutschland steht vor einer akuten Phase des demografischen Alterungsprozesses, dessen Effekte ab sofort – und bis etwa 2035 zunehmend beschleunigt – auf die öffentlichen Finanzen durchschlagen. Das zeigt unsere Studie „Demografische Alterung und öffentliche Finanzen. Wie geht es nach der Covid-19-Krise weiter?“ Die Infografik macht deutlich, dass sich der Bundeszuschuss zur Rente bis zum Jahr 2035 nahezu verdoppeln würde, wenn die Politik der „doppelten Haltelinie“ über das Jahr 2025 hinaus fortgeführt würde.

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Die zwölfte Veranstaltung der Reihe widmet sich dem Thema "Was kann der Staat? Lektionen aus der Pandemie". Gemeinsam mit seinen Gästen reflektiert der Bundespräsident die Lernerfahrungen aus der Corona-Pandemie für Demokratie und demokratische Staatlichkeit. Er fragt nach notwendigen strukturellen und institutionellen Veränderungen als Voraussetzung dafür, uns als Gesellschaft für kommende Krisen zu wappnen.

Der Bundespräsident diskutiert mit der Medizinethikerin und Vorsitzenden des Deutschen Ethikrates Alena Buyx, der Rechtswissenschaftlerin Laura Münkler, deren Forschungsschwerpunkte an der Universität Greifswald im Verwaltungs- und Gesundheitsrecht liegen, und Aminata Touré, Vizepräsidentin des Schleswig-Holsteinischen Landtages.

Gemeinsam mit seinen Gästen spricht der Bundespräsident darüber, in welchen Bereichen Demokratie und Staat Konsequenzen ziehen und was sie konkret ändern sollten. Auch die Frage, was an welcher Stelle aus welchem Grund daran hindert, das erworbene "Krisenwissen" in institutionelles Handeln zu überführen, soll Thema der Diskussion sein.

Weitere Informationen:
https://forum-bellevue.de/de/startseite/

Infos zum Text

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Von Liz Mohn für change – das Magazin der Bertelsmann Stiftung. Ausgabe 2/2016.

Die Welt ist in Bewegung geraten – wir leben in einer Zeitenwende! So lassen sich wohl am besten die Umwälzungen und Entwicklungen umschreiben. Nicht nur, dass wir von vielen Kriegen und Konflikten betroffen sind, die wir vor Jahren nicht für möglich gehalten hätten. Auch die Ausdehnung der internationalen Handelsbeziehungen wirft neue Fragen nach der Ausgestaltung der Arbeits- und auch Lebensbedingungen von Milliarden von Menschen auf. Dazu stellt die globale und digitale Vernetzung mit all ihren Chancen und Risiken unsere Gesellschaften und Wirtschaftssysteme vor große Herausforderungen und wird die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen verändern. Noch können wir nicht abschätzen, ob und wie viele Arbeitsplätze betroffen sind. Szenarien, die vom Verschwinden der Hälfte der Berufe in den nächsten zehn Jahren ausgehen, sind ein Alarmsignal.

Viele Menschen reagieren auf die Umbrüche mit Unsicherheit und Zukunftsängsten. Das jedoch sind Gefühle, die den Weg für innovative Lösungen und den Blick für Perspektiven verstellen. Wie kann es also gelingen, Zukunft so zu gestalten, dass sie Innovation und Teilhabe und damit Beschäftigung und Wohlstand in einer globalisierten Welt ermöglicht? „Wir müssen mehr Köpfe ans Denken bringen“ – diese Überzeugung meines Mannes Reinhard Mohn ist aktueller denn je. Denn es braucht die Kräfte aller gesellschaftlichen Gruppen, um den gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen zu begegnen. Dazu braucht es Unternehmenskulturen, die durch die Delegation von Verantwortung sowie Mitsprache und Teilhabe an Arbeits-, Kommunikations- und Entscheidungsprozessen Menschen Sinnerfüllung und Eigenverantwortung in der Arbeit ermöglichen. Vor allen Dingen braucht es aber ein gemeinsames Ziel, auf das sich die beteiligten Interessenvertretungen verständigen und mit dem sie sich identifizieren.

Ein verantwortungsvolles Unternehmertum kann und soll einen wirkungsvollen Beitrag leisten, um gesellschaftlichen Fortschritt mitzugestalten. Viele Beispiele zeigen, dass Unternehmer Wirtschaft und Gesellschaft zusammen denken. Entweder mit innovativen Produkten und Dienstleistungen, die Menschen helfen, ihren Alltag besser zu gestalten. Oder indem sie mit ihren spezifischen unternehmerischen Kompetenzen und Ressourcen zu gesellschaftlichen Veränderungen beitragen. Oder einfach, indem sie Menschen durch Innovation und Wachstum Beschäftigung und Wohlstand und vielleicht in unruhigen Zeiten auch so etwas wie eine „Heimat“ bieten.

Wie wichtig dies ist, wird aktuell an vielfältigen Initiativen der Wirtschaft deutlich, den Menschen, die vor Krieg und Vertreibung geflüchtet sind, eine Perspektive zu bieten. Ob es uns gelingt, sie in unsere Gesellschaft zu integrieren, hängt entscheidend davon ab, ob sie eine Ausbildung machen können und einen Arbeitsplatz finden. Hier haben Unternehmen eine Schlüsselrolle, und die Fülle an bereits realisierten betrieblichen Integrationsprojekten zeigt, dass viele bereit sind, diese Rolle auszufüllen.

Aber auch in anderen Bereichen leisten Unternehmen ihren Beitrag für das Gemeinwohl. Denken wir nur an die vielen mittelständischen Unternehmen, die sich für Bildung und Ausbildung engagieren, für mehr Teilhabe benachteiligter Menschen oder für gute Bedingungen für Familien. Wir brauchen diese Kultur der Verantwortung, denn sie ist wichtig für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Diese mit Engagement und neuen Ideen mitzugestalten, ist gelebtes Unternehmertum.

Der Reinhard Mohn Preis 2016 soll hierzu wichtige Impulse geben. Denn bei aller globaler Wettbewerbsorientierung sollte auch für die Wirtschaft und das Unternehmen die Forderung Reinhard Mohns ein Leitmotiv bleiben: Menschlichkeit gewinnt!