Liz Mohn, stellevertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung steht in einem weiß-schwarzen Hosenanzug im Foyer der Stiftung.

Menschlichkeit gewinnt

Liz Mohn, die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung, fordert mehr Verantwortung von Unternehmern – und einen kritischen Blick auf die wichtigsten Herausforderungen in unserer Gesellschaft.

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Die Vereinigten Staaten nehmen noch in fast allen Bereichen die Spitzenposition ein. Europa kann auf einige bewährte Stärken bauen. Aber China und Südkorea holen dank einer viel höheren Dynamik massiv auf – oder sind bereits vorbeigezogen. Das erhöht den Druck auf Deutschland. Zu diesem Ergebnis kommt unsere Studie über die Entwicklung, Größe und Stärke nationaler Patentportfolios in Zukunftstechnologien.

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Die Internetplattform für Unternehmensengagement und CSR

Unternehmen leisten einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung. Mit der Plattform regional-engagiert.de möchten wir das Engagement von Unternehmen in und für ihre Region stärken. Wir wollen gutes Engagement von Unternehmen sichtbar machen und andere motivieren, es ebenso zu tun. Wir wollen Akteure miteinander vernetzen und Informationen rund um Fragen des gesellschaftlichen Engagements bündeln. Das möchten wir nicht alleine tun, sondern stellen die Plattform unseren Partnern zur Verfügung. Als Partnerplattform konzipiert können sie die Plattform kostenlos nutzen und eigene Inhalte präsentieren.

Das gemeinsame Sammeln und Tauschen von Inhalten, Wissen und nützlichen Informationen ist unser Weg.

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Unternehmen leisten einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung. Mit der Plattform regional-engagiert.de möchten wir das Engagement von Unternehmen in und für ihre Region stärken. Wir wollen gutes Engagement von Unternehmen sichtbar machen und andere motivieren, es ebenso zu tun. Wir wollen Akteure miteinander vernetzen und Informationen rund um Fragen des gesellschaftlichen Engagements bündeln. Das möchten wir nicht alleine tun, sondern stellen die Plattform unseren Partnern zur Verfügung. Als Partnerplattform konzipiert können sie die Plattform kostenlos nutzen und eigene Inhalte präsentieren.

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Alle reden über die KI-Ethik - aber wie bringen wir sie von der Theorie in die Praxis? Carla Hustedt (Bertelsmann Stiftung) und Sebastian Hallensleben (VDE e.V.) skizzieren einen interdisziplinären Rahmen aus drei Instrumenten, mit denen die AI-Ethik-Impact-Group (AIEI-Gruppe) diese Frage beantwortet. Dies ist das erste von insgesamt fünf Videos, in denen einige Mitglieder der interdisziplinären Gruppe zu Wort kommen. Sie sind Experten auf den Gebieten der Informatik, Philosophie, Physik und Sozialwissenschaften und wenden sich an Entscheidungsträger in Organisationen, die KI entwickeln und einsetzen.

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Durch Initiativen der OECD, der Europäischen Kommission oder der Weltbank sind seit wenigen Jahren Analysen solcher Wertschöpfungsverflechtungen möglich. Grundlage hierfür sind Multiregionale Input-Output Tabellen, die eine multilaterale Analyse von Handelsverflechtungen erlauben. Entscheidend dabei ist, dass nicht nur der rein bilaterale Vorleistungshandel betrachtet wird, sondern explizit der direkte und indirekte Wertschöpfungsbeitrag verschiedener Länder zur Endnachfrageproduktion in einem Land.

Hier können Sie die Grafik downloaden:

- Schematische Darstellung einer Wertschöpfungskette

Infos zum Text

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Von Liz Mohn für change – das Magazin der Bertelsmann Stiftung. Ausgabe 2/2016.

