Orientierung in der Nachhaltigkeit für Mittelständler

Kooperation zwischen Bertelsmann Stiftung und Rat für Nachhaltige Entwicklung unterschrieben

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Birgit Riess
Director
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Julia Scheerer
Project Manager

Systematisch nachhaltig wirtschaften ist leicht gesagt. In der betrieblichen Umsetzung zeichnet sich allerdings ein anderes Bild, denn der Mittelstand handelt eher problemorientiert und situativ. Die Bertelsmann Stiftung und der Rat für Nachhaltige Entwicklung erstellen deshalb nun einen gemeinsamen Leitfaden für mittelständische Unternehmen zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK). Liz Mohn, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung, und Marlehn Thieme, Vorsitzende des Rates für Nachhaltige Entwicklung unterschrieben jetzt die Kooperation zu einer strategischen Initiative zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex für kleine und mittelständische Unternehmen.

Mit der Unterzeichnung dieses "Memorandum of Understanding" stellen Liz Mohn und  Marlehn Thieme eine weitere Weiche auf dem Weg zu mehr systematischer Nachhaltigkeit in deutschen Unternehmen. Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf die Entwicklung eines anwendungsorientierten Leitfadens zu den 20 Kriterien des Deutschen Nachhaltigkeitskodex. Der Leitfaden gibt mittelständischen Unternehmen Orientierung und zeigt die wesentlichen Handlungsmöglichkeiten. Praxisnahe Erläuterungen und konkrete betriebliche Beispiele erleichtern die Anwendung des DNK. Damit können mittelständische Unternehmen nachvollziehbar zeigen, was sie in Sachen Nachhaltigkeit leisten.

Die Bertelsmann Stiftung ist durch zahlreiche Projekte, wie Unternehmen für die Region, den Wettbewerb "Mein gutes Beispiel" oder der Qualifizierung "work-life-competence" mit dem Mittelstand vernetzt. Die Ergebnisse des Leitfadens werden durch die zahlreichen Verbindungen in die Unternehmen getragen. Das Thema „Nachhaltigkeit“ bewegt zudem viele Projekte der Stiftung. Zuletzt spielte es beim Reinhard Mohn Preis 2013 eine große Rolle. Ziel des Preises "Erfolgreiche Strategien für eine nachhaltige Zukunft" ist es auch noch nach der Vergabe an Kofi Annan, die Debatte zur Ausgestaltung und Umsetzung nachhaltiger und generationengerechter Politik in Deutschland und auf internationaler Ebene anzuregen.

Über den Rat für Nachhaltige Entwicklung

Nachhaltigkeit hat viele Gesichter. Der Rat für Nachhaltige Entwicklung wurde erstmals im April 2001 von der Bundesregierung berufen. Ihm gehören 16 Personen des öffentlichen Lebens an. Die Aufgaben des Rates sind die Entwicklung von Beiträgen für die Umsetzung der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie, die Benennung von konkreten Handlungsfeldern und Projekten sowie Nachhaltigkeit zu einem wichtigen öffentlichen Anliegen zu machen. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel setzt die nationale Nachhaltigkeitsstrategie fort und hatte den RNE zum 1. Juli 2013 für weitere drei Jahre berufen.