Bertelsmann Stiftung (Hrsg.)

Die Ausbildungsgarantie in Österreich

Funktionsweise, Wirkungen, Institutionen

  • 1. Auflage 2020, 20 Seiten (PDF)
  • DOI 10.11586/2020051
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Die Corona-Pandemie trifft nicht nur den Arbeitsmarkt, sondern auch den Ausbildungsmarkt hart, da viele Unternehmen aufgrund der unsicheren wirtschaftlichen Lage weniger Ausbildungsplätze anbieten. Mehr Jugendliche denn je laufen also Gefahr, bei der Ausbildungsplatzsuche nicht zum Zuge zu kommen und – abhängig von den weiteren Entwicklungen auf dem Ausbildungsmarkt – auch dauerhaft ohne berufliche Qualifizierung zu bleiben. Dies ist sowohl aus individueller als auch aus bildungs-, sozial- und wirtschaftspolitischer Perspektive fatal.

Eine Möglichkeit, den Mangel an Ausbildungsplätzen zu verhindern, ist der Ausbau außerbetrieblicher Ausbildungsmöglichkeiten mit dem Ziel, jedem jungen Menschen trotz Krise die Chance auf eine vollwertige Berufsausbildung zu geben. Ein Vorbild dafür findet sich in Österreich: Dort gibt es seit vielen Jahren eine staatliche Ausbildungsgarantie, bei der die Jugendlichen einen Vertrag zunächst nur für das erste Ausbildungsjahr in einer außerbetrieblichen Einrichtung bekommen und dann unter Anrechnung der absolvierten Lehrzeit in eine betriebliche Ausbildung wechseln können.

Die Broschüre erläutert die Funktionsweise dieser Ausbildungsgarantie in Österreich und die unterschiedlichen Typen (ÜBA 1 und ÜBA 2), beschreibt die an der Umsetzung beteiligten Institutionen und gibt einen Überblick über die gesetzlichen Grundlagen sowie empirische und statistische Auswertungen.