Liz Mohn, stellevertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung steht in einem weiß-schwarzen Hosenanzug im Foyer der Stiftung.

Menschlichkeit gewinnt

Liz Mohn, die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung, fordert mehr Verantwortung von Unternehmern – und einen kritischen Blick auf die wichtigsten Herausforderungen in unserer Gesellschaft.

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Bei der Auftaktkonferenz "Gemeinsam mehr erreichen!" des Projekts Synergien vor Ort am 16. November 2015 in Hannover diskutierten rund 100 Teilnehmende, wie gesellschaftliche Herausforderungen durch neue Wege der Zusammenarbeit zwischen Zivilgesellschaft und Staat bewältigt werden können. Das Video vermittelt Eindrücke von der Veranstaltung.

Audio-Interview

Die Stadt Arnsberg hat gemeinsam mit der Bertelsmann Stiftung ein internationales Best-Practice Beispiel zur "Bildungsteilhabe von Flüchtlingskindern" präsentiert. Dabei sind sie der Frage nachgegangen, wie die Teilhabechancen für Kinder und Jugendliche, die nach Deutschland geflohen sind, verbessert werden können. Radio multikult.fm hat dazu während der Sendung "morgen:magazin" vom 28.10.2015 ein Interview mit Esther von Kuczkowski, Leiterin des Bildungsbüros der Stadt Arnsberg, geführt. Moderation: Chadi Bahouth.

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Video-Sprechstunden zwischen Arzt und Patient sind bei vielen Behandlungsanlässen genauso gut wie ein Praxisbesuch. Derzeit können sich schon 45 Prozent der Deutschen vorstellen, diese Kontaktmöglichkeit zumindest gelegentlich zu nutzen. Dabei steht und fällt die breite Einführung mit der Aktzeptanz in der Ärzteschaft.

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Im Rahmen einer Filmaktion zum 10-jährigen Jubiläum der „Musikalischen Grundschule" rief die Bertelsmann Stiftung die beteiligten Projektschulen dazu auf, der Öffentlichkeit zu zeigen, wie vielfältig ihr Schulalltag ist. Der Kurzfilm zeigt die Auswahl der Gewinnerschule. Das Los fiel auf die Evangelische Grundschule Erfurt, die mit musikalischen Projekttagen belohnt wird.

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Gewinner der Filmaktion

Im Rahmen der Filmaktion zum 10-jährigen Jubiläum der Musikalischen Grundschule ist das Los auf die Evangelische Grundschule Erfurt gefallen.

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Bei der Auftaktkonferenz "Gemeinsam mehr erreichen!" des Projekts Synergien vor Ort am 16. November 2015 in Hannover diskutierten rund 100 Teilnehmende, wie gesellschaftliche Herausforderungen durch neue Wege der Zusammenarbeit zwischen Zivilgesellschaft und Staat bewältigt werden können. Die Bildergalerie vermittelt Eindrücke von der Veranstaltung.

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#LernLabSchule

Um sich über die Chancen und Risiken des Lernens mit digitalen Medien in der Schule auszutauschen, hat die Bertelsmann Stiftung am 06.11.2015 Schulen, Schulträger und Ländervertreter nach Berlin eingeladen. Im Rahmen des „Lernlab Schule: Lernen mit digitalen Medien“ diskutierten die rund 100 Teilnehmer auf Grundlage von drei Studien sowie Beispielen aus der Unterrichtspraxis über den pädagogisch sinnvollen Einsatz digitaler Medien in Schule und Unterricht.

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Einige Eindrücke von der internationalen Konferenz "Vision Europe Summit 2015", die am 17. und 18. November in Berlin stattfand. Spitzenvertreter aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft diskutierten Herausforderungen der Sozialstaaten in Europa sowie mögliche Reformoptionen auf nationaler und europäischer Ebene.

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Arztbewertung

Dr. Eckhard von Hirschhausen stellt fest: Arztbewertungsportale nutzen Ärzten und Patienten. Wichtig ist: das Portal muss ehrlich, fair und neutral sein! Sehen Sie hier, seine Einschätzung zur Weissen Liste.

Infos zum Text

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Von Liz Mohn für change – das Magazin der Bertelsmann Stiftung. Ausgabe 2/2016.

