Eine Angestellte bespricht mit ihrem Vorgesetzten ein Dokument. Sie sitzen nebeneinander, die Atmosphäre wirkt entspannt und vertrauensvoll.
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 81 Prozent bestätigen, dass sie in einer vernetzten Arbeitsorganisation stärker auf Augenhöhe kommunizieren müssen, statt Vorgaben von oben zu machen.

Für mehr als sechs von zehn Managern wächst auch der Entscheidungs- und  Handlungsdruck durch die Digitalisierung in den Unternehmen. Die beschleunigten Prozesse erforderten es daher, so zwei Drittel der Befragten, Mitarbeiter straffer zu führen als bisher. Nach dem Prinzip "Segeln auf Sicht" sieht fast die Hälfte der Befragten die eigene Unternehmensleitung immer kurzfristiger agieren. Trotz dieser Umbrüche fällt es dagegen nur etwa einem Viertel der befragten Führungskräfte schwer, ihren Mitarbeitern eine strategische Orientierung zu geben.

Jeder zweite Manager fühlt sich digital überwacht

Dass insbesondere durch die intensive Digitalisierung mehr Möglichkeiten entstehen, Leistungen der Mitarbeiter zu steigern, zu steuern und zu kontrollieren, verneinen 61 Prozent der Befragten. Dagegen fühlt sich jeder zweite Manager durch digitale Kommunikations- und Controlling-Instrumente von höheren Führungsebenen stärker überwacht und gesteuert.

Befragt danach, inwieweit die Digitalisierung im Unternehmen Auswirkungen auf Arbeitsplätze und Kundenbeziehungen hat, beobachten 55 Prozent der Manager, dass einfache Tätigkeiten verstärkt an externe Spezialisten und Dienstleister ausgelagert werden. Mit Blick auf die Auslagerung von hoch qualifizierten Tätigkeiten stellen das nur 28 Prozent fest. Auch das Verhältnis zu den Konsumenten verändert sich. Jeder zweite Befragte berichtet davon, dass Kunden über Social-Media Kanäle einen stärkeren Einfluss auf Entscheidungen zur Produkt- und Prozessentwicklung ausüben.