Pressemeldung 16.11.2017

Europa arbeitet sich aus der Krise: Erholung am Arbeitsmarkt verbessert soziale Gerechtigkeit

Gütersloh, 16.11.2017. In der EU zeigt sich ein Aufwärtstrend hinsichtlich der sozialen Gerechtigkeit. Hauptreiber für die verbesserten Teilhabechancen ist laut dem aktuellen Social Justice Index 2017 eine spürbare Erholung der Arbeitsmärkte. Die Arbeitsmarktdaten haben sich in 26 von 28 EU-Staaten gegenüber dem Vorjahr verbessert. Im EU-Durchschnitt ist die Arbeitslosigkeit 2016 auf 8,7 Prozent gesunken. Im Jahr 2013, dem Höhepunkt der sozialen Krise, waren es noch 11 Prozent. Doch die Erholung in Sachen sozialer Gerechtigkeit verläuft in zwei Geschwindigkeiten: Die Kluft zwischen Nord- und Südeuropa ist weiterhin groß. Gerade in Südeuropa sind Kinder und Jugendliche noch überdurchschnittlich stark von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht. Deutschland gehört wirtschaftlich gesehen zu den absoluten Spitzenreitern. Die Autoren kritisieren hierzulande jedoch Defizite bei der Bekämpfung des Armutsrisikos und bei der Verbesserung der Bildungsgerechtigkeit.

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Veit Mette

Pressemeldung 14.11.2017

Bundesweites Bündnis "Bildung für eine demokratische Gesellschaft" startet

Am heutigen Dienstag treffen sich in der Heinrich Böll Stiftung in Berlin rund 100 Expertinnen und Experten aus Bildungsverwaltung und -politik, Bildungsprogrammen, Wissenschaft und Stiftungswesen in Berlin, um das Startzeichen für ein bundesweites Bildungsbündnis zu setzen. Mitveranstalter des ersten Treffens sind die Bertelsmann Stiftung, die Heinrich Böll Stiftung und Makista – Netzwerk für Kinderrechte und Demokratie. weiterlesen

Creativ Studio Heinemann/Westend61/Getty Images

Pressemeldung 07.11.2017

Mehr Wachstum, weniger Ungleichheit und weniger Schulden: Öffentliche Investitionen lohnen sich

Gütersloh, 07. November 2017. Straßen und Schulen bröckeln, bezahlbarer Wohnraum und schnelle Internetleitungen fehlen. Im Hinblick auf den Wohlstand zukünftiger Generationen zehrt die Bundesrepublik von ihrer Substanz. Eine von der Bertelsmann Stiftung in Auftrag gegebene Studie zeigt, dass öffentliche Investitionen in den Bereichen Bildung, Wohnungsbau und Infrastruktur Wachstum und Wohlstand stärken. Eine dauerhafte Erhöhung der öffentlichen Investitionen um rund 20 Milliarden Euro pro Jahr steigert das jährliche Bruttoinlandsprodukt (BIP) sukzessive: bis 2020 um 14 Milliarden Euro und bis 2050 um über 100 Milliarden Euro. Schon nach 5 Jahren übersteigen dabei die jährlichen Wohlstandsgewinne die Investitionskosten. Die Investitionen würden zudem zu mehr Chancengerechtigkeit beitragen, Indem sie die Zahl der Arbeitslosen um über 440.000 und den Niedriglohnsektor um 5 Prozent verringern würden. Langfristig tragen sie sich selbst und werfen sogar fiskalische Gewinne ab. Den größten volkswirtschaftlichen Nutzen haben Investitionen in qualitativ hochwertige Kitas und Ganztagsschulen. weiterlesen

Achim Multhaupt

Pressemeldung 03.11.2017

IT-Ausstattung an Schulen: Kommunen brauchen Unterstützung für milliardenschwere Daueraufgabe

Gütersloh, 03.11.2017. Für Schülerinnen und Schüler ist der Umgang mit digitalen Medien heute selbstverständlich – außer in der Schule. Jetzt wird im Bund über einen Digitalpakt dis¬kutiert, und die Kultusminister haben sich auf eine gemeinsame Digitalisierungsstrategie verständigt. "Digitalisierung ist für junge Menschen längst Alltag. Auch Schule muss digitaler werden und die Kompetenzen vermitteln, die zukünftig für Teilhabe an der Gesellschaft und am Berufsleben notwendig sind", so Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann Stiftung. weiterlesen