Die Welt ist in Bewegung geraten – wir leben in einer Zeitenwende! So lassen sich wohl am besten die Umwälzungen und Entwicklungen umschreiben. Nicht nur, dass wir von vielen Kriegen und Konflikten betroffen sind, die wir vor Jahren nicht für möglich gehalten hätten. Auch die Ausdehnung der internationalen Handelsbeziehungen wirft neue Fragen nach der Ausgestaltung der Arbeits- und auch Lebensbedingungen von Milliarden von Menschen auf. Dazu stellt die globale und digitale Vernetzung mit all ihren Chancen und Risiken unsere Gesellschaften und Wirtschaftssysteme vor große Herausforderungen und wird die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen verändern. Noch können wir nicht abschätzen, ob und wie viele Arbeitsplätze betroffen sind. Szenarien, die vom Verschwinden der Hälfte der Berufe in den nächsten zehn Jahren ausgehen, sind ein Alarmsignal.

Viele Menschen reagieren auf die Umbrüche mit Unsicherheit und Zukunftsängsten. Das jedoch sind Gefühle, die den Weg für innovative Lösungen und den Blick für Perspektiven verstellen. Wie kann es also gelingen, Zukunft so zu gestalten, dass sie Innovation und Teilhabe und damit Beschäftigung und Wohlstand in einer globalisierten Welt ermöglicht? „Wir müssen mehr Köpfe ans Denken bringen“ – diese Überzeugung meines Mannes Reinhard Mohn ist aktueller denn je. Denn es braucht die Kräfte aller gesellschaftlichen Gruppen, um den gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen zu begegnen. Dazu braucht es Unternehmenskulturen, die durch die Delegation von Verantwortung sowie Mitsprache und Teilhabe an Arbeits-, Kommunikations- und Entscheidungsprozessen Menschen Sinnerfüllung und Eigenverantwortung in der Arbeit ermöglichen. Vor allen Dingen braucht es aber ein gemeinsames Ziel, auf das sich die beteiligten Interessenvertretungen verständigen und mit dem sie sich identifizieren.

Ein verantwortungsvolles Unternehmertum kann und soll einen wirkungsvollen Beitrag leisten, um gesellschaftlichen Fortschritt mitzugestalten. Viele Beispiele zeigen, dass Unternehmer Wirtschaft und Gesellschaft zusammen denken. Entweder mit innovativen Produkten und Dienstleistungen, die Menschen helfen, ihren Alltag besser zu gestalten. Oder indem sie mit ihren spezifischen unternehmerischen Kompetenzen und Ressourcen zu gesellschaftlichen Veränderungen beitragen. Oder einfach, indem sie Menschen durch Innovation und Wachstum Beschäftigung und Wohlstand und vielleicht in unruhigen Zeiten auch so etwas wie eine „Heimat“ bieten.

Wie wichtig dies ist, wird aktuell an vielfältigen Initiativen der Wirtschaft deutlich, den Menschen, die vor Krieg und Vertreibung geflüchtet sind, eine Perspektive zu bieten. Ob es uns gelingt, sie in unsere Gesellschaft zu integrieren, hängt entscheidend davon ab, ob sie eine Ausbildung machen können und einen Arbeitsplatz finden. Hier haben Unternehmen eine Schlüsselrolle, und die Fülle an bereits realisierten betrieblichen Integrationsprojekten zeigt, dass viele bereit sind, diese Rolle auszufüllen.

Aber auch in anderen Bereichen leisten Unternehmen ihren Beitrag für das Gemeinwohl. Denken wir nur an die vielen mittelständischen Unternehmen, die sich für Bildung und Ausbildung engagieren, für mehr Teilhabe benachteiligter Menschen oder für gute Bedingungen für Familien. Wir brauchen diese Kultur der Verantwortung, denn sie ist wichtig für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Diese mit Engagement und neuen Ideen mitzugestalten, ist gelebtes Unternehmertum.

Der Reinhard Mohn Preis 2016 soll hierzu wichtige Impulse geben. Denn bei aller globaler Wettbewerbsorientierung sollte auch für die Wirtschaft und das Unternehmen die Forderung Reinhard Mohns ein Leitmotiv bleiben: Menschlichkeit gewinnt!