Mozarteum Salzburg

Mehrheit der Deutschen erkennt Fehlinformationen nur schwer

Führende Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur diskutieren beim 18. Salzburger Trilog über die Frage eines gemeinsamen Verständnisses von Wahrheit in unserer globalisierten Welt. Laut einer repräsentativen Umfrage erkennt die Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland und Österreich falsche Informationen nur schwer.

Für die Mehrheit der deutschen Bevölkerung ist es schwierig, korrekte und falsche Informationen auseinanderzuhalten. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar im Auftrag unserer Stiftung anlässlich des Salzburger Trilogs 2019. Demnach können 61 Prozent der Befragten in Deutschland und 59 Prozent der Befragten in Österreich nur "eher schwer" bis "sehr schwer" den Wahrheitsgehalt von Informationen unterscheiden.

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In Deutschland sind 84 Prozent der Befragten der Auffassung, dass es für andere Menschen schwer sei, Falschinformationen zu erkennen. 81 Prozent der befragten österreichischen Bevölkerung gehen davon aus, dass das für jeweils andere Personen "eher schwierig" beziehungsweise "sehr schwierig" sei.

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Liz Mohn, Initiatorin des Salzburger Trilogs und stellvertretende Vorstandsvorsitzende unserer Stiftung, sagt: "Vertrauen prägt nicht nur Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, sondern auch die Gedanken und Sorgen vieler Menschen in ihrem Alltag." Mohn weiter:

Die Geschwindigkeit der Digitalisierung verändert unser Miteinander. Viele Menschen reagieren auf diesen Wandel mit Verunsicherung und Angst. In Zeiten des technologischen Wandels suchen die Menschen nach Orientierung.

Liz Mohn, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung

Die Frage, wie ein gemeinsames Verständnis über die Wirklichkeit, zum Beispiel das Vertrauen in Fakten und Wissen, wiedererlangt werden kann, steht im Mittelpunkt des 18. Salzburger Trilogs unserer Stiftung am 24. August 2019. 32 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Kultur besprechen dort drängende Fragen zum Thema "Fragmented Realities - Regaining a Common Understanding of Truth".

 

Über den Salzburger Trilog

Der Salzburger Trilog bringt jährlich Entscheidungsträger und Meinungsbildner in der Mozartstadt zusammen, um Zukunftsfragen aus Sicht von Politik, Wirtschaft und Kultur zu diskutieren. In diesem Jahr findet er zum 18. Mal statt. Am Ende der Konferenz werden die Salzburger Empfehlungen verabschiedet, die im Nachgang den EU-Institutionen und internationalen Organisationen übermittelt werden. Bei dem von uns initiierten Gedankenaustausch stehen die drei Perspektiven aus Wirtschaft, Politik und Kultur im Vordergrund. Durch engagierte Diskussionen um Werte und Grundsätze hat sich der Salzburger Trilog im Laufe der Jahre als außer-gewöhnliche Dialogveranstaltung etabliert.