Eine kombinierte Jugend- und Unternehmensbefragung
Mentale Gesundheit in der Ausbildung: Psychische Belastungen und Unterstützungsangebote aus Sicht von Auszubildenden und Unternehme
- Ausgabeart
- Erscheinungstermin
- 27.08.2026
- Auflage
- 1. Auflage
Format
-
PDF
Preis
kostenlos
Beschreibung
Wie geht es jungen Menschen in der Ausbildung? Wie nehmen Unternehmen psychische Belastungen wahr? Welche betrieblichen Unterstützungsangebote gibt es bereits und wie werden diese von den Auszubildenden bewertet? Die gemeinsame Studie der Bertelsmann Stiftung und des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) stellt beide Perspektiven systematisch gegenüber.
Die Ergebnisse zeigen zunächst ein überwiegend positives Bild: Die große Mehrheit der dualen Auszubildenden ist zufrieden, erlebt ein gutes Betriebsklima und bewertet die Qualität der Ausbildung positiv. Auch viele Unternehmen berichten von stabilen Ausbildungsverläufen. Zugleich gibt es eine relevante Gruppe junger Menschen, die sich häufig überfordert, emotional belastet oder in ihrem Wohlbefinden eingeschränkt fühlt. Rund jede:r fünfte Auszubildende hat bereits ernsthaft über einen Abbruch nachgedacht. Psychische Belastungen sind hierfür der Hauptgrund.
Die Studie untersucht zudem, welche Angebote zur Gesundheitsförderung und Prävention Unternehmen bereitstellen, inwieweit Auszubildende diese kennen und nutzen und in welchen Bereichen noch Verbesserungspotenziale bestehen.
Viele junge Menschen bewerten betriebliche Ansprechpersonen, Schulungen zum Umgang mit Stress und Konflikten sowie externe Beratungsangebote als hilfreich. Gleichzeitig sprechen mehr als ein Drittel ihre Belastungen aus Angst vor Nachteilen nicht an. Besonders belastete Auszubildende erleben die vorhandene Unterstützung deutlich seltener als ausreichend.
Auf Grundlage der repräsentativen Jugendbefragung „Ausbildungsperspektiven 2026“ und des „IW-Personalpanels 2026“ zeigt die Studie, was Betriebe, Berufsschulen, Akteure der Berufsbildung und die Politik tun können: Auszubildende brauchen vertrauliche Gesprächsmöglichkeiten sowie niedrigschwellige und präventive Unterstützungsangebote. Politik, Berufsschulen, Kammern und Sozialpartner sollten Hilfen besser zugänglich machen und besonders kleine und mittlere Unternehmen unterstützen.


