Liz Mohn, stellevertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung steht in einem weiß-schwarzen Hosenanzug im Foyer der Stiftung.

Menschlichkeit gewinnt

Liz Mohn, die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung, fordert mehr Verantwortung von Unternehmern – und einen kritischen Blick auf die wichtigsten Herausforderungen in unserer Gesellschaft.

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Social Media Initiative

In fast jeder Schulklasse sitzen Kinder und Jugendliche, bei denen Zuhause das Geld oft nicht reicht. Doch viel zu selten werden sie selbst nach ihrer Meinung dazu gefragt. Im 2GETHERLAND 2019 haben wir eine Blackbox aufgestellt, um den Kindern und Jugendlichen vor Ort die Möglichkeit zu geben, ihren Gedanken zum Thema Kinderarmut freien Lauf zu lassen.

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Video

220 Menschen aus zehn Bundesländern und 30 Delegationen haben vom 07. bis zum 12. Oktober 2019 an dem 2GETHERLAND Camp am Werbellinsee in Brandenburg teilgenommen. Jugendliche und junge Erwachsene ab acht Jahren diskutierten, entwickelten interessante Projekte, waren kreativ und hatten viel Spaß.

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Musik, Sprache, Teilhabe: Tutorial

Das Tutorial zeigt, was man zum Thema Spracherwerb alles mit Musik veranstalten kann. Wichtig ist, dass für die Umsetzung keine musikalische Vorbildung benötigt wird. In unserem Beispiel nutzen wir das Lied „What shall we do with a drunken sailor?“ und texten gemeinsam mit der Gruppe eigene Strophen.

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Musik, Sprache, Teilhabe: Tutorial

Ein Lied, das zum Mitsingen ansteckt, stammt vom Berliner Songwriter Robert Metcalf und trägt den passenden Titel: „Wenn du singst, singen andere mit“. In diesem Video zeigt euch Robert persönlich, wie sich der Text variieren und optimal für den Sprachunterricht nutzen lässt. Indem ihr verschiedene Verben verwendet, könnt ihr sowohl den Wortschatz als auch die genannten Tätigkeiten damit kombinieren, wie zum Beispiel hüpfen oder tanzen. Denn Bewegung bringt noch mehr Spaß und unterstützt den Lernerfolg.

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Musik, Sprache, Teilhabe: Tutorial

Lieder mit einfachen und eingängigen Melodien eignen sich sehr gut für Wortschatzübungen. Entweder sind sie ohnehin bekannt oder sie sind schnell zu lernen und können leicht umgetextet werden. Auch musikalisch fachfremde Lehrkräfte oder andere pädagogische Fachkräfte können sie problemlos im Unterricht einsetzen.

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Musik, Sprache Teilhabe: Tutorial

Komponieren kann jeder! Wie einfach das geht, zeigen unsere Trainer in diesem Tutorial zur musikalischen Sprachförderung. Mit Alltagsgegenständen wie Tellern, Gläsern oder Münzen lassen sich die drei zentralen Bausteine von Musik – Rhythmus, Klangfläche und Melodie – problemlos umsetzen. Sogar der eigene Körper lässt sich vielfältig nutzen, um Klänge zu erzeugen – die eigene Stimme ohnehin.

Camera

Die internationalen Kräfteverhältnisse im Bereich des geistigen Eigentums verschieben sich in wichtigen Zukunftstechnologien stark: Die Vereinigten Staaten nehmen noch in fast allen Bereichen die Spitzenposition ein. Europa kann auf einige bewährte Stärken bauen. Aber China und Südkorea holen dank einer viel höheren Dynamik massiv auf – oder sind bereits vorbeigezogen. Das erhöht den Druck auf Deutschland. Zu diesem Ergebnis kommt unsere Studie über die Entwicklung, Größe und Stärke nationaler Patentportfolios in Zukunftstechnologien.

Hier können Sie unsere Grafiken zu der Studie downloaden:
- Recycling
- Photovoltaik
- Blockchain
- 5G
- Functional Food
- Impfstoffe
- Künstliche Intelligenz
- 3D Druck

Infos zum Text

Infos zum Text

Von Liz Mohn für change – das Magazin der Bertelsmann Stiftung. Ausgabe 2/2016.

