mehrere Menschen laufen auf einer Straße unter einem Schlagbaum eines Grenzübergangs durch
© Roger Kleiber

Info: "Zurück Zu Europa" - Der Kurzfilm zur Europawahl

#ZurückZuEuropa – Anlässlich der Europawahlen 2019 hat die Bertelsmann Stiftung einen Kurzfilm produziert, der mit Humor und Überspitzung den Mehrwert Europas für den Alltag der Menschen darstellt und somit auf die anstehenden Wahlen aufmerksam machte. Über 380.000 Menschen sahen den Film und bangten mit Julia, Martin und Co. um die alltäglichen Vorteile der EU. Hier finden Sie den Film und den Trailer.

Weitere Informationen finden Sie unten im Downloadbereich. 

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Der Kurzfilm richtete sich vor allem an junge deutsche Wahlberechtigte, unter denen der Anteil an Nichtwählern bei der letzten Europawahl am größten war: Weniger als 30% der 18 bis 24-jährigen beteiligten sich 2014. "Viele jungen Menschen sehen die Errungenschaften und Vorteile der Europäischen Union (EU) als etwas Selbstverständliches an. Wir zeigen durch eine Alltagsgeschichte und greifbare Beispiele, was wir alle von Europa haben", so Projektleiter Florian Köbele.

Für diese Alltagsgeschichte entwickelten wir ein Zukunfts-Szenario, welches angesichts des Brexit allzu real ist: 2021, die EU existiert nicht mehr. Das Leben ohne EU wird im Alltag von fünf Bürgern schnell deutlich: kein visafreies Reisen für Studentin Julia mehr, keine rechtzeitige Felgen-Lieferung für KFZ-Mechaniker Martin, keine polnische Pflegerin und teurere Medikamente für Rentnerin Renate, keinen spanischen Schinken mehr für Koch Dominic, sowie Angst um den Frieden für IT-Bewerber Markus. Auf humorvolle Art und Weise macht der Kurzfilm auf die Vorteile der EU aufmerksam: Zurück zu Europa – also zurück in die Vergangenheit – das wünschen sich die Protagonisten...

"Viele jungen Menschen sehen die Errungenschaften und Vorteile der Europäischen Union als etwas Selbstverständliches an. Wir zeigen durch eine Alltagsgeschichte und greifbare Beispiele, was wir alle von Europa haben."
Florian Köbele, Europa-Experte der Bertelsmann Stiftung

Der Film erzählt aus Perspektive der Menschen und deren Alltag. Die Protagonisten sind dabei keine professionellen Schauspieler, sondern Menschen aus dem "echten Leben": ein echter Koch, ein echter Polizist etc. Für den Film wurden etliche Alltagsszenen an echten Spielorten gedreht, andere Szenen wurden konstruiert. "Wir haben für den Film Grenzen nachgebaut, wo es keine mehr gibt, Supermarktregale leergeräumt, und verzweifelt nach krummen Gurken gesucht", so Köbele. Der Film war als ein Hilfsmittel für all diejenigen gedacht, die anlässlich der Europawahl den Menschen Europa erklären und dafür werben wollen.

Dass der Film diese Hilfe leisten konnte, davon zeugen die insgesamt über 380.000 Views, die der Film auf FacebookYoutube und Twitter erzielte. Davon zeugt ebenso, dass der Film deutlich über 2.000 Mal geteilt wurde – von vielen Privatpersonen, von Mitgliedern des Europäischen Parlaments und vielen Bürgermeistern, aber auch von Unternehmen und von verschiedensten Akteuren der Zivilgesellschaft. Außerdem wurde der Film auf einer Debatte der Jungen Europäischen Föderalisten in Berlin ebenso gezeigt wie an mehreren Schulen oder auf dem Verfassungsfest in Karlsruhe.

Die Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft stellt der zweite Projektmitarbeiter Stephan Naumann in den Vordergrund: "In der Zivilgesellschaft war eine unglaubliche Dynamik vor den Europawahlen zu spüren. Es war toll zu sehen, dass viele einen Mehrwert in unserem Film erkannten, und uns dabei unterstützten, mit dem Film möglichst viele Menschen zu erreichen." So wurde der Film von einem breiten Spektrum geteilt – von der Caritas zu Pulse of Europe, von der Europa-Union bis zur Kreuzberger Kinderstiftung. Außerdem wurde der Film von der Kampagne Operation Götterfunken aufgenommen, einer Initiative der Berliner Kreativen-Szene.

Der Erfolg des Films ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit mit der Europa-Kommunikationsexpertin Dr. Tecla Huth, die u.a. das Drehbuch entwickelte und den Dreh mitorganisierte (Kontakt: teclahuth@gmx.de). Dr. Huth erklärt: "Häufig wird versucht, mit einer emotional-identitätsstiftenden Kommunikation für Europa zu werben, ohne auf die konkreten Leistungen der EU einzugehen. Dies birgt jedoch die Gefahr, dass "Brüssel" weiterhin als abstraktes Gebilde wahrgenommen wird. Die Darstellung der Vorteile der EU ist aber für die Stärkung eines pro-europäischen Bewusstseins unabdingbar." Der Kurzfilm wurde in den Monaten vor der Wahl zusammen mit der Kölner Produktionsfirma Fandango Film produziert.

Zum Film wurde auch ein Flyer produziert, der die Handlung umreist und die angesprochenen Vorteile nochmal mit Fakten untermauert (siehe Downloadbox). Der lustige Kurzfilm zusammen mit dem Flyer eignen sich auch nach der Europawahl ideal als Material für den Schulunterricht, zum Beispiel als unterhaltsamer Einstieg in eine Schulstunde zu den Vorteilen der EU.

Bei Rückfragen können Sie sich gern an uns wenden (Email-Link).

Produziert von Fandango Film GmbH:

Drehbuch: Dr. Tecla Huth/David Huth
Regie: David Huth
Kamera: Paul Bogdanski/Daniel Voigt
Schnitt: Sarah Hahnemann
Effekte: Roger Kleiber/Tobias Efler
Ton: Nils Jaeger/Alexander Kusikow/Johannes Henke
Musik: Peter Wieschermann
Postproduktion: Nils Koenen/Björn Büchel
Produktion: Bernd Kuckelkorn/Julia Rocholl/Stephan Stein
Produzent: Geronimo Beckers