Impulse für ein Freiwilliges Gesellschaftsjahr
- Format Type
- Date of publication
- 14/04/2026
- DOI
- 10.11586/2026057
- Edition
- 1. edition
Format
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Kaum ein politischer Begriff bündelt derzeit so viele Erwartungen wie das „Gesellschaftsjahr“. Es soll Rekrutierungsprobleme der Bundeswehr lösen, gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken, Versorgungsengpässe im sozialen Bereich abfedern, jungen Menschen Orientierung geben und anderes mehr.
In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage nach der gesellschaftlichen Involvierung junger Menschen neu. Die Studie der Bertelsmann Stiftung mit dem Titel Sogwirkung entfalten - Impulse für ein Freiwilliges Gesellschaftsjahr sucht die Antwort nicht in den Einstellungen der Jugendlichen, sondern in den von der Politik gesetzten Rahmenbedingungen. Die Analyse unseres Autors Dr. Jörn Fischer (Universität Köln) zeigt: Zugang, Angebotsgröße, Attraktivität sowie Information und Beratung entscheiden darüber, ob aus einem Interesse ein konkretes Engagement wird. In diesen Stellschrauben liegt ein großer politischer Handlungsspielraum.
Im Zentrum steht der Vorschlag für einen Paradigmenwechsel – vom Druck zur Sogwirkung. Die Rolle des Staates läge damit weniger im Anordnen als im Ermöglichen. Das hier vorgestellte Konzept setzt auf drei Hebel: einen individuellen Rechtsanspruch auf ein Gesellschaftsjahr, verbesserte Rahmenbedingungen und eine aktivierende Ansprache der Jugendlichen.
Das Fazit ist deutlich: Ein freiwilliges Gesellschaftsjahr könnte deutlich mehr junge Menschen erreichen als bisher – wenn die Politik die richtigen Anreize setzt.