Die Welt ist in Bewegung geraten – wir leben in einer Zeitenwende! So lassen sich wohl am besten die Umwälzungen und Entwicklungen umschreiben. Nicht nur, dass wir von vielen Kriegen und Konflikten betroffen sind, die wir vor Jahren nicht für möglich gehalten hätten. Auch die Ausdehnung der internationalen Handelsbeziehungen wirft neue Fragen nach der Ausgestaltung der Arbeits- und auch Lebensbedingungen von Milliarden von Menschen auf. Dazu stellt die globale und digitale Vernetzung mit all ihren Chancen und Risiken unsere Gesellschaften und Wirtschaftssysteme vor große Herausforderungen und wird die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen verändern. Noch können wir nicht abschätzen, ob und wie viele Arbeitsplätze betroffen sind. Szenarien, die vom Verschwinden der Hälfte der Berufe in den nächsten zehn Jahren ausgehen, sind ein Alarmsignal.

Viele Menschen reagieren auf die Umbrüche mit Unsicherheit und Zukunftsängsten. Das jedoch sind Gefühle, die den Weg für innovative Lösungen und den Blick für Perspektiven verstellen. Wie kann es also gelingen, Zukunft so zu gestalten, dass sie Innovation und Teilhabe und damit Beschäftigung und Wohlstand in einer globalisierten Welt ermöglicht? „Wir müssen mehr Köpfe ans Denken bringen“ – diese Überzeugung meines Mannes Reinhard Mohn ist aktueller denn je. Denn es braucht die Kräfte aller gesellschaftlichen Gruppen, um den gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen zu begegnen. Dazu braucht es Unternehmenskulturen, die durch die Delegation von Verantwortung sowie Mitsprache und Teilhabe an Arbeits-, Kommunikations- und Entscheidungsprozessen Menschen Sinnerfüllung und Eigenverantwortung in der Arbeit ermöglichen. Vor allen Dingen braucht es aber ein gemeinsames Ziel, auf das sich die beteiligten Interessenvertretungen verständigen und mit dem sie sich identifizieren.

Ein verantwortungsvolles Unternehmertum kann und soll einen wirkungsvollen Beitrag leisten, um gesellschaftlichen Fortschritt mitzugestalten. Viele Beispiele zeigen, dass Unternehmer Wirtschaft und Gesellschaft zusammen denken. Entweder mit innovativen Produkten und Dienstleistungen, die Menschen helfen, ihren Alltag besser zu gestalten. Oder indem sie mit ihren spezifischen unternehmerischen Kompetenzen und Ressourcen zu gesellschaftlichen Veränderungen beitragen. Oder einfach, indem sie Menschen durch Innovation und Wachstum Beschäftigung und Wohlstand und vielleicht in unruhigen Zeiten auch so etwas wie eine „Heimat“ bieten.

Wie wichtig dies ist, wird aktuell an vielfältigen Initiativen der Wirtschaft deutlich, den Menschen, die vor Krieg und Vertreibung geflüchtet sind, eine Perspektive zu bieten. Ob es uns gelingt, sie in unsere Gesellschaft zu integrieren, hängt entscheidend davon ab, ob sie eine Ausbildung machen können und einen Arbeitsplatz finden. Hier haben Unternehmen eine Schlüsselrolle, und die Fülle an bereits realisierten betrieblichen Integrationsprojekten zeigt, dass viele bereit sind, diese Rolle auszufüllen.

Aber auch in anderen Bereichen leisten Unternehmen ihren Beitrag für das Gemeinwohl. Denken wir nur an die vielen mittelständischen Unternehmen, die sich für Bildung und Ausbildung engagieren, für mehr Teilhabe benachteiligter Menschen oder für gute Bedingungen für Familien. Wir brauchen diese Kultur der Verantwortung, denn sie ist wichtig für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Diese mit Engagement und neuen Ideen mitzugestalten, ist gelebtes Unternehmertum.

Der Reinhard Mohn Preis 2016 soll hierzu wichtige Impulse geben. Denn bei aller globaler Wettbewerbsorientierung sollte auch für die Wirtschaft und das Unternehmen die Forderung Reinhard Mohns ein Leitmotiv bleiben: Menschlichkeit gewinnt!