Liz Mohn, stellevertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung steht in einem weiß-schwarzen Hosenanzug im Foyer der Stiftung.

Menschlichkeit gewinnt

Liz Mohn, die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung, fordert mehr Verantwortung von Unternehmern – und einen kritischen Blick auf die wichtigsten Herausforderungen in unserer Gesellschaft.

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Reinhard Mohn Preis 2016

Soziale Innovationen sind für die Gesellschaft wichtig. Sie sind der wahrscheinlichste Treiber gesellschaftlichen Fortschritts. Jürgen Howaldt erklärt in diesem Interview, was soziale Innovationen sind, das soziale Innovationen zu gesellschaftlichem Fortschritt beitragen, welche Rolle Unternehmen in der Gesellschaft spielen und warum Corporate Social Responsibility eine soziale Innovation ist.

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Reinhard Mohn Preis 2016

Soziale Innovationen zu verstehen ist nicht leicht. Die Gründe dafür erläutert Johanna Mair in diesem Interview. Wie der Erfolg sozialer Innovationen gemessen werden kann und welche Hürden es gibt, gute soziale Innovationen zu verbreiten und möglichst vielen zugänglich zu machen sind weitere Fragen an unser Mitglied des Expertenpanels zum Reinhard Mohn Preis 2016.

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Reinhard Mohn Preis 2016

Unternehmen sind ein wichtiger Akteur der Gesellschaft. Mit ihrem Beitrag zur Wirtschaft stehen sie im kontinuierlichen Austausch zu den Menschen die in einer Gesellschaft leben. Timo Meynhardt wirft einen Blick auf Unternehmen als von und durch Menschen gestalteten Organisationen, beantwortet wie und wodurch Wirtschaft gesellschaftlichen Fortschritt gestaltet und identifiziert Herausforderungen die bestehen, wenn es darum geht die Rolle von Unternehmen in der Gesellschaft zu beschreiben.

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Reinhard Mohn Preis 2016

Thomas Osburg erläutert in dem Clip warum sich Unternehmen um soziale Innovationen kümmern müssen. Welche Herausforderungen und Chancen die Digitalisierung für Unternehmen und Gesellschaft bietet und wie dieser Megatrend durch Unternehmen und Gesellschaft gemeinsam gestaltet werden kann.

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re:publica 2015

Rund zwei Drittel derjenigen, die im Web nach Gesundheitsinformationen suchen, steigen über eine Suchmaschine ein. Doch wie gehen Googles Maßstäbe für Qualität von Websites mit denen überein, die die evidenzbasierte Medizin an Informationen anlegt? Sind sie vereinbar oder werden dem Nutzer fehlerhafte Inhalte gleichwertig neben guten angezeigt? Und wie verändert sich der "Informationsmarkt", wenn Google – wie aktuell in den USA – über den Knowledge Graph selbst über Gesundheit und Medizin informiert?

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Drei Fragen an ...

Geschäftsführer und Gründer des Start-ups "mysugr", einer Gesundheits-App für Diabetiker.

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Drei Fragen an ...

Kardiologe; als "Dr. Heart" bietet er in einfachen, verständlichen Videoclips Wissenswertes zu Herz- Kreislauferkrankungen und deren Behandlungsmöglichkeiten an.

Infos zum Text

Infos zum Text

Von Liz Mohn für change – das Magazin der Bertelsmann Stiftung. Ausgabe 2/2016.

Die Welt ist in Bewegung geraten – wir leben in einer Zeitenwende! So lassen sich wohl am besten die Umwälzungen und Entwicklungen umschreiben. Nicht nur, dass wir von vielen Kriegen und Konflikten betroffen sind, die wir vor Jahren nicht für möglich gehalten hätten. Auch die Ausdehnung der internationalen Handelsbeziehungen wirft neue Fragen nach der Ausgestaltung der Arbeits- und auch Lebensbedingungen von Milliarden von Menschen auf. Dazu stellt die globale und digitale Vernetzung mit all ihren Chancen und Risiken unsere Gesellschaften und Wirtschaftssysteme vor große Herausforderungen und wird die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen verändern. Noch können wir nicht abschätzen, ob und wie viele Arbeitsplätze betroffen sind. Szenarien, die vom Verschwinden der Hälfte der Berufe in den nächsten zehn Jahren ausgehen, sind ein Alarmsignal.

Viele Menschen reagieren auf die Umbrüche mit Unsicherheit und Zukunftsängsten. Das jedoch sind Gefühle, die den Weg für innovative Lösungen und den Blick für Perspektiven verstellen. Wie kann es also gelingen, Zukunft so zu gestalten, dass sie Innovation und Teilhabe und damit Beschäftigung und Wohlstand in einer globalisierten Welt ermöglicht? „Wir müssen mehr Köpfe ans Denken bringen“ – diese Überzeugung meines Mannes Reinhard Mohn ist aktueller denn je. Denn es braucht die Kräfte aller gesellschaftlichen Gruppen, um den gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen zu begegnen. Dazu braucht es Unternehmenskulturen, die durch die Delegation von Verantwortung sowie Mitsprache und Teilhabe an Arbeits-, Kommunikations- und Entscheidungsprozessen Menschen Sinnerfüllung und Eigenverantwortung in der Arbeit ermöglichen. Vor allen Dingen braucht es aber ein gemeinsames Ziel, auf das sich die beteiligten Interessenvertretungen verständigen und mit dem sie sich identifizieren.

Ein verantwortungsvolles Unternehmertum kann und soll einen wirkungsvollen Beitrag leisten, um gesellschaftlichen Fortschritt mitzugestalten. Viele Beispiele zeigen, dass Unternehmer Wirtschaft und Gesellschaft zusammen denken. Entweder mit innovativen Produkten und Dienstleistungen, die Menschen helfen, ihren Alltag besser zu gestalten. Oder indem sie mit ihren spezifischen unternehmerischen Kompetenzen und Ressourcen zu gesellschaftlichen Veränderungen beitragen. Oder einfach, indem sie Menschen durch Innovation und Wachstum Beschäftigung und Wohlstand und vielleicht in unruhigen Zeiten auch so etwas wie eine „Heimat“ bieten.

Wie wichtig dies ist, wird aktuell an vielfältigen Initiativen der Wirtschaft deutlich, den Menschen, die vor Krieg und Vertreibung geflüchtet sind, eine Perspektive zu bieten. Ob es uns gelingt, sie in unsere Gesellschaft zu integrieren, hängt entscheidend davon ab, ob sie eine Ausbildung machen können und einen Arbeitsplatz finden. Hier haben Unternehmen eine Schlüsselrolle, und die Fülle an bereits realisierten betrieblichen Integrationsprojekten zeigt, dass viele bereit sind, diese Rolle auszufüllen.

Aber auch in anderen Bereichen leisten Unternehmen ihren Beitrag für das Gemeinwohl. Denken wir nur an die vielen mittelständischen Unternehmen, die sich für Bildung und Ausbildung engagieren, für mehr Teilhabe benachteiligter Menschen oder für gute Bedingungen für Familien. Wir brauchen diese Kultur der Verantwortung, denn sie ist wichtig für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Diese mit Engagement und neuen Ideen mitzugestalten, ist gelebtes Unternehmertum.

Der Reinhard Mohn Preis 2016 soll hierzu wichtige Impulse geben. Denn bei aller globaler Wettbewerbsorientierung sollte auch für die Wirtschaft und das Unternehmen die Forderung Reinhard Mohns ein Leitmotiv bleiben: Menschlichkeit gewinnt!