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Thijs ter Haar / Flickr - CC BY 2.0, https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/

, Europa: Weiter so oder Neuanfang – wohin steuert Europa?

Eine knappe Mehrheit der Briten stimmte 2016 für den EU-Austritt ihres Landes. In nahezu allen EU-Staaten machen populistische Parteien vom rechten und linken Rand Stimmung gegen Brüssel. Und manche Regierung zieht derzeit nationale Alleingänge gemeinsamen europäischen Lösungen vor. Die Europäische Union muss wieder mit Leben gefüllt werden und international eine neue Rolle finden.

Unruhige Zeiten in Europa: Ob Griechenlandkrise, Krieg in der Ukraine, Brexit, die Diskussion um TTIP, die Flüchtlingsfrage oder wiedererstarkender Nationalismus – kurz vor ihrem 60. Geburtstag scheint die EU so uneins wie lange nicht.

Doch unsere eupinions-Umfragen zeigen: Eine Mehrheit der Europäer glaubt weiter and die EU und den Euro. Gerade der kommende Brexit beflügelte die Zustimmungswerte noch einmal. Die jungen Europäer sind im Schnitt deutlich pro-europäischer als ihre älteren Mitbürger. Das zeigt auch ein Blick auf sechs mittel- und osteuropäische Staaten, deren Regierungen teils durch scharfe anti-europäische Töne auffallen: In Ungarn, Polen, Tschechien, der Slowakei, Deutschland und Österreich schätzt eine Mehrheit der jungen Menschen die EU - insbesondere als Friedensgarant und für die Möglichkeit, hier frei studieren, arbeiten und leben zu können.  Doch das Engagement der Millenniums-Generation steht auf dünnem Eis.

Außerdem haben rechtspopulistische und rechtsradikale Parteien derzeit europaweit Zulauf. 2016 gelang es der AfD, in einige Landtage einzuziehen und in Österreich stellte die FPÖ fast den Bundespräsidenten. Mitte März 2017 wurde Geert Wilders mit seiner PVV bei der Parlamentswahl in den Niederlanden zweitstärkste Kraft - obwohl das Land im europäischen Vergleich insgesamt gut dasteht, wie unser Faktencheck zeigt. Bei den Erfolgen der Rechten spielt die Angst vor den Auswirkungen der Globalisierung eine wesentliche Rolle. Das verdeutlicht unsere eupinions-Umfrage vom November 2016.

Publikation: change 4/2016 - Europa leben

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