Bertelsmann Stiftung (Hrsg.)

Werner Eichhorst, Eric Thode

Vereinbarkeit von Familie und Beruf 2010

Benchmarking Deutschland: Steigende Erwerbsbeteiligung, aber schwierige Übergänge

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Auch wenn die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Deutschland erhebliche Fortschritte gemacht hat, ist das erklärte Ziel einer familienfreundlichen Berufswelt noch nicht erreicht. Das Erwerbsmuster von Frauen und insbesondere von Müttern ist durch ein hohes Maß an Teilzeittätigkeiten und einer geringen Bedeutung der Vollzeitarbeit beider Elternteile gekennzeichnet. Auch die mangelnde Arbeitsmarktintegration von Alleinerziehende stellt ein Problem der Vereinbarkeit von Familie und Beruf dar.

Die Benchmarking-Studie setzt im Zuge dessen die deutschen Strukturen in einen international-vergleichenden Kontext und geht hierbei neben familienpolitischen- unter anderem auch auf arbeitsmarkt- sowie steuerpolitische Aspekte ein. Aufbauend auf den empirischen Befunden fordern die Autoren, vorhandene Hürden beim Übergang von geringfügiger Beschäftigung in reguläre Vollzeit- oder Teilstelle abzubauen, den Ausbau der Kinderbetreuung weiter zu forcieren, eine weitere familien- und arbeitnehmerfreundliche Flexibilisierung der Arbeitszeiten voranzutreiben sowie die Anrechnungsmodalitäten von Arbeitseinkommen zu verbessern.