Die Welt ist in Bewegung geraten – wir leben in einer Zeitenwende! So lassen sich wohl am besten die Umwälzungen und Entwicklungen umschreiben. Nicht nur, dass wir von vielen Kriegen und Konflikten betroffen sind, die wir vor Jahren nicht für möglich gehalten hätten. Auch die Ausdehnung der internationalen Handelsbeziehungen wirft neue Fragen nach der Ausgestaltung der Arbeits- und auch Lebensbedingungen von Milliarden von Menschen auf. Dazu stellt die globale und digitale Vernetzung mit all ihren Chancen und Risiken unsere Gesellschaften und Wirtschaftssysteme vor große Herausforderungen und wird die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen verändern. Noch können wir nicht abschätzen, ob und wie viele Arbeitsplätze betroffen sind. Szenarien, die vom Verschwinden der Hälfte der Berufe in den nächsten zehn Jahren ausgehen, sind ein Alarmsignal.

Viele Menschen reagieren auf die Umbrüche mit Unsicherheit und Zukunftsängsten. Das jedoch sind Gefühle, die den Weg für innovative Lösungen und den Blick für Perspektiven verstellen. Wie kann es also gelingen, Zukunft so zu gestalten, dass sie Innovation und Teilhabe und damit Beschäftigung und Wohlstand in einer globalisierten Welt ermöglicht? „Wir müssen mehr Köpfe ans Denken bringen“ – diese Überzeugung meines Mannes Reinhard Mohn ist aktueller denn je. Denn es braucht die Kräfte aller gesellschaftlichen Gruppen, um den gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen zu begegnen. Dazu braucht es Unternehmenskulturen, die durch die Delegation von Verantwortung sowie Mitsprache und Teilhabe an Arbeits-, Kommunikations- und Entscheidungsprozessen Menschen Sinnerfüllung und Eigenverantwortung in der Arbeit ermöglichen. Vor allen Dingen braucht es aber ein gemeinsames Ziel, auf das sich die beteiligten Interessenvertretungen verständigen und mit dem sie sich identifizieren.

Ein verantwortungsvolles Unternehmertum kann und soll einen wirkungsvollen Beitrag leisten, um gesellschaftlichen Fortschritt mitzugestalten. Viele Beispiele zeigen, dass Unternehmer Wirtschaft und Gesellschaft zusammen denken. Entweder mit innovativen Produkten und Dienstleistungen, die Menschen helfen, ihren Alltag besser zu gestalten. Oder indem sie mit ihren spezifischen unternehmerischen Kompetenzen und Ressourcen zu gesellschaftlichen Veränderungen beitragen. Oder einfach, indem sie Menschen durch Innovation und Wachstum Beschäftigung und Wohlstand und vielleicht in unruhigen Zeiten auch so etwas wie eine „Heimat“ bieten.

Wie wichtig dies ist, wird aktuell an vielfältigen Initiativen der Wirtschaft deutlich, den Menschen, die vor Krieg und Vertreibung geflüchtet sind, eine Perspektive zu bieten. Ob es uns gelingt, sie in unsere Gesellschaft zu integrieren, hängt entscheidend davon ab, ob sie eine Ausbildung machen können und einen Arbeitsplatz finden. Hier haben Unternehmen eine Schlüsselrolle, und die Fülle an bereits realisierten betrieblichen Integrationsprojekten zeigt, dass viele bereit sind, diese Rolle auszufüllen.

Aber auch in anderen Bereichen leisten Unternehmen ihren Beitrag für das Gemeinwohl. Denken wir nur an die vielen mittelständischen Unternehmen, die sich für Bildung und Ausbildung engagieren, für mehr Teilhabe benachteiligter Menschen oder für gute Bedingungen für Familien. Wir brauchen diese Kultur der Verantwortung, denn sie ist wichtig für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Diese mit Engagement und neuen Ideen mitzugestalten, ist gelebtes Unternehmertum.

Der Reinhard Mohn Preis 2016 soll hierzu wichtige Impulse geben. Denn bei aller globaler Wettbewerbsorientierung sollte auch für die Wirtschaft und das Unternehmen die Forderung Reinhard Mohns ein Leitmotiv bleiben: Menschlichkeit gewinnt!