Liz Mohn, stellevertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung steht in einem weiß-schwarzen Hosenanzug im Foyer der Stiftung.

Menschlichkeit gewinnt

Liz Mohn, die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung, fordert mehr Verantwortung von Unternehmern – und einen kritischen Blick auf die wichtigsten Herausforderungen in unserer Gesellschaft.

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"Mein gutes Beispiel" 2014

Eindrücke von der BioMarkt Roland Geist GmbH aus der baden-württembergischen Stadt Öhringen, einem der Preisträger von "Mein gutes Beispiel 2014".

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"Mein gutes Beispiel" 2014

Eindrücke vom Projekt "Dahme-Spreewald Netzwerk Gesunde Kinder" der Klinikum Dahme-Spreewald GmbH, einem der Preisträger von "Mein gutes Beispiel" 2014.

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Vortrag

Suzanne Grieger-Langer hielt am 4. Juli 2014 im Rahmen des Alumni-Meetings der Executive Trainings der Bertelsmann Stiftung einen Vortrag zu den "sieben Säulen der Macht".

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Alle Kids sind VIPs

Sechs Jugendprojekte von über 100 online eingereichten Bewerbungen aus ganz Deutschland haben beim Integrationswettbewerb "Alle Kids sind VIPs" der Bertelsmann Stiftung gewonnen. Bei der feierlichen Siegerehrung am 2. Juli 2014 in Berlin dankte Aydan Özoguz, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration und Schirmherrin des Preises, den Jugendlichen für ihr vorbildliches Engagement für ein faires Miteinander in Vielfalt.

Gewonnen haben die Preisträger den Besuch eines prominenten "Alle Kids sind VIPs"-Botschafters. Daniel Aminati, Gerald Asamoah, Andreas Bourani, Bülent Ceylan, Culcha Candela und Rebecca Mir werden in den kommenden Monaten die Jugendlichen in Blomberg, Münster, Oberhavel, Osnabrück, Veitshöchheim und Wittmund besuchen.

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Infografik

Ganztagsschulen in Deutschland - eine aktuelle Bestandsaufnahme. Infografik zu einer Studie vom 3.7.2014.

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Video

Der neu aufgelegte Religionsmonitor der Bertelsmann Stiftung präsentiert Ergebnisse zur heutigen Rolle von Religion und Religiosität in der Gesellschaft. Ihm liegt eine repräsentative Befragung von 14.000 Personen in Deutschland und weiteren zwölf Ländern zugrunde.

Camera

Infografik

1,8 Millionen Kinder essen in Deutschland mittags in der Kita. Vielen fehlt eine ausgewogene Ernährung, wie unsere Infografik zu einer Studie vom 2.6.2014 zeigt.

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Wegweiser Kommune

Der demographische Wandel macht sich in jeder Kommune bemerkbar. Wir werden älter, weniger und bunter. Jede Kommune entwickelt sich jedoch unterschiedlich. Es gibt solche, die wachsen und jene, die schrumpfen. Es gilt, diese Herausforderungen anzunehmen und zu gestalten. Mit dem Wegweiser Kommune der Bertelsmann Stiftung wird den Kommunen ausreichend Datenmaterial zur Verfügung gestellt, um diese Aufgabe meistern zu können.

Infos zum Text

Infos zum Text

Von Liz Mohn für change – das Magazin der Bertelsmann Stiftung. Ausgabe 2/2016.

Die Welt ist in Bewegung geraten – wir leben in einer Zeitenwende! So lassen sich wohl am besten die Umwälzungen und Entwicklungen umschreiben. Nicht nur, dass wir von vielen Kriegen und Konflikten betroffen sind, die wir vor Jahren nicht für möglich gehalten hätten. Auch die Ausdehnung der internationalen Handelsbeziehungen wirft neue Fragen nach der Ausgestaltung der Arbeits- und auch Lebensbedingungen von Milliarden von Menschen auf. Dazu stellt die globale und digitale Vernetzung mit all ihren Chancen und Risiken unsere Gesellschaften und Wirtschaftssysteme vor große Herausforderungen und wird die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen verändern. Noch können wir nicht abschätzen, ob und wie viele Arbeitsplätze betroffen sind. Szenarien, die vom Verschwinden der Hälfte der Berufe in den nächsten zehn Jahren ausgehen, sind ein Alarmsignal.

Viele Menschen reagieren auf die Umbrüche mit Unsicherheit und Zukunftsängsten. Das jedoch sind Gefühle, die den Weg für innovative Lösungen und den Blick für Perspektiven verstellen. Wie kann es also gelingen, Zukunft so zu gestalten, dass sie Innovation und Teilhabe und damit Beschäftigung und Wohlstand in einer globalisierten Welt ermöglicht? „Wir müssen mehr Köpfe ans Denken bringen“ – diese Überzeugung meines Mannes Reinhard Mohn ist aktueller denn je. Denn es braucht die Kräfte aller gesellschaftlichen Gruppen, um den gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen zu begegnen. Dazu braucht es Unternehmenskulturen, die durch die Delegation von Verantwortung sowie Mitsprache und Teilhabe an Arbeits-, Kommunikations- und Entscheidungsprozessen Menschen Sinnerfüllung und Eigenverantwortung in der Arbeit ermöglichen. Vor allen Dingen braucht es aber ein gemeinsames Ziel, auf das sich die beteiligten Interessenvertretungen verständigen und mit dem sie sich identifizieren.

Ein verantwortungsvolles Unternehmertum kann und soll einen wirkungsvollen Beitrag leisten, um gesellschaftlichen Fortschritt mitzugestalten. Viele Beispiele zeigen, dass Unternehmer Wirtschaft und Gesellschaft zusammen denken. Entweder mit innovativen Produkten und Dienstleistungen, die Menschen helfen, ihren Alltag besser zu gestalten. Oder indem sie mit ihren spezifischen unternehmerischen Kompetenzen und Ressourcen zu gesellschaftlichen Veränderungen beitragen. Oder einfach, indem sie Menschen durch Innovation und Wachstum Beschäftigung und Wohlstand und vielleicht in unruhigen Zeiten auch so etwas wie eine „Heimat“ bieten.

Wie wichtig dies ist, wird aktuell an vielfältigen Initiativen der Wirtschaft deutlich, den Menschen, die vor Krieg und Vertreibung geflüchtet sind, eine Perspektive zu bieten. Ob es uns gelingt, sie in unsere Gesellschaft zu integrieren, hängt entscheidend davon ab, ob sie eine Ausbildung machen können und einen Arbeitsplatz finden. Hier haben Unternehmen eine Schlüsselrolle, und die Fülle an bereits realisierten betrieblichen Integrationsprojekten zeigt, dass viele bereit sind, diese Rolle auszufüllen.

Aber auch in anderen Bereichen leisten Unternehmen ihren Beitrag für das Gemeinwohl. Denken wir nur an die vielen mittelständischen Unternehmen, die sich für Bildung und Ausbildung engagieren, für mehr Teilhabe benachteiligter Menschen oder für gute Bedingungen für Familien. Wir brauchen diese Kultur der Verantwortung, denn sie ist wichtig für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Diese mit Engagement und neuen Ideen mitzugestalten, ist gelebtes Unternehmertum.

Der Reinhard Mohn Preis 2016 soll hierzu wichtige Impulse geben. Denn bei aller globaler Wettbewerbsorientierung sollte auch für die Wirtschaft und das Unternehmen die Forderung Reinhard Mohns ein Leitmotiv bleiben: Menschlichkeit gewinnt!