Liz Mohn, stellevertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung steht in einem weiß-schwarzen Hosenanzug im Foyer der Stiftung.

Menschlichkeit gewinnt

Liz Mohn, die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung, fordert mehr Verantwortung von Unternehmern – und einen kritischen Blick auf die wichtigsten Herausforderungen in unserer Gesellschaft.

Play

Video

Ein Leben für eine Gesellschaft in Freiheit, für ein vereintes Deutschland und ein Zusammenleben in Frieden und Solidarität. Ein Kampf gegen das Vergessen und für ein lebendiges Miteinander. Joachim Gauck – Brückenbauer in einer kulturell vielfältigen Gesellschaft. Ein Porträt.

Camera

Infografiken

Ausgewählte Ergebnisse der Studie „Zusammenleben in kultureller Vielfalt. Vorstellungen und Präferenzen in Deutschland“. Die Sonderauswertung des Religionsmonitors ist der Frage nachgegangen, wie die Deutschen der kulturellen Vielfalt begegnen.

Camera

Infografik

Die Städte in Deutschland unterscheiden sich stark hinsichtlich ihrer Erfahrungen im Umgang mit kultureller Vielfalt. Das Spektrum reicht von wenig vielfältigen Klein- und Mittelstädten bis hin zu superdiversen Großstädten. Unsere Studie arbeitet sechs Stadttypen heraus: Magnete, Solide, Ambivalente, Nachholer, Gestalter und Unerfahrene.

Play

Video

So genannte Ankunftsquartiere können für Migranten zum Sprungbrett oder zur Falle werden. Der kanadische Journalist Doug Saunders beschreibt in diesem Video die Ankunftsquartiere in Deutschland und erklärt, wie Städte diese erfolgreich gestalten können.

Play

Treiber und Killer guter Führung im digitalen Zeitalter

Im Rahmen der Pilotveranstaltung des Camp Q präsentierte Professorin Heike Bruch von der Universität St. Gallen erstmalig Ergebnisse einer Befragung von Führungskräften im Auftrag der Bertelsmann Stiftung.

Play

Video

Die Heldinnen der Operngeschichte standen im Mittelpunkt des Preisträgerkonzerts 2018 des Internationalen Gesangswettbewerbs NEUEN STIMMEN am 23. Mai 2018 in Berlin.

Camera

Bildergalerie

Die Podiumsdiskussion zum Thema „Wie können Kunst und Kultur ein Zusammenleben in Vielfalt möglich machen?“ fand am 17. Mai 2018 im Collegium Maius in Erfurt auf Einladung von Bertelsmann Stiftung, Deutscher UNESCO Kommission, Deutschlandfunk Kultur und der Stadt Erfurt statt.

Play

New Work! New Values! New Leaders!

Ein Schnelldurchlauf durch ein erfrischendes, innovatives und eigens für Creating Corporate Cultures entwickeltes Veranstaltungsformat.

Infos zum Text

Infos zum Text

Von Liz Mohn für change – das Magazin der Bertelsmann Stiftung. Ausgabe 2/2016.

Die Welt ist in Bewegung geraten – wir leben in einer Zeitenwende! So lassen sich wohl am besten die Umwälzungen und Entwicklungen umschreiben. Nicht nur, dass wir von vielen Kriegen und Konflikten betroffen sind, die wir vor Jahren nicht für möglich gehalten hätten. Auch die Ausdehnung der internationalen Handelsbeziehungen wirft neue Fragen nach der Ausgestaltung der Arbeits- und auch Lebensbedingungen von Milliarden von Menschen auf. Dazu stellt die globale und digitale Vernetzung mit all ihren Chancen und Risiken unsere Gesellschaften und Wirtschaftssysteme vor große Herausforderungen und wird die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen verändern. Noch können wir nicht abschätzen, ob und wie viele Arbeitsplätze betroffen sind. Szenarien, die vom Verschwinden der Hälfte der Berufe in den nächsten zehn Jahren ausgehen, sind ein Alarmsignal.

Viele Menschen reagieren auf die Umbrüche mit Unsicherheit und Zukunftsängsten. Das jedoch sind Gefühle, die den Weg für innovative Lösungen und den Blick für Perspektiven verstellen. Wie kann es also gelingen, Zukunft so zu gestalten, dass sie Innovation und Teilhabe und damit Beschäftigung und Wohlstand in einer globalisierten Welt ermöglicht? „Wir müssen mehr Köpfe ans Denken bringen“ – diese Überzeugung meines Mannes Reinhard Mohn ist aktueller denn je. Denn es braucht die Kräfte aller gesellschaftlichen Gruppen, um den gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen zu begegnen. Dazu braucht es Unternehmenskulturen, die durch die Delegation von Verantwortung sowie Mitsprache und Teilhabe an Arbeits-, Kommunikations- und Entscheidungsprozessen Menschen Sinnerfüllung und Eigenverantwortung in der Arbeit ermöglichen. Vor allen Dingen braucht es aber ein gemeinsames Ziel, auf das sich die beteiligten Interessenvertretungen verständigen und mit dem sie sich identifizieren.

Ein verantwortungsvolles Unternehmertum kann und soll einen wirkungsvollen Beitrag leisten, um gesellschaftlichen Fortschritt mitzugestalten. Viele Beispiele zeigen, dass Unternehmer Wirtschaft und Gesellschaft zusammen denken. Entweder mit innovativen Produkten und Dienstleistungen, die Menschen helfen, ihren Alltag besser zu gestalten. Oder indem sie mit ihren spezifischen unternehmerischen Kompetenzen und Ressourcen zu gesellschaftlichen Veränderungen beitragen. Oder einfach, indem sie Menschen durch Innovation und Wachstum Beschäftigung und Wohlstand und vielleicht in unruhigen Zeiten auch so etwas wie eine „Heimat“ bieten.

Wie wichtig dies ist, wird aktuell an vielfältigen Initiativen der Wirtschaft deutlich, den Menschen, die vor Krieg und Vertreibung geflüchtet sind, eine Perspektive zu bieten. Ob es uns gelingt, sie in unsere Gesellschaft zu integrieren, hängt entscheidend davon ab, ob sie eine Ausbildung machen können und einen Arbeitsplatz finden. Hier haben Unternehmen eine Schlüsselrolle, und die Fülle an bereits realisierten betrieblichen Integrationsprojekten zeigt, dass viele bereit sind, diese Rolle auszufüllen.

Aber auch in anderen Bereichen leisten Unternehmen ihren Beitrag für das Gemeinwohl. Denken wir nur an die vielen mittelständischen Unternehmen, die sich für Bildung und Ausbildung engagieren, für mehr Teilhabe benachteiligter Menschen oder für gute Bedingungen für Familien. Wir brauchen diese Kultur der Verantwortung, denn sie ist wichtig für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Diese mit Engagement und neuen Ideen mitzugestalten, ist gelebtes Unternehmertum.

Der Reinhard Mohn Preis 2016 soll hierzu wichtige Impulse geben. Denn bei aller globaler Wettbewerbsorientierung sollte auch für die Wirtschaft und das Unternehmen die Forderung Reinhard Mohns ein Leitmotiv bleiben: Menschlichkeit gewinnt!