Pressemitteilung, , New York/Gütersloh: Liz Mohn für ihre internationale Dialogarbeit mit dem Vernon A. Walters Award geehrt

Kofi Annan nennt die Stifterin eine "Meisterin der Begegnung zwischen Völkern, Ethnien und Religionen"

Liz Mohn, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bertels­mann Stiftung, ist am Freitag in New York als erste Frau mit dem renommierten Vernon A. Walters Award ausgezeichnet worden. Bei einer feierlichen Gala in New York empfing sie den Preis aus den Händen des Vorsitzenden der Atlantik-Brücke und Airbus-Chefs Dr. Thomas Enders. In der Laudatio würdigte Kofi Annan Liz Mohns weltumspannende Bemühungen, Brücken zu bauen und gegenseitiges Verständnis zu fördern.

Die erfolgreiche Lösung von Konflikten, so der ehemalige UN-Generalsekretär, beginne mit der Prävention von Konflikten durch beständigen Dialog zwischen Nationen und Kulturen. Die Welt benötige mehr interreligiöse und interkulturelle Begegnungen. Liz Mohn leiste hier tägliche An­strengungen, um diese Defizite in der internationalen Kommunikation zu überwinden. Und die Ar­beit der Bertelsmann Stiftung wirke hier wie ein Leuchtturm. Liz Mohn schaffe dabei immer wieder gemeinsame Räume für den offenen und respektvollen Austausch über die Herausforderungen, denen sich die Welt heute gegenübersehe. Ihre Entschlossenheit in dieser Arbeit wachse mit den Schwierigkeiten, die dies mit sich bringe. Das Engagement von Liz Mohn helfe, eine Welt zu schaffen, die der Vision der Vereinten Nationen entspreche. Kofi Annan gratulierte der Atlantik-Brücke zur Wahl seiner diesjährigen Preisträgerin: "Es wäre kaum möglich gewesen, eine Person zu finden, die sich dieser Aufgabe mit größerer Selbstverpflichtung und Energie widmet, als Liz Mohn."

In ihrer Dankesrede verwies Liz Mohn auf die Notwendigkeit eines noch größeren Engagements in der internationalen Verständigung. "Die Globalisierungsprozesse der vergangenen Jahre haben uns an einen Scheideweg geführt, an dem sich zeigen wird, ob die Verteilungskämpfe auf dieser Erde in einen Kampf der Kulturen münden oder ob uns eine friedvolle Kooperation der Kulturen gelingen kann. Drei Milliarden Menschen nehmen an der Weltwirtschaft teil. Wir sind aufgerufen, uns diesem Prozess zu stellen: Wir müssen lernen zu teilen." Liz Mohn warb dafür, insbesondere jüngere Menschen stärker für diese Aufgabe zu verpflichten: "Jede Generation muss aufs Neue beweisen, dass ihr der Dialog gelingt, dass der Brückenbau stabil ist. Und dass es für unser Be­kenntnis zu Menschlichkeit und demokratischem Handeln keine Alternative gibt!“ Sie verwies auch auf die lange negierte Rolle der Frauen in diesem Prozess: „Wir wissen heute, dass die Bedeutung der Frauen bei der Gestaltung des sozialen und gesellschaftlichen Miteinanders lange unterschätzt wurde. Und so freue ich mich besonders, dass ich den Walters Award als erste Frau entgegen­nehmen darf!"

Mit der Auszeichnung würdigt die Atlantik-Brücke nicht zuletzt das große Engagement von Liz Mohn zur Förderung der transatlantischen Beziehungen und ihre Verdienste um die Aussöhnung zwischen Deutschland und Israel.

Der Vernon A. Walters Award

Der Namensgeber des Preises, Vernon A. Walters (1917 - 2002), war von 1989 bis 1991 Bot­schafter der USA in Deutschland und von 1985 bis 1989 der Ständige Vertreter der USA bei den Vereinten Nationen. Als Mitglied im Kabinett Reagan bereiste er zuvor über 100 Länder. Im ver­gangenen Jahr wurde der heutige Vorstandsvorsitzende der RWE AG, Dr.-Ing. Jürgen Großmann, mit dem Vernon A. Walters Award ausgezeichnet. Weitere Preisträger sind u. a. Dr. Dieter Zetsche (Daimler AG, 2006), Dr. Michael Otto (Otto Group, 2005), Wolfgang Mayrhuber (Lufthansa AG, 2004), Dr. Bernhard Pischetsrieder (Volkswagen AG, 2002) und Dr. Manfred Schneider (Bayer AG, 2000).

Über die Atlantik-Brücke

Die Atlantik-Brücke wurde 1952 als private, überparteiliche und gemeinnützige Organisation mit dem Ziel gegründet, eine Brücke zwischen dem Nachkriegsdeutschland und der Siegermacht USA zu schlagen. Zu ihren Mitgliedern zählen heute über 500 führende Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, den Medien und der Wissenschaft. Im Mittelpunkt ihrer Aktivitäten steht das Bemühen um ein besseres Verständnis zwischen den USA und Deutschland.

Über die Bertelsmann Stiftung:

Die Bertelsmann Stiftung setzt sich für das Gemeinwohl ein. Sie engagiert sich in den Bereichen Bildung, Wirtschaft und Soziales, Gesundheit sowie Internationale Verständigung und fördert das friedliche Miteinander der Kulturen. Seit vielen Jahren engagiert sich die Bertelsmann Stiftung mit zahlreichen Gesprächsforen und Projekten für die transatlantische Partnerschaft. Die 1977 von Reinhard Mohn gegründete, gemeinnützige Einrichtung hält die Mehrheit der Kapitalanteile der Bertelsmann AG. Die Bertelsmann Stiftung arbeitet operativ und ist unabhängig vom Unternehmen sowie parteipolitisch neutral.


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