Liz Mohn, stellevertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung steht in einem weiß-schwarzen Hosenanzug im Foyer der Stiftung.

Menschlichkeit gewinnt

Liz Mohn, die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung, fordert mehr Verantwortung von Unternehmern – und einen kritischen Blick auf die wichtigsten Herausforderungen in unserer Gesellschaft.

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Info-Video

Kinder.Stiften.Zukunft. ist ein übertragbares wirksames Veranstaltungsformat, das Akteure aus Initiativen, Stiftungen, Unternehmen und dem kommunalen Bereich zusammenbringt. Diese setzen sich auf der Veranstaltung mit aktuellen Herausforderungen und Fragen rund um die Themen Bildung, Gesundheit, Teilhabe, Elternarbeit und Integration auseinander.

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Beim Semi-Finale 2013 präsentierten sich 19 Sänger der NEUEN STIMMEN. Elf Frauen und acht Männer zeigten ihr Können auf der Bühne der Gütersloher Stadthalle. Neun Sängerinnen und Sänger überzeugten am Ende des Abends die Jury des Internationalen Gesangswettbewerbs und schafften es ins Finale. Auch die Zuschauer beim Semi-Finale konnten ihren Favoriten wählen - der Publikumspreis ging an Nadine Sierra aus den USA

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Jubiläum

Als ausgesprochen erfolgreich und bundesweit wirksam würdigten Hessens Kultusministerin Dorothea Henzler und die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung, Liz Mohn, die Arbeit von mehr als 90 Musikalischen Grundschulen in Hessen.

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Auszeichnung

Das Projekt "Musikalische Grundschule" der Bertelsmann Stiftung, das in Kooperation mit den Kultusministerien von fünf Bundesländern durchgeführt wird, wurde 2012 von der Deutschen Phono-Akademie mit dem "ECHO Klassik Sonderpreis für Nachwuchsförderung im Bereich der Klassik" ausgezeichnet. Liz Mohn, stellvertretende Vorsitzende des Vorstandes der Bertelsmann Stiftung, nahm die Auszeichnung anlässlich der ECHO Preisverleihung am 14. Oktober 2012 im Berliner Konzerthaus entgegen.

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Presseschau

Die "Musikalische Grundschule" ist ein Schulentwicklungsprojekt der Bertelsmann Stiftung, das gemeinsam mit den Kultusministerien in Bayern, Berlin, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen umgesetzt wird.

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NEUE STIMMEN Meisterkurs 2010

Interview mit dem künstlerischen Leiter des Meisterkurses der NEUEN STIMMEN 2010, Prof. Dr. Gustav Kuhn.

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Der 8. Internationale Meisterkurs NEUE STIMMEN fand vom 13. bis zum 23. November 2010 in Gütersloh statt. 14 junge Sängerinnen und Sänger aus 13 Ländern, Teilnehmer des NEUE STIMMEN Gesangswettbewerbes 2009, wurden von der Jury für den anschließenden Meisterkurs nominiert.

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Mit der Liedmeisterklasse NEUE STIMMEN, die 2012 zum ersten Mal stattfand, erweitert die Bertelsmann Stiftung den Internationalen Gesangswettbewerb und den Meisterkurs um eine mehrjährig konzipierte Liedmeisterklasse mit abschließenden Liederabenden.

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Sopranistin Eunju Kwon, Kihwan Sim, Bassbariton, und Tenor JunHo You haben die ersten drei Plätze beim Wettbewerb NEUE STIMMEN 2009 für sich entschieden. Mit ihren Sieger-Arien konnten sie Jury und Publikum für sich gewinnen.

Infos zum Text

Infos zum Text

Von Liz Mohn für change – das Magazin der Bertelsmann Stiftung. Ausgabe 2/2016.

Die Welt ist in Bewegung geraten – wir leben in einer Zeitenwende! So lassen sich wohl am besten die Umwälzungen und Entwicklungen umschreiben. Nicht nur, dass wir von vielen Kriegen und Konflikten betroffen sind, die wir vor Jahren nicht für möglich gehalten hätten. Auch die Ausdehnung der internationalen Handelsbeziehungen wirft neue Fragen nach der Ausgestaltung der Arbeits- und auch Lebensbedingungen von Milliarden von Menschen auf. Dazu stellt die globale und digitale Vernetzung mit all ihren Chancen und Risiken unsere Gesellschaften und Wirtschaftssysteme vor große Herausforderungen und wird die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen verändern. Noch können wir nicht abschätzen, ob und wie viele Arbeitsplätze betroffen sind. Szenarien, die vom Verschwinden der Hälfte der Berufe in den nächsten zehn Jahren ausgehen, sind ein Alarmsignal.

Viele Menschen reagieren auf die Umbrüche mit Unsicherheit und Zukunftsängsten. Das jedoch sind Gefühle, die den Weg für innovative Lösungen und den Blick für Perspektiven verstellen. Wie kann es also gelingen, Zukunft so zu gestalten, dass sie Innovation und Teilhabe und damit Beschäftigung und Wohlstand in einer globalisierten Welt ermöglicht? „Wir müssen mehr Köpfe ans Denken bringen“ – diese Überzeugung meines Mannes Reinhard Mohn ist aktueller denn je. Denn es braucht die Kräfte aller gesellschaftlichen Gruppen, um den gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen zu begegnen. Dazu braucht es Unternehmenskulturen, die durch die Delegation von Verantwortung sowie Mitsprache und Teilhabe an Arbeits-, Kommunikations- und Entscheidungsprozessen Menschen Sinnerfüllung und Eigenverantwortung in der Arbeit ermöglichen. Vor allen Dingen braucht es aber ein gemeinsames Ziel, auf das sich die beteiligten Interessenvertretungen verständigen und mit dem sie sich identifizieren.

Ein verantwortungsvolles Unternehmertum kann und soll einen wirkungsvollen Beitrag leisten, um gesellschaftlichen Fortschritt mitzugestalten. Viele Beispiele zeigen, dass Unternehmer Wirtschaft und Gesellschaft zusammen denken. Entweder mit innovativen Produkten und Dienstleistungen, die Menschen helfen, ihren Alltag besser zu gestalten. Oder indem sie mit ihren spezifischen unternehmerischen Kompetenzen und Ressourcen zu gesellschaftlichen Veränderungen beitragen. Oder einfach, indem sie Menschen durch Innovation und Wachstum Beschäftigung und Wohlstand und vielleicht in unruhigen Zeiten auch so etwas wie eine „Heimat“ bieten.

Wie wichtig dies ist, wird aktuell an vielfältigen Initiativen der Wirtschaft deutlich, den Menschen, die vor Krieg und Vertreibung geflüchtet sind, eine Perspektive zu bieten. Ob es uns gelingt, sie in unsere Gesellschaft zu integrieren, hängt entscheidend davon ab, ob sie eine Ausbildung machen können und einen Arbeitsplatz finden. Hier haben Unternehmen eine Schlüsselrolle, und die Fülle an bereits realisierten betrieblichen Integrationsprojekten zeigt, dass viele bereit sind, diese Rolle auszufüllen.

Aber auch in anderen Bereichen leisten Unternehmen ihren Beitrag für das Gemeinwohl. Denken wir nur an die vielen mittelständischen Unternehmen, die sich für Bildung und Ausbildung engagieren, für mehr Teilhabe benachteiligter Menschen oder für gute Bedingungen für Familien. Wir brauchen diese Kultur der Verantwortung, denn sie ist wichtig für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Diese mit Engagement und neuen Ideen mitzugestalten, ist gelebtes Unternehmertum.

Der Reinhard Mohn Preis 2016 soll hierzu wichtige Impulse geben. Denn bei aller globaler Wettbewerbsorientierung sollte auch für die Wirtschaft und das Unternehmen die Forderung Reinhard Mohns ein Leitmotiv bleiben: Menschlichkeit gewinnt!