Bertelsmann Stiftung (Hrsg.)

Durchlässiger Arbeitsmarkt durch Zeitarbeit?

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Die Zeitarbeit befindet sich im Umbruch. Auch wenn das Ausgestaltungsprinzip der im Zuge der Hartz- Gesetzgebung eingeführten Personal-Service-Agenturen, die Vermittlung Arbeitsuchender durch etablierte Personaldienstleister, als gescheitert angesehen werden muss, werden der Arbeitnehmerüberlassung von heute weiterhin arbeitsmarktpolitische Funktionen zugeschrieben. Abschätzungen über die Zahl der Übernahmen von Zeitarbeitskräften durch Kundenbetriebe („Klebeeffekt“) spielen dabei in der Öffentlichkeit eine große Rolle. Die Angaben dazu fallen sehr unterschiedlich aus: Während die Zeitarbeitsbranche selbst häufig einen Wert für den Anteil der Zeitarbeitskräfte, die von ihrem Betrieb übernommen werden, von 30 Prozent angibt, ermitteln andere Studien auf Basis von Befragungen der Kundenbetriebe Brückeneffekte zwischen sieben und 14 Prozent.