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Carl Bertelsmann-Preis 1989: Partnerschaftliche Unternehmenskultur

Den Carl Berteismann-Preis 1989 erhalten der US-amerikanische Büromöbelhersteller Herman Miller Inc. und der schwedische Konzern Volvo. Vor über 700 Repräsentanten aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Medien werden in der Gütersloher Stadthalle die Urkunden an die Vorstandsvorsitzen, Richard H. Ruch und Dr. Pehr G. Gyllenhammar, übergeben. In seiner Laudatio begründete Reinhard Mohn die Preisverleihung mit der von Volvo und Herman Miller seit vielen Jahren human und erfolgreich praktizierte partnerschaftliche Unternehmenskultur. Mit ihrer Auszeichnung soll die Idee der Partnerschaft im Unternehmen gefördert werden. Beide Unternehmen erfüllen alle wichtigen Voraussetzungen eines partnerschaftlichen Unternehmens.


Internationaler Gesangswettbewerb NEUE STIMMEN 1989

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Finale der NEUEN STIMMEN am 4. November in der Stadthalle Gütersloh. V.l. die Preisträger Bernhard Lombardo, Vesselina Kasarova und René Pape.

Der große Erfolg der NEUEN STIMMEN im Jahr 1989 beweist, dass der Wettbewerb in der internationalen Opernwelt inzwischen zu einer festen Größe geworden ist. Über 140 Sänger sandten ihre Bewerbungsunterlagen ein, unter ihnen allein 80 Sopranistinnen. Erstmals wurde eine Vorauswahl für dieses Stimmfach erforderlich, die im September in München stattfindet.

Zum eigentlichen Wettbewerb, der um einen auf nunmehr drei Tage verlängert wurde, reisen 64 junge Opernsängerinnen und -sänger aus 21 Ländern nach Gütersloh. Auch die in den drei Jahren kontinuierlich gestiegene Zahl der teilnehmenden Intendanten, Agenten und Musikkritiker untermauert die zunehmende Anerkennung in der Fachöffentlichkeit. Den 1. Preis holt sich zum dritten Mal eine junge Sängerin, die Bulgarin Vesselina Kasarowa. Der 2. Preis wird René Pape aus der damaligen Deutschen Demokratischen Republik zuerkannt. Den 3. Preis erhält der Franzose Bernard Lombardo.

Wie in den Jahren zuvor bildet ein Symposium den Schlusspunkt des Sängerwettstreites - diesmal zum Thema "Die Chancen unseres künstlerischen Nachwuchses - Karriereeinflüsse der modernen Medien und des entstehenden europäischen Kulturraumes". Bei dieser Diskussion, die wiederum von Prof. August Everding geleitet wurde, spielt die Misere der Ausbildung für das Opernfach in der Bundesrepublik die herausragende Rolle. Das Podium bildet Kammersängerin Lucia Popp, Günter Hensler, Präsident der Bertelsmann Music Group Classics, New York, Gustav Kuhn, Direktor des Opernhauses Rom, und Gérard Mortier, Direktor des Königlichen Theaters in Brüssel.


Vorbereitungen für Koteret-Schule für Journalismus und Kommunikation in Israel

Die Bertelsmann Stiftung erklärt sich 1989 bereit, an der Errichtung und dem Betrieb einer Journalisten-Schule in Tel Aviv fördernd mitzuwirken. Im Dezember wird das "Israeli Institute of Journalism and Communication" als Träger einer solchen Schule gegründet. Am 21. März 1991 wird die "Koteret-Schule für Journalismus und Kommunikation" in Tel Aviv eröffnet und ist damit die einzige professionelle Schule ihrer Art in Israel. Die Schule bietet zwei Studiengänge an: zum einen die Kombination einer wissenschaftlichen Disziplin mit fachspezifischer Journalistenausbildung, zum anderen eine journalistische Zusatzausbildung nach Abschluss des Universitätsstudiums.