Die Teilnehmer der Taskforce im Gruppenbild.
Frank Nürnberger

, Taskforce-Treffen: Soziale Projekte finanzieren und Wirkung erzielen

Was können die G8-Staaten tun, um den internationalen Markt für soziale Investitionen weiter zu stärken? Mit dieser Frage beschäftigte sich die Taskforce für "Social Impact Investment" am 18. und 19. Februar in der Berliner Repräsentanz der Bertelsmann Stiftung.

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Nach den ersten zwei Treffen im vergangenen Jahr im Weißen Haus in Washington und in der Downing Street in London beschäftigte sich die Taskforce unter Leitung von Sir Ronald Cohen, Gründer des internationalen Finanzinvestors Apax Partners, dieses Mal insbesondere mit dem Potenzial für soziale Investitionen in Deutschland.

"Social Impact Bonds eröffnen ganz neue Möglichkeiten für Partnerschaften zwischen Staat, Sozialsektor und sozialen Investoren", sagte Brigitte Mohn, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung und deutsche Vertreterin in der von der G-8 gegründeten Taskforce. Mohn machte aufmerksam auf Innovationen im sozialen Bereich, die Investoren und Sozialunternehmer anregen könnten. Gemeinsam mit den Sozialverbänden würden sich große Möglichkeiten ergeben, das Potenzial von Social Impact Investing zu erschließen und neue Formen der sozialen Problemlösung anzustoßen. 

Die politische Sicht

Staatsekretär Steffen Kampeter aus dem Bundesfinanzministerium als auch Abteilungsleiter Dieter Hackler aus dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) konnten als Inputgeber gewonnen werden. Hackler betonte die Verantwortungsgemeinschaft der verschiedenen Akteure in Deutschland, bestehend aus Politik, Zivilgesellschaft, sozialen Dienstleistern und Wirtschaft. Den Kommunen komme in der Bewältigung sozialer Herausforderungen eine Steuerungs– und Schlüsselfunktion zu. Staatssekretär Kampeter verwies auf die Einzigartigkeit deutscher sozialstaatlicher Strukturen und die von dem angelsächsischen System abweichenden Rahmenbedingungen für den Einsatz von privatem Investmentkapital im Sozialsektor. Doch auch hierzulande könnten soziale Investitionen – entsprechend reguliert – einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Sozialsektors leisten. Die wichtigsten Hebel würden dabei in der Förderung von Innovation, der Steigerung von Effizienz sowie der Bereitstellung von zusätzlichen Ressourcen für Prävention liegen.

Blick aus dem Finanz- und Sozialsektor

Neben den beiden Politikvertretern behandelten Referenten aus dem Finanz- und Sozialsektor verschiedene Aspekte des sozialen Investmentmarktes, darunter Vertreter der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), des Sozialwerkes St. Georg e.V., der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) sowie sozialer Investmentfonds und Finanzinstitutionen. Karen Wilson von der OECD informierte die Taskforce über den aktuellen Stand des OECD Berichts zu Social Impact Investment in den OECD-Staaten.

Über die Taskforce

Die internationale Taskforce für "Social Impact Investment" besteht aus jeweils zwei Vertretern der teilnehmenden G8-Staaten – einem Repräsentant der staatlichen Seite sowie einem zivilgesellschaftlicher Vertreter. Für Deutschland übernehmen diese Rollen Susanne Dorasil, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbei (BMZ), und Brigitte Mohn, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung. Ziel der von den führenden Industriestaaten (G8) ins Leben gerufenen Taskforce ist es, die Entwicklung des internationalen Marktes für soziale Investitionen voranzutreiben. Dazu kommen Politikvertreter sowie führende internationale Experten aus Zivilgesellschaft,  Finanzsektor und Wirtschaft  unter Leitung von Sir Ronald Cohen, Gründer des internationalen Finanzinvestors Apax Partners, in der Taskforce zusammen. Im Herbst 2014 wird die Taskforce ihren Abschlussbericht mit Empfehlungen zur Weiterentwicklung des internationalen sozialen Impact Investmentmarktes vorlegen. 

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