Eva Moser, Paula Kostrzewa und Dr. Stefan Moog, Prognos AG

Informelle Pflege und Erwerbstätigkeit

Pflegebedingte Erwerbsverluste bis 2045 und Ansatzpunkte für eine bessere Vereinbarkeit

Ausgabeart
PDF
Erscheinungstermin
20.10.2026
DOI
10.11586/2026143
Auflage
1. Auflage
Umfang/Format
52 Seiten, PDF

Preis

kostenlos

Beschreibung

Mit der Alterung der Gesellschaft wächst der Pflegebedarf – gleichzeitig stehen dem Arbeitsmarkt demografisch bedingt weniger Menschen zur Verfügung. Damit wird die Frage immer wichtiger, wie sich Pflegeverantwortung und Erwerbstätigkeit besser vereinbaren lassen. Unsere Studie zeigt: Fehlende Vereinbarkeit belastet nicht nur pflegende Angehörige, sondern führt auch zu erheblichen Erwerbsverlusten. Besonders betroffen sind Frauen.  

Am 30. September 2026 hat das Bundeskabinett den Entwurf des Pflegeneuordnungsgesetzes (PNOG) beschlossen, mit dem insbesondere die Finanzierung der sozialen Pflegeversicherung stabilisiert werden soll. Unsere Ergebnisse ergänzen die aktuelle Reformdiskussion um eine wichtige Perspektive: Auch die Folgen für die Erwerbsbeteiligung sollten berücksichtigt werden – insbesondere dann, wenn Angehörige ihre Erwerbstätigkeit aufgrund von fehlender Pflegevereinbarkeit reduzieren oder ganz aufgeben. Die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf ist damit nicht nur sozialpolitisch, sondern auch arbeitsmarkt- und wirtschaftspolitisch von zunehmender Bedeutung.