Shutterstock / L.F

Pressemeldung 23.10.2017

Kinderarmut ist in Deutschland oft Dauerzustand

Gütersloh 23.10.2017. Rund 21 Prozent aller Kinder in Deutschland leben über eine Zeitspanne von mindestens fünf Jahren dauerhaft oder wiederkehrend in einer Armutslage. Für weitere 10 Prozent ist dies ein kurzzeitiges Phänomen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine neue Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. "Kinderarmut ist in Deutschland ein Dauerzustand. Wer einmal arm ist, bleibt lange arm. Zu wenige Familien können sich aus Armut befreien", so Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann Stiftung. weiterlesen

Veit Mette

Pressemeldung 17.10.2017

Gute Ganztagsschule für alle

Gütersloh, 17. Oktober 2017. Der Ausbau der Ganztagsschulen kommt überall in Deutschland voran. Gab es noch zu Beginn des Jahrtausends bundesweit nur für jeden zehnten Schüler einen Ganztagsplatz, standen im Schuljahr 2015/2016 immerhin viermal mehr Plätze zur Verfügung. Die Erwartungen der Eltern gehen allerdings weit über den heutigen Ausbaustand hinaus: Fast drei Viertel von ihnen wünschen sich einen Ganztagsplatz für ihr Kind. weiterlesen

Besim Mazhiqi Fotograf

Pressemeldung 15.10.2017

Svetlina Stoyanova und Cho ChanHee gewinnen Internationalen Gesangswettbewerb NEUE STIMMEN 2017

Gütersloh, 15. Oktober 2017. Die 26-jährige bulgarische Mezzosopranistin Svetlina Stoyanova und der 24-jährige südkoreanische Bass Cho ChanHee haben den Jubiläumswettbewerb der NEUEN STIMMEN gewonnen. Die zwei Sänger erhalten ein Preisgeld von jeweils 15.000 Euro und gleichzeitig beste Karrierechancen als Opernsänger. Am Finale in Gütersloh nahmen am Samstag fünf Sängerinnen und fünf Sänger teil. Insgesamt wurden Geldpreise in Höhe von 60.000 Euro an die jeweils drei erstplatzierten Damen und Herren vergeben. Die weiteren Finalteilnehmer erhielten Förderpreise. weiterlesen

Besim Mazhiqi

Pressemeldung 11.10.2017

Die Semifinalisten im Jubiläumsjahr der NEUEN STIMMEN stehen fest

Gütersloh, 11. Oktober 2017. Die 16 Semifinalisten des Internationalen Gesangswettbewerbs NEUE STIMMEN 2017 stehen fest. Von den 39 jungen Teilnehmern, die am Sonntag zur Endrunde des Wettbewerbs nach Gütersloh gekommen waren, singen acht Sängerinnen und acht Sänger aus 12 Nationen im Semifinale am kommenden Donnerstag: weiterlesen

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Pressemeldung 06.10.2017

Bundestagswahl 2017: Wahlergebnis zeigt neue Konfliktlinie der Demokratie

Gütersloh, 6. Oktober 2017. Die soziale Spaltung der Wahlbeteiligung ist 2017 zum ersten Mal seit 1998 wieder spürbar gesunken. Der Grund dafür sind vor allem Mobilisierungserfolge der AfD in den sozial prekären Nichtwählerhochburgen. Durch diesen "AfD-Effekt" ist die Wahlbeteiligung in den sozial prekären Stimmbezirken mit der geringsten Wahlbeteiligung überdurchschnittlich angestiegen. Parallel zeigt sich eine neue Konfliktlinie der Demokratie, die quer durch die Wählerschaft zwischen Modernisierungsskeptikern und -befürwortern verläuft. Diese Entwicklungen bleiben nicht ohne Nebeneffekte: Etablierte Parteien verlieren im Milieu der bürgerlichen Mitte Wähler und erreichen im sozial prekären Milieu kaum noch Menschen. Das sind die Ergebnisse einer Studie der Bertelsmann Stiftung, die erstmals das Wahlverhalten der sozialen Milieus bei einer Bundestagswahl analysiert hat. weiterlesen