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Neuer EU Budget Navigator macht Prioritäten für den nächsten EU-Haushalt sichtbar

Zum Auftakt der entscheidenden Verhandlungsphase über den nächsten langfristigen EU-Haushalt veröffentlichen wir den EU Budget Navigator. Das Online-Tool ermöglicht es, die Positionen der Europäischen Kommission, des Europäischen Parlaments und des Rates der Europäischen Union zu vergleichen, Verschiebungen bei den Prioritäten nachzuvollziehen und eigene Haushaltsszenarien durchzuspielen.

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Anna Heckhausen
Project Manager

Inhalt

Wir veröffentlicht heute den EU Budget Navigator. Damit steht zum Beginn der entscheidenden Phase der Verhandlungen über den nächsten langfristigen EU-Haushalt ein neues Informationsangebot zur Verfügung. Angesichts der immer häufiger vorgebrachten neuen Zahlenvorschläge wird es zunehmend schwieriger, den Überblick über die Verhandlungen zu behalten. 

Hier setzt der EU Budget Navigator an. Das Online-Tool bündelt die Positionen der Europäischen Kommission, des Parlaments und des Rates. Nutzer:innen können die Vorschläge vergleichen, Verschiebungen bei den Prioritäten nachvollziehen und ein eigenes Szenario für den nächsten EU-Haushalt entwickeln. Anna Heckhausen, unsere Expertin für den EU-Haushalt, sagt: “Der EU Budget Navigator macht komplexe Haushaltsstrukturen und politische Zielkonflikte transparenter und leichter verständlich. Das Tool schafft Klarheit über die politischen Entscheidungen, die die Prioritäten der EU für die kommenden Jahre bestimmen werden.”

Grafik: Scenario Calculator

Bei den anstehenden Verhandlungen geht es um grundlegende Weichenstellungen. Die Staats- und Regierungschefs der EU streben bis Ende 2026 eine politische Einigung über den Haushalt für die Jahre 2028 bis 2034 an. Davon ist die EU derzeit noch weit entfernt, denn die Positionen der Mitgliedstaaten liegen deutlich auseinander. Ende August forderten Deutschland und fünf weitere Mitgliedstaaten erhebliche Kürzungen des Haushalts. Zugleich betonten sie die Bedeutung neuer Prioritäten, insbesondere Wettbewerbsfähigkeit, Verteidigung und Sicherheit. Andere Länder wollen traditionelle Ausgabenbereiche wie Landwirtschaft und Strukturförderung schützen. Die Finanzierung neuer Aufgaben mit der Forderung nach einem kleineren Gesamthaushalt in Einklang zu bringen, entwickelt sich damit zu einer der größten Herausforderungen in den bevorstehenden Verhandlungen.