Die Analyse basiert auf zehn Jahren Umfragedaten zu Brexit, Europa und den Beziehungen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich. Unmittelbar nach dem Referendum wurde vielfach befürchtet, weitere Mitgliedstaaten könnten dem britischen Beispiel folgen und die EU verlassen. Diese Erwartungen haben sich nicht erfüllt. Im März 2026 gingen nur noch 21 Prozent der Britinnen und Briten sowie 18 Prozent der EU-Bürgerinnen und -Bürger davon aus, dass weitere Staaten die Union verlassen werden – weniger als halb so viele wie noch 2018.
2016 votierte nur eine knappe Mehrheit von 52 Prozent für den Austritt. In den zehn Jahren danach hat sich diese Mehrheit nie wieder gezeigt. Im März 2026 lag die Zustimmung zu einem EU-Verbleib bei 57 Prozent. Zugleich haben sich die Hoffnungen vieler Brexit-Befürworter nicht erfüllt. Während kurz nach dem Referendum noch eine Mehrheit optimistisch in die Zukunft blickte, hat sich die Stimmung inzwischen deutlich eingetrübt. Im März 2026 bewerteten nur noch 41 Prozent der Britinnen und Briten ihre persönliche Zukunft positiv, ein Minus von 27 Prozentpunkten.


