Gruppenfoto der Teilnehmer des Deutsch-Spanischen Forums, darunter der spanische König Felipe VI., der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Liz Mohn, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung.
© Bertelsmann Stiftung / Amaya Aznar

, Veranstaltung: Der spanische König und Bundespräsident Steinmeier beim 9. Deutsch-Spanischen Forum

Das von der Fundación ICO, der Banco Santander und uns veranstaltete Deutsch-Spanische Forum hat in diesem Jahr zu den Themen "Die Europäische Union am Scheideweg" und "Digitalisierung" stattgefunden. Die Konferenz förderte die Annäherung in Wirtschaft und Politik zwischen Spanien und Deutschland.

Bereits zum 9. Mal hatten wir gemeinsam mit den spanischen Partnern zum Deutsch-Spanischen Forum eingeladen. Dieses unter der Schirmherrschaft der beiden Staatsoberhäupter stehende Forum findet regelmäßig anlässlich eines Besuchs des spanischen Königs oder des Bundespräsidenten in dem jeweils anderen Land – dieses Mal erneut in Madrid – statt.

In diesem Jahr standen mit  "Die Europäische Union am Scheideweg" und "Digitalisierung" für beide Länder besonders wichtige Themen im Mittelpunkt des Deutsch-Spanischen Forums, zu denen sich Seine Majestät König Felipe VI. von Spanien und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Hotel Westin Palace getroffen haben. An der Konferenz nahmen zudem zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Kultur teil.

Von Seiten der Veranstalter waren die stellvertretende Vorsitzende unseres Kuratoriums und unseres Vorstandes Liz Mohn, unser Vorstandsvorsitzender Aart De Geus, der Vizepräsident der Santander-Gruppe Rodrigo Echenique Gordillo, sowie der Vorsitzende der Fundación ICO José Carlos García de Quevedo anwesend.

Einigkeit: Es braucht mehr Europa

In Bezug auf Europa kamen die Teilnehmer zu dem Schluss, dass gerade jetzt mehr Europa, eine erhöhte Flexibilität und ein stärkeres Handeln der EU erforderlich seien. In seiner Rede hob der spanische König hervor, dass "die Vielseitigkeit unserer bilateralen Beziehungen uns ein zusätzliches Gewicht im Umfeld der europäischen Union verleiht, der wir beide angehören. In ihr teilen wir den gemeinsamen Wunsch, den Weg der Integration weiterzugehen."

Der Bundespräsident seinerseits hob hervor: "Im Verhältnis zwischen Deutschland und Spanien ist man sich in Bezug auf die wichtigen Fragen einig. Das Potenzial unserer gegenseitigen sehr guten Beziehungen kann noch weiter ausgebaut werden. Dieser Besuch hat mir gezeigt, dass wir unsere Zusammenarbeit weiter vorantreiben müssen."

Vertrauen in die Digitalisierung stärken

Besonders die Herausforderungen durch die digitale Transformation, die zur Beschäftigung mit Themen wie dem Zugriff auf personenbezogene Daten und deren Verwendung, der Entwicklung der Digitalwirtschaft und den Auswirkungen der Digitalisierung auf Industrie, Beschäftigung, Bildung sowie den Wohlfahrtsstaat als solches zwingen, beschäftigte die Teilnehmer.

Unsere stellvertretende Vorstandsvorsitzende Liz Mohn sagte in ihrer Rede: "Waren wir uns zu Beginn der Globalisierung bewusst, was 'global' bedeutet? Ich sage: nein! Sind wir uns in Zeiten der Digitalisierung darüber im Klaren, was zum Beispiel Künstliche Intelligenz am Ende heißt? Ich hoffe es. Gleichzeitig frage ich mich: Wer kontrolliert die Künstliche Intelligenz? Kontrolliert der Mensch die Maschine oder umgekehrt? Wie viel darf Künstliche Intelligenz selbst entscheiden?"

Am Ende der Konferenz waren sich die Teilnehmer einig, dass die wichtigste Herausforderung der Zukunft darin bestünde, die positiven Auswirkungen der Digitalisierung zu stärken und dabei zu versuchen, keine Branche oder Sparte zurückzulassen, Vertrauen zu schaffen, einen gerechten Wettbewerb sowie neue Bildungsansätze zu fördern.